Logo Stiftung für Hochschulzulassung Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo studienwahl.de
Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Auf einem Schreibtisch liegen und stehen mehrere Bücher, Marker, Stifte und Notizzettel.
An Uni/FH ändern sich Menge und Art des Lernstoffs. Foto: Thomas Lohnes

Wie lernt man an der Hochschule?

Drucken Versenden

„Schnell zu lesen und dabei zentrale Punkte herauszufiltern, ist ganz wichtig“, sagt Vera Chaudhuri, Studentin der Politikwissenschaft an der Friedrich-Alexander-Universität in Erlangen. Ihr Trick: „Kleiner ausdrucken, dann lässt sich mehr mit einem Blick erfassen. Das ist zwar anstrengender für die Augen, geht aber viel schneller.“ Ihre Lesegeschwindigkeit hat sich im Studium gewaltig gesteigert, und die 21-Jährige muss eine Menge auswendig lernen, denn in den Sozialwissenschaften wird viel Faktenwissen vermittelt. „Alles ist zu schaffen, aber man muss sich reinhängen.“

Anders als früher in der Schule ist kein tägliches Arbeitspensum vorgegeben, weshalb sich Vera Chaudhuri regelmäßig Lernpläne mit persönlichen Deadlines erstellt. Bei der Textarbeit geht sie dann sehr strukturiert vor: Sie liest Einleitung und Resümee immer zuerst, um sich zunächst einen groben Überblick über einen Text zu verschaffen. Dann gliedert sie jeden Themenschwerpunkt in Unterpunkte, macht sich zu allem Notizen und lernt schließlich ihre Stichpunkte auswendig. Damit hat sie eine gute Grundlage für spätere Prüfungssituationen. Insgesamt empfindet die Studentin es als „eine tolle Verantwortung“ für ihren Lernerfolg selbst zuständig zu sein.

Lernen auch jenseits des Hörsaals

Auf durchschnittlich 40 Wochenstunden kommt die angehende Politikwissenschaftlerin, davon entfallen 20 Stunden auf Vorlesungen, Seminare und Sprachkurse, die andere Hälfte auf Vor- und Nachbereitung. In den sechs Wochen vor den Klausuren, die in der letzten Vorlesungswoche geschrieben werden, verbringt sie jeden Tag etwa sechs Stunden mit Recherche in der Bibliothek. Wichtiges Arbeitsmittel ist der Hand- beziehungsweise Semesterapparat. In einem solchen Apparat findet sie schnell alle relevanten wissenschaftlichen Aufsätze zur jeweiligen Lehrveranstaltung. Die Vorlesungsskripte sind meist kürzer und oft nur Überblicke über den zu bearbeitenden Lernstoff. Weil Sozialwissenschaften „von Diskussion und Austausch leben“, spielen Lerngruppen ebenfalls eine Rolle – mitunter auch virtuell über Netzwerke wie Facebook.

Foto von Vera Chaudhuri.

Vera Chaudhuri

Foto: Privat

Neben schriftlichen Klausuren gibt es mündliche Prüfungen und Referate in den Seminaren. Für die Note entscheidend sind in der Regel die Hausarbeiten – eine pro Seminar sei Pflicht. „Die sind ganz schön umfangreich“, sagt Vera Chaudhuri, „anfangs fühlt man sich da etwas überfordert.“ Kein Wunder, sollen die Studierenden doch analytisches sowie praktisches Denken unter Beweis stellen. Zentral ist, dass die Arbeit wissenschaftlichen Ansprüchen genügt. „Wesentliches Merkmal wissenschaftlichen Arbeitens ist die Nachprüfbarkeit“, erklärt Oliver Schliemann, Lehrkraft für besondere Aufgaben an der Abteilung Philosophie der Uni Bielefeld. Er ist Mitarbeiter bei „richtig einsteigen“, einem Programm zur Weiterentwicklung von Studium und Lehre an der Uni Bielefeld, das Studierenden durch gezielte Betreuung, Beratung und Lehre zu einem guten Start ins Studium verhelfen soll.

Aufgrund der Nachprüfbarkeit, so Oliver Schliemann, sei es – insbesondere in Zeiten zunehmender Plagiatsvorwürfe – unerlässlich, bei Zitaten stets die vollständige Quelle zu nennen. Das Format der Hausarbeiten wird in Bielefeld wie an vielen anderen Hochschulen vorgegeben, einschließlich Seitenrand und Zeilenabstand. Dazu gibt es eine Handreichung zum korrekten Zitieren. Nicht zitierfähig seien die online verfügbaren Skripte der Vorlesungen und Wikipedia – wobei das Internetlexikon durchaus geeignet sei, sich einen orientierenden Überblick zu verschaffen. Korrekte Rechtschreibung nennt Oliver Schliemann ebenfalls als eine essentielle Formalie. „Die Königsdisziplin Hausarbeit simuliert schon das wissenschaftliche paper und zeigt Studierenden, wie Forscher/-innen tatsächlich arbeiten“, erklärt er die gängige Prüfungsform. Ihr kleiner Bruder sei sozusagen der Essay, der sich auf kürzere Abschnitte, die problemorientiert behandelt werden, beschränke.

Eigenständig denken, gut argumentieren

Wichtig für die Beurteilung der Arbeiten der Studierenden sind Konsistenz, Kohärenz und Stringenz der Texte – das heißt, sie sollten widerspruchsfrei, zusammenhängend und in sich schlüssig sein, dazu argumentierend aufgebaut und sachlich richtig. „Schlimm ist, einem zitierten Autor etwas zu unterstellen, das der gar nicht gesagt hat“, warnt Oliver Schliemann. Dagegen dürften Studierende durchaus auch mal strittige Thesen vertreten – solange sie gut argumentierten.

Ein Studierender sitzt in der Bibliothek vor einem Buch.

Lernen in der "Bib" ist vor allem in den Geisteswissenschaften üblich.

Foto: Ria Kipfmüller/WillmyCC

Referate seien – zumindest in seinem Bereich – seltener gefordert, erzählt der wissenschaftliche Mitarbeiter, weil sie intensive Betreuung bräuchten. Immer noch aber biete die Philosophie Raum für Vorträge, in denen es darum gehe, Texte aufzuarbeiten, die einzelnen Abschnitte aufeinander zu beziehen und zu präsentieren.

Die wichtigsten Arbeitsmaterialien sind auch in den Geisteswissenschaften im Semesterapparat zu finden. Studienanfänger/-innen reagierten mitunter geschockt, wenn sie das Regalbrett voller Bücher in der Bibliothek erblickten, doch: „Nicht alle 20 Bücher müssen komplett gelesen werden, manches Buch steht nur da, weil ein einziger Aufsatz darin relevant ist“, beruhigt Schliemann.

Der Vorlesungsstoff wird meist in Klausuren abgefragt. In mündlichen Prüfungen kann der Nachwuchs die Fähigkeit zum selbstständigen Denken unter Beweis stellen. Besonders in Geisteswissenschaften wird darauf großer Wert gelegt: Inhalte müssen richtig wiedergegeben, es soll aber nicht stur auswendig gelernt werden.

Unterschiede je nach Studienfeld

Deutlich anders geht es beispielsweise in den Ingenieurwissenschaften zu, die vom ersten Tag an „volle Kanne loslegen“, wie Jörg Lange, Professor für Stahlbau an der TU Darmstadt, einräumt. Das Tempo ist hier besonders am Anfang enorm hoch, die ersten drei Semester mit einer Abbruchquote von 40 Prozent seien intensiver als die späteren. „Das Wichtigste ist, dass die Studierenden erkennen, ob das Fach das richtige für sie ist“, meint Jörg Lange.

Ein Studierender sitzt am Schreibtisch und lernt.

Übungsblätter und Altklausuren müssen durchgepaukt werden.

Foto: Martin Rehm/WillmyCC

Einen Handapparat gibt es hier nicht. Der Klassiker im Ingenieurstudium sind Vorlesungen und die zugehörigen Skripte. Hinzu kommen Fachliteratur und das Lernen in Kleingruppen mit Tutor(inn)en. Prüfungen werden schriftlich abgenommen, Voraussetzung für die Zulassung sind bestandene Testate. Referate sind im Grundstudium nicht vorgesehen, erst im Fachstudium.

Auch die Recherche in der Bibliothek spielt hier nur eine untergeordnete Rolle – mit Ausnahme der Projektarbeit: An der TU Darmstadt erarbeiten dabei zehn bis zwölf Studierende in einem Planspiel mit verteilten Rollen – als Planer, Bauherrin oder Unternehmer – Aufgabe und Lösung eines Bauprojektes, weitere Vorgaben gibt es nicht. „Mit der offenen Fragestellung tun sich viele schwer“, berichtet Jörg Lange. Ein solches Projekt stelle allerdings eher eine Ausnahme im Ingenieurstudium dar, die TU Darmstadt bereitet so seit 30 Jahren ihre Studierenden auf eigenständiges Arbeiten vor – mit Erfolg, so der Professor.

Lernen im Medizinstudium

Aufpassen allein reicht nicht

An der Uni hat Lisa Schubert (20) erst einmal das Lernen lernen müssen. Sie studiert seit einem Jahr Medizin an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und erzählt, wie sie mit den neuen Ansprüchen umgeht.

Foto von Lisa Schubert.

Lisa Schubert

Foto: Privat

Das große Lernpensum im Medizinstudium, meint Lisa Schubert, sei überhaupt nicht mit dem an der Schule zu vergleichen. „Im Unterricht aufzupassen reichte an der Schule aus, daher wusste ich bis zum Studium gar nicht, wie man lernt“, erzählt sie. Inzwischen gehört es zur Alltagsroutine, sich Aufzeichnungen noch einmal anzuschauen, viel selbstständig zu lesen und sich auf Vorlesungen vorzubereiten. „Sonst macht es wenig Sinn, dort hinzugehen“, hat sie festgestellt. Das Material zur Vor- und Nachbereitung wird den Studierenden im Internet zur Verfügung gestellt.

Allein, weiß die junge Frau, sei das Lernpensum kaum zu bewältigen, weshalb sie in einer Lerngruppe mit zwei weiteren Studentinnen arbeitet. Die drei teilen sich wöchentliche Lernziele untereinander auf und treffen sich am Ende der Woche zum Austausch. „Es reicht aber nicht aus, wenn ich mir nur anhöre, was die anderen ausgearbeitet haben“, schränkt Lisa Schubert ein, „ich muss mich schon selbst damit beschäftigen“. Dennoch spare das Lernen in der Gruppe Zeit und habe auch einen psychologischen Effekt: „Man ist nicht allein und auch nicht die Einzige, die mal etwas nicht verstanden hat.“ Viel lesen, alle Materialien, die im Internet bereitgestellt werden, durcharbeiten und Gelerntes regelmäßig wiederholen – das sind ihre Empfehlungen zur Prüfungsvorbereitung. Sämtliche Literaturempfehlungen seien nicht zu schaffen, daher rät sie, Studierende höherer Semester zu fragen, was sinnvoll sei.

Wichtig: Hobbys und Familie als Ausgleich

Der Aufbau des Medizinstudiums ist in Deutschland durch die Ärztliche Approbationsordnung einheitlich geregelt, allerdings haben zwischenzeitlich acht Universitäten Reformkonzepte für sogenannte Modellstudiengänge eingeführt. Diese setzen auf neue Lehr- und Lernmodelle sowie mehr Praxis und Soft-Skills-Training im Studium, wie die Charité auf ihrer Homepage erläutert. Die strenge Trennung zwischen Vorklinik und Klinik ist hier aufgelöst, es gibt fächerübergreifende Module, viel selbstständiges Arbeiten und viele Seminare. Zu 20 vorgegebenen Wochenstunden kommen noch etwa zehn bis 15 Stunden Selbststudium, schätzt Lisa Schubert.

Dem hohen Druck, den das Studium mit sich bringt, hält sie stand, indem sie sich ganz bewusst Auszeiten nimmt. „Im ersten Semester habe ich aufs Reiten verzichtet, bis ich merkte, so geht das nicht“, erzählt die angehende Ärztin. Inzwischen reitet sie einmal die Woche und geht weitere zwei bis drei Stunden zum Sport, nimmt sich Zeit für Freunde und die Familie, die ebenfalls in Berlin lebt. Ihr Rat: „Nicht auf Leistung versteifen, das macht es nicht besser.“

Lernen im Studium Maschinenwesen

Übungsblätter und Altklausuren

Rechnen, rechnen, rechnen – das ist Alexander Hammerls Welt, seit er Maschinenwesen an der Technischen Universität (TU) München studiert. Den größten Unterschied zur Schule sieht der 19-Jährige darin, dass er nun kaum noch auswendig lernen muss.

Foto von Alexander Hammerl.

An der Uni ändern sich Menge und Art des Lernstoffes.

Foto: Hammerl

„Wir haben nur ein einziges Lernfach, „Grundlagen, Entwicklung und Produktion““, erzählt er, „alles andere ist rechnen.“ Ein gewisses mathematisches Grundverständnis, meint er, müsse der Studierende mitbringen oder sich an der Uni aneignen. Das Tempo sei zwar hoch, aber dennoch so angelegt, dass auch diejenigen, die Chemie und Physik abgewählt haben, die Chance hätten, mitzukommen.

Sieben Fächer werden in den ersten beiden Semestern jeweils unterrichtet, 20 Vorlesungsstunden für derzeit rund 900 Studierende dienen der Grundlagenvermittlung. Hinzu kommen Zentralübungen, in denen ausführliche Beispiele vorgerechnet werden, und Tutor-Übungen, bei denen in kleinerer Gruppe von 50 bis 100 Leuten Fragen zu den Übungsblättern geklärt werden. Insgesamt kommt der Student auf etwa 40 Wochenstunden plus durchschnittlich etwa zehn Stunden, die er zu Hause im Studentenwohnheim vor- und nachbereitet.

Demnächst steht für Alexander Hammerl das Blockpraktikum „Physikalische Übungen“ an, beim dem er vor jedem Versuch in einer Kurzprüfung zeigen muss, dass er sich vorbereitet hat. Abschließend wird er einen Praktikumsbericht verfassen.

Internet wichtiger als Bücher

Übungsblätter sind die wichtigste Vorbereitung auf die Prüfungen, die komplett in der vorlesungsfreien Zeit geschrieben werden. Fünf Prüfungen in einem Monat mussten nach dem ersten Semester, sechs nach dem zweiten Semester innerhalb von sechs Wochen abgelegt werden. Auch während des Semesters sind regelmäßig Leistungsnachweise zu erbringen: Die Studierenden müssen sogenannte IT-Testate ablegen und etwa technische Zeichnungen oder CAD-Modelle anfertigen.

Zur Prüfungsvorbereitung empfiehlt der angehende Maschinenbauer neben den Übungsblättern, an denen regelmäßig gearbeitet werden sollte, das freiwillige E-Learning im Internet, bei dem Aufgaben interaktiv bearbeitet werden können. Lernen in der Bibliothek spielt für ihn praktisch keine Rolle, da grundsätzlich alles notwendige Material online verfügbar ist – Arbeitsblätter, Skripte und sogar Videoaufzeichnungen mancher Vorlesungen. Altklausuren, die es gesammelt im Skriptenverkauf gibt, ergänzen die Prüfungsvorbereitung. „Auf Bücher kann ich in meinem Studium verzichten, nicht aber auf das Internet“, findet Alexander Hammerl.

Lernen im BWL-Studium

Blöckeweise Probe-Rechnungen

„Ich hätte nie gedacht, dass ich einmal so lange und so ruhig dasitzen und lernen könnte“, sagt Franziska Schad (19) lächelnd. Sie studiert im dritten Semester iBWL (Informationsorientierte Betriebswirtschaft) an der Uni Augsburg und findet, das sei „extrem viel Stoff“ im Vergleich zur Abi-Vorbereitung.

Eine Studierende läuft eine Treppe in einer Bibliothek hinunter.

"Schon eine große Umstellung."

Foto: Thomas Lohnes

„Man muss sich ein ganz anderes Lernverhalten als an der Schule angewöhnen“, erzählt die gebürtige Neuburgerin. Nicht nur das Tempo ist im Studium deutlich höher – man ist auf einmal für sich selbst verantwortlich, denn die Professor(inn)en erklären alles nur ein einziges Mal. Wer nicht mitgekommen ist, muss sich den Stoff selbst erarbeiten, beispielsweise in der Lerngruppe, die auch für BWL-Studierende eine große Rolle spielt. Gerade weil der Stoff manchmal recht trocken sei, nur Zahlen hin und her geschoben würden, sei der Austausch mit anderen eminent wichtig, findet Franziska Schad. 21 Wochenstunden verbringt sie in Vorlesungen und Übungen, dazu durchschnittlich mindestens zehn Stunden in der Bibliothek.

Alle benötigten Skripte werden den Studierenden online zur Verfügung gestellt. Diese fassen sie dann zum Lernen selbst zusammen. Wie das am besten funktioniert, erfuhr Franziska Schad in einem zweitägigen Seminar. Vieles muss auswendig gelernt werden, trotzdem „ist Verstehen das A und O“. Und Rechnen. Fünf Blöcke hat die 19-Jährige vor den Prüfungen mit Rechnungen vollgeschrieben. Diese Prüfungen finden überwiegend als Multiple-Choice-Tests in den letzten Semesterwochen statt. Ab dem vierten Semester kommen Präsentationen und Vorträge in Seminaren dazu, in denen die Studierenden zeigen sollten, dass sie wortgewandt sind und ihre Thesen selbstsicher und verständlich darlegen können.

Insgesamt scheine das Lernpensum manchen zu überfordern, meint Franziska Schad, viele Kommiliton(inn)en hätten schon aufgegeben, weil sie es sich wohl anders vorgestellt hatten. Ihr selbst ist die „große Umstellung“ zum eigenen Erstaunen relativ leicht gefallen, weil es „etwas ganz anderes ist, wenn man das richtige Fach gewählt hat“.

Abschlussarbeit im Theologiestudium

40 Seiten in acht Wochen

Julian Knötig (26) studiert im elften Semester evangelische Theologie an der Augustana Hochschule in Neuendettelsau und sitzt gerade an seiner Abschlussarbeit. Das wissenschaftliche Schreiben hat er im Studium ausführlich geübt.

Foto von Julian Knötig.

Julian Knötig

Foto: Privat

Bevor Julian Knötig das kirchliche Examen ablegen kann, muss er seine Examensarbeit abgeben. Acht Wochen hat er Zeit für über 100.000 Zeichen und ist dabei – anders als in anderen Studiengängen – ganz auf sich allein gestellt. „Ich darf keine Rücksprache mit meinem Professor halten“, erzählt er. Die Eigenverantwortlichkeit hat Vor- und Nachteile: Einerseits gibt sie ihm große Freiheit, andererseits plagen ihn schon manchmal Zweifel, ob er das Thema richtig getroffen hat.

Der 26-Jährige hatte sein Theologie-Studium an der familiären Hochschule in Mittelfranken begonnen – und ist nach einem Intermezzo in Jena für den Abschluss wieder zurückgekehrt, nicht zuletzt wegen der „ausgezeichneten Bibliothek und des zuvorkommenden Personals“, das ihm die Recherche für seine Examensarbeit enorm erleichtert.

Eine eigene Lern-Routine hilft

Etwa 40 Seiten lang soll Julian Knötigs Arbeit über „Wilhelm Löhe und seinen Einfluss auf die Lutherische Anstaltsdiakonie in Nordamerika“ werden. Nach den acht Hausarbeiten mit jeweils rund 25 Seiten, die er im Lauf des Studiums anfertigen musste, fühlt er sich gut vorbereitet auf die arbeits- und zeitintensive Aufgabe. Dabei ist es ihm wichtig, eine tägliche Routine einzuhalten: „Spätestens fünf nach acht sitze ich am Schreibtisch in der Bibliothek“, verrät der Student – für etwa acht bis zehn Stunden täglich. Die restliche Zeit des Tages versucht er abzuschalten: Ein Spaziergang, Treffen mit Freunden, Filme anschauen, Kochen oder Backen helfen ihm dabei.

Dieselbe Methode hat er schon früher im Studium während besonders lernintensiver Phasen angewendet. Die erleben die meisten Theologiestudierenden vor den Sprachprüfungen Graecum und Hebraicum. Julian Knötig hatte Glück – Griechisch war für ihn kaum mehr als Wiederholung des Schulstoffs, fürs Hebraicum aber wandte er neben sieben Wochenstunden an der Uni nochmal zwei bis drei Stunden täglich zum Lernen auf.

So interessant das Studium war, Julian Knötig freut sich jetzt dennoch auf die Praxis: Er möchte künftig als Gemeindepfarrer arbeiten.

Weitere Informationen

studienwahl.de
Infos zu den neuen Arbeitstechniken an der Hochschule finden Sie auch
im Kapitel „Tipps zum Studienstart“ unter
www.studienwahl.de/de/studieren/studienplanung/tipps-zum-studienstart.htm

Das Hochschul-ABC erklärt unter anderem die unterschiedlichen Prüfungsformen:
www.studienwahl.de/de/studieren/hochschulinfos/hochschul-abc.htm

abi >> dein weg in studium und beruf
Informationen über Studiengänge, Berufe und Arbeitsmarktchancen, zugeschnitten auf Abiturient(inn)en:
www.abi.de

 

Lerntipps und mehr:

Programm „richtig einsteigen“ der Uni Bielefeld
www.uni-bielefeld.de/richtig-einsteigen

E-Learning-Portal „Lotse“ der Uni Münster
Mit Hinweisen zur Literatursuche und zum wissenschaftlichen Arbeiten:
www.ulb.uni-muenster.de/ulb-tutor/lotse

Schreibzentrum Ruhr-Universität Bochum
Zentrale Anlaufstelle der RUB bei Fragen rund ums wissenschaftliche Schreiben.
www.sz.ruhr-uni-bochum.de

Willenstest der Fernuniversität Hagen
Online-Fragebogen für ein detailliertes Profil des eigenen Lernverhaltens:
www.willenstest.org

 

Vorgestellte Studiengänge und Institute:

Institut für Politische Wissenschaft der FAU Erlangen
www.polwiss.uni-erlangen.de

Modellstudiengang Medizin an der Charité Berlin
www.charite.de/studium_lehre/studieren_an_der_charite/
grundstaendige_studiengaenge/modellstudiengang_medizin/

Fakultät für Maschinenwesen an der TU München
www.mw.tum.de/index.php?cid=1508

iBWL an der Uni Augsburg
www.wiwi.uni-augsburg.de/financeandinformation/Bachelor_iBWL

Evangelische Theologie an der Augustana Hochschule
www.augustana.de

Drucken Versenden
Nach obenNach oben
Signet Finder
Geprüft von den Ländern der Bundesrepublik Deutschland
Bedienungshinweis
17725
Studiengänge
443
Hochschulen
Erweiterte Suche Deutschlandkarte Bedienungshinweis
Suchergebnisfenster schließen
Treffervorschau
Studiengängez.B.:
Buchinhalte:
Aktuelle Beiträge: