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Wie finde ich meinen Traumberuf?
Ein Wegweiser mit vielen verschiedenen Berufsmöglichkeiten steht auf einer Wiese.

Wo geht's hier zum Traumberuf?

Foto: Martin Rehm

In den letzten beiden Schuljahren vor dem Abitur rückt die Frage nach dem passenden Beruf immer mehr in den Vordergrund. Doch nur die wenigsten wissen zu diesem Zeitpunkt schon, welche Ausbildung oder welches Studium es sein soll. Viele haben überhaupt keine Ahnung, andere schwanken stark zwischen verschiedenen Möglichkeiten. Wieder andere sind sich unsicher, ob ihre Stärken und Fähigkeiten tatsächlich mit den eigenen Berufswünschen übereinstimmen. Zum Glück gibt es eine ganze Reihe von Strategien, die man nutzen kann, um alle Möglichkeiten abzuwägen und zu einer guten Entscheidung zu kommen.

Die Entscheidung für einen Beruf – und damit auch für den entsprechenden Ausbildungsweg – flößt vielen Abiturienten/-innen gehörigen Respekt ein. Schließlich ist sie zentral für das weitere Leben, auch wenn sich der individuelle Berufsweg heute viel flexibler und offener gestaltet als noch vor zehn oder 20 Jahren. Die Berufswahl ist keine Entscheidung für die Ewigkeit (mehr), sollte aber dennoch nicht auf die leichte Schulter genommen werden.

Doch wo anfangen?

Heutigen Abiturienten/-innen eröffnet sich eine fast unüberschaubare Palette an Berufs-, Ausbildungs- und Studienmöglichkeiten, die den einen oder die andere schon entmutigen, bevor es überhaupt losgeht. Hilf- und aufschlussreich kann daher ein Gespräch mit der Berufsberatung sein – egal, an welchem Punkt der Berufsorientierung Sie stehen: Ob ganz am Anfang oder schon mittendrin, völlig planlos oder zwischen verschiedenen Ideen hin- und hergerissen – ein Beratungsgespräch bietet die Möglichkeit, strukturiert an das Thema heranzugehen und sich bewusst mit den eigenen Wünschen, Stärken und Schwächen auseinander zu setzen.

Das gilt übrigens auch für diejenigen, die schon sehr genau wissen, welchen Studiengang oder welche Ausbildung sie nach dem Schulabschluss ergreifen möchten, etwa, weil sie glauben, ihre eigenen Neigungen und Fähigkeiten gut zu kennen: In diesem Fall ist es ratsam, die eigenen Vorstellungen nochmals anhand der Beratung zu überprüfen.

Welche Fragen Sie sich stellen sollten, welche Hilfsmittel Sie nutzen können und welche Aspekte Sie gegeneinander abwägen sollten, zeigen exemplarisch die folgenden fiktiven Beratungssituationen.

Beratungsprotokoll

„Ich hab' gar keine Ahnung!“

„Es gibt viele Jugendliche, die noch nicht wissen, welches ihr Traumjob sein könnte, wenn sie in die Beratung kommen“, sagt Dr. Wulf Kobusch, Berufsberater bei der Arbeitsagentur in Gütersloh. Wie ein Gespräch in diesem Fall häufig aussieht, erläutert er am Beispiel von Niklas (17), der keine Idee hat, wie es nach dem Abitur für ihn weitergehen soll und der sich daher an die Berufsberatung wendet. Ein fiktives Beispiel, aber durchaus typisch.

Ein junger Mann bei der Berufsberatung.

Foto: Martina Striegl

„Zu Beginn der Beratung habe ich Niklas aufgefordert, mir zu berichten, was er gerne macht, welches seine Lieblingsfächer in der Schule sind und womit er sich privat beschäftigt. Meine Erfahrung ist, dass das reine Nachdenken darüber, was man später machen möchte, nicht immer weiterhilft. Stattdessen empfehle ich Ratsuchenden zum Beispiel, einen der Selbsttests im Internet zu machen, etwa Was studiere ich oder borakel. Auch Internetportale wie abi>> und Berufe TV, Datenbanken wie das BERUFENET und AusbildungPlus helfen bei der Orientierung und zeigen, wie der Alltag in verschiedenen Berufen aussieht. Es gibt eine ganze Reihe von Entscheidungshilfen; in den Berufsinformationszentren findet man zum Beispiel Mappen mit spannenden Berufsreportagen und anderen Informationen.

Ist noch nicht klar, ob es nicht doch eher eine Ausbildung als ein Studium sein soll, helfen Praktika weiter, um sich auszuprobieren. Niklas tendiert eher zum Studium, also gebe ich ihm den Tipp, auf den Websites der Hochschulen nachzulesen, welche Inhalte im Studium vermittelt werden sollen, und sich zu fragen, ob er sich vorstellen kann, sich einige Jahre mit diesen Themen zu beschäftigen. Außerdem erkläre ich ihm, dass die Entscheidung für ein bestimmtes Studium nicht automatisch eine Entscheidung für einen bestimmten Beruf ist. Zwar führt zum Beispiel ein Jurastudium in der Regel zu einer Tätigkeit als Rechtsanwalt/-anwältin, Richter/in oder Staatsanwalt/-anwältin, doch wer ein Fach wie etwa Kommunikationswissenschaft wählt, kann später unter anderem als Journalist/in, Pressesprecher/in oder als PR-Berater/in tätig werden. Niklas ist zufrieden mit den Anregungen, die er erhalten hat und möchte sich nun an die Recherche machen. Wir vereinbaren einen zweiten Beratungstermin in sechs Wochen.

Empfehlenswert: vor Ort informieren

Als Niklas zum zweiten Mal in die Beratung kommt, berichtet er, dass er einige Tage in einem Labor hospitiert hat, um die Arbeit von Physikalisch-technischen Assistenten/-innen kennenzulernen. Dabei hat er festgestellt, dass er tatsächlich lieber studieren möchte, um später selbstständiger arbeiten zu können. Niklas hat ein Physikstudium in die nähere Wahl gezogen. Ich weise ihn darauf hin, dass er, wenn er möchte, an einem Studienfeldbezogenen Beratungstest, den der Psychologische Dienst der Arbeitsagenturen anbietet, teilnehmen kann, um zu überprüfen, ob seine Fähigkeiten für ein naturwissenschaftliches Studium ausreichen. Bevor er sich bei einigen Hochschulen um einen Studienplatz bewirbt, informiere ich ihn außerdem darüber, dass er im CHE-Hochschulranking Anhaltspunkte erhalten kann, wie es um die Laborausstattung, die Betreuung sowie die Studiensituation insgesamt an den einzelnen Studienorten bestellt ist. Ich empfehle ihm, an einem Hochschulinformationstag oder an einem Schnupperstudium an den Unis teilzunehmen, die in die engere Wahl kommen. Dann kann er gut vorbereitet ins Studium starten.“

Beratungsprotokoll:

Typisch weiblich, typisch männlich?

Jule (16) hat sowohl in Chemie und Physik als auch in sprachlichen Schulfächern sehr gute Noten. Weil sie sich nicht zwischen einem naturwissenschaftlichen und einem geisteswissenschaftlichen Studiengang entscheiden kann, wendet sie sich an die Berufsberatung. Rainer Thiel, Berater für akademische Berufe bei der Arbeitsagentur in Lüneburg, erklärt, wie er in einem fiktiven Fall wie diesem Hilfestellung gibt.

Zwei junge Frauen recherchieren am Computer.

Foto: Martina Striegl

„Zunächst lasse ich Jule erzählen, um herauszufinden, was sie begeistert und über welche Informationen sie schon verfügt. Jule berichtet, dass sie in ihrer Kindheit am liebsten mit dem Chemie-Baukasten Experimente durchgeführt hat. Im Rahmen eines „Girls‘ Days“ hat sie das Rechenzentrum und die Chemielabore an der hiesigen Uni erkundet und konnte selbst einiges ausprobieren. So wurde ihr zum Beispiel gezeigt, wie man Bausätze lötet. Jule berichtet, dass sie alles sehr spannend und interessant gefunden hat.

Damit ich sie optimal beraten kann, versuche ich auch herauszufinden, welchen Bezug Jule zu den geisteswissenschaftlichen Fächern hat. Sie erzählt mir, dass sie in ihrer Freizeit viel Zeit mit Lesen verbringt und in der 10. Klasse an einer Theater-AG teilgenommen hat. Von ihrer Cousine, die Kulturwissenschaften studiert, hat sie einiges über die Inhalte des Studienangebots erfahren. Jule weiß schon, dass sie während des Studiums selbst herausfinden muss, in welchen Bereichen sie später arbeiten möchte, wenn sie ein geisteswissenschaftliches Fach wählt. Dazu kann sie Praktika absolvieren und im Studium entsprechende Schwerpunkte setzen.

Gute Chancen für Frauen im MINT-Bereich

Ich weise Jule darauf hin, dass sie in einem sogenannten MINT-Beruf (Mathe, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) auf jeden Fall gute Verdienst- und Beschäftigungsaussichten hätte. Aus vielen Beratungen weiß ich, dass junge Frauen an den Hochschulen in männerdominierten Studiengängen gute Erfahrungen machen – sie werden weder bevorzugt noch benachteiligt.

Da Jules Leistungen in Mathematik, aber auch in Chemie exzellent sind, ermutige ich sie, über die Fachschaften Kontakt zu Studentinnen aus diesen Fächern aufzunehmen, um sich nach den konkreten Erfahrungen im Studium zu erkundigen. Außerdem rate ich ihr, an Informationstagen an verschiedenen Hochschulen teilzunehmen. An der Technischen Universität Hannover könnte Jule zum Beispiel an einem Juniorstudium oder an speziellen Projekten zur Förderung von Oberschülerinnen teilnehmen. Jule ist von diesen Vorschlägen recht angetan und will sich in Mathe oder Chemie weiterinformieren.“

Beratungsprotokoll:

Studium oder Ausbildung?

Am liebsten möchte Paul (16) später beruflich etwas mit Technik oder Informatik machen. Doch er ist sich unsicher, ob er lieber eine Ausbildung oder ein Studium beginnen sollte – eine Entscheidung, vor der viele Schüler/innen stehen. Dr. Wulf Kobusch von der Arbeitsagentur in Gütersloh weiß auch in diesem fiktiven Fall Rat.

Ein junger Mann und eine Frau sehen sich gemeinsam eine abi>> Mappe im BIZ an.

Foto: Martina Striegl

„Studium oder Ausbildung – beides hat seine Vor- und Nachteile. Daher frage ich Paul zuerst nach seiner Motivation. Denn es gibt junge Leute, die nach der Schule unbedingt die Praxis kennenlernen wollen. Sie haben keine Lust mehr, sich mit Theorien zu befassen, möchten Geld verdienen und auf eigenen Beinen stehen. Doch Paul sagt, dass er durchaus motiviert ist, noch einige Jahre weiter zu lernen. Allerdings würde er die Theorie gern mit praktischen Erfahrungen verbinden.

Ich erkläre ihm, dass ein Studium an einer Fachhochschule im Vergleich zur Universität in der Regel mehr Praxisnähe aufweist. Dann frage ich Paul, ob er schon an ein duales Studium gedacht hat. Da er diese Form der Ausbildung nicht kennt, erkläre ich ihm die Besonderheiten: Vor Beginn eines dualen Studiums müsste sich Paul in der Regel bei einem Unternehmen bewerben, das mit einer Hochschule kooperiert. Während des Studiums ist er in das Unternehmen eingebunden und leistet dort festgelegte Praxiszeiten ab. Je nach Modell würde er am Ende der Ausbildungszeit nicht nur über einen Hochschulabschluss, sondern auch über einen Berufsabschluss verfügen. Auch die Finanzierung eines solchen Studiums hat Vorteile, da die Praxisphasen in vielen Fällen vergütet werden. Weil Paul sein Studium über BAföG finanzieren und nebenbei wahrscheinlich jobben müsste, ist er von dieser Alternative angetan.

Eine Herausforderung, die sich lohnt

Ich rate ihm, es sich trotzdem gut zu überlegen und weise ihn darauf hin, dass die Arbeitsbelastung höher ist als in einem normalen Studium. Er hätte keine Semesterferien, sondern nur Urlaubstage im Betrieb. Paul denkt einen Moment lang nach. Er sagt, dass er es sich durchaus vorstellen kann, ein paar Jahre lang seine Freizeitaktivitäten zurückzustellen, um seine Zeit in eine Ausbildung zu investieren, die ihm gute berufliche Chancen eröffnet. Ich mache Paul darauf aufmerksam, dass er auch bedenken sollte, dass er sich mit der Entscheidung für ein duales Studium einige Zeit an ein bestimmtes Unternehmen bindet. Während des Studiums noch andere Branchen und Unternehmen kennenzulernen, ist also kaum möglich. Nachdem Paul sich alle Argumente für und gegen ein duales Studium angehört hat, erklärt er mir, dass er diese Möglichkeit aufgrund des engen Praxisbezugs für die beste hält. Abschließend empfehle ich ihm daher – um seine Bewerbungschancen zu erhöhen – zunächst ein Praktikum in dem Unternehmen seiner Wahl zu absolvieren.“

Beratungsprotokoll:

„Ich weiß längst, was ich werden will“

Sandra (17) möchte schon seit Grundschulzeiten Ärztin werden. Jetzt ist sie in der 11. Klasse, hat festgestellt, dass ihr Notendurchschnitt nur bei 2,0 liegt – und sucht daher nach alternativen Wegen. Dr. Burkhard Venz, Teamleiter für akademische Berufe der Arbeitsagentur Leipzig, zeigt an diesem fiktiven Beispiel, wie er in solchen Fällen vorgeht.

Ein Wegweiserschild an einem Baum. Darauf steht "Traumberuf".

Foto: Martin Rehm

„Zunächst weise ich Sandra darauf hin, dass sie aufgrund des Notendurchschnitts eine längere Wartezeit – derzeit rund sechs Jahre – überbrücken müsste, bis sie zum Medizinstudium zugelassen wird. Um sie sinnvoll zu nutzen, könnte sie zunächst eine Ausbildung absolvieren. Es bieten sich Berufe an, die einen Bezug zur Medizin haben, beispielsweise Physiotherapeutin, Gesundheits- und Krankenpflegerin oder Medizinisch-technische Radiologieassistentin. Doch ob Sandra sich dann tatsächlich vorstellen kann, nach einigen Jahren im Beruf noch ein Studium aufzunehmen? Wir besprechen diese Perspektive, außerdem erkläre ich ihr, dass der Weg zum Facharzt eine Ausbildungszeit von rund zehn Jahren umfasst und es nicht leicht ist, dies zum Beispiel mit Familienplänen zu vereinbaren.

Bauchgefühl oder Karriereaussichten?

Sandra hört sich meine Ausführungen an, möchte ihren „Traumberuf“ aber nicht aufgeben. Ich frage sie, ob sie bereits alternative Studiengänge, etwa Biologie oder Chemie, in ihre Überlegungen einbezogen hat. Sandra erklärt noch einmal, dass sie auf jeden Fall Ärztin werden möchte. Da ich davon ausgehe, dass das „Bauchgefühl“ ihr sagt, was für sie das Richtige ist, suchen wir gemeinsam nach Wegen, um ihren Medizintraum zu verwirklichen. Denn auch Berufswünsche junger Menschen, die nicht die besten Arbeitsmarktchancen oder Karriereaussichten bieten, haben durchaus ihre Berechtigung. Möchte jemand beispielsweise unbedingt Ägyptologie studieren, erkläre ich den Ratsuchenden, dass es nur wenige Stellen an Hochschulen oder in Museen gibt und dass man daher mobil sein sollte, um einen Arbeitsplatz zu bekommen. Vielleicht bedeutet die Entscheidung auch, später keinen festen Job zu haben und als freiberuflicher Dozent zu arbeiten. Diese Aspekte sollte man bedenken, damit es nicht zu Enttäuschungen kommt.

Auch Sandra will den Berufswunsch realisieren, der ihr am meisten am Herzen liegt, und ist bereit, dafür einiges auf sich zu nehmen. Daher informiere ich sie auch über die Möglichkeit, das Studium im Ausland zu absolvieren. In Österreich etwa kann sie sich unabhängig von der Durchschnittsnote bewerben, muss aber einen Test bestehen. Auch in anderen europäischen Ländern werden Medizinstudiengänge angeboten, die teilweise jedoch sehr teuer sind. So belaufen sich beispielsweise die Gebühren für den deutschsprachigen Medizinstudiengang an der Semmelweis Universität in Budapest auf 5.900 bis 6.500 Euro pro Semester. Sandra will daher zunächst mit ihren Eltern darüber sprechen, ob diese sie finanziell unterstützen können. Zum Abschluss des Gesprächs weise ich sie darauf hin, dass sie sich informieren sollte, ob der Studienabschluss in Deutschland anerkannt wird, bevor sie im Ausland das Studium beginnt.“

Interview

„Jeder hat ein Recht auf Irrtum“

studienwahl.de sprach mit Stefan Hatz von der Gesellschaft für Information, Beratung und Therapie an Hochschulen e.V. (GIBeT) über Informationen und Entscheidungshilfen bei der Wahl des Studienfachs.

StuB: Herr Hatz, was raten Sie Abiturienten, die sich nicht eindeutig auf ein Studienfach festlegen können und die beispielsweise zwischen sehr unterschiedlichen Studiengängen, etwa Geschichte und Mechatronik, schwanken?

Stefan Hatz: In einem solchen Fall würde ich empfehlen, sich einfach in eines der beiden Fächer einzuschreiben. Jeder hat ein Recht auf Irrtum! Stellt sich im ersten Semester heraus, dass es die falsche Entscheidung war, kann man immer noch wechseln. Kaum ein Personaler wird das im Lebenslauf negativ bewerten. Denn es zeigt, dass jemand seinen Fehler erkannt und rechtzeitig die Konsequenzen gezogen hat.

StuB: Manchmal fällt auch die Entscheidung zwischen zwei nah beieinander liegenden Fächern wie Mathematik und Informatik schwer. Was kann man tun?

Stefan Hatz: Grundsätzlich rate ich dazu, sich Hochschulen anzuschauen und an Lehrveranstaltungen teilzunehmen. Von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen, ist es jederzeit möglich, sich in einem Seminar oder einer Vorlesung dazu zu setzen. Um sicher zu gehen, können Studieninteressierte die Fachstudienberatung anrufen und nachfragen, welche Lehrveranstaltung besonders geeignet ist. Auch die Studienberatung hilft weiter. Das Beratungsgespräch zielt darauf ab, gemeinsam herauszufinden, was die beste Entscheidung ist.

StuB: Welche Informationsangebote bieten die Hochschulen darüber hinaus?

Stefan Hatz: Es gibt zum Beispiel Hochschulinformationstage. Sich vor Ort einen Eindruck zu verschaffen, ist immer sinnvoll. Schulen sind verpflichtet, Schüler freizustellen, wenn sie daran teilnehmen möchten. Angebote wie ein Frühstudium, Sommeruniversitäten oder ein Studium Generale sind für Schüler oft ein qualitativer Sprung (Anm. d. Red.: Das "Studium Generale", das an vielen Hochschulen Tradition hat, gibt Einblicke in die Studieninhalte verschiedener Disziplinen. Es dient dazu, über das eigene Fach hinaus Wissen zu erlangen und den Horizont zu erweitern. Das Spektrum des Studium Generale, das an manchen Hochschulen auch Studium Universale, Fundamentale oder Integrale heißt, ist meist breit gefächert.). Es geht nicht nur darum, Hochschulatmosphäre zu schnuppern, sondern man wird auch mit anderen Ansprüchen als in der Schule konfrontiert. Ich sage immer: ,Keine Angst, Gefühle von Überforderung gehören anfangs dazu. Nach und nach findet ihr euch zurecht!‘

Weitere Informationen

BERUFENET
Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.500 ausführlichen Berufsbeschreibungen in Text und Bild
www.berufenet.arbeitsagentur.de

KURSNET
Portal der Berufe der Bundesagentur für Arbeit für die berufliche Aus- und Weiterbildung
http://kursnet-finden.arbeitsagentur.de/kurs/index.jsp

Berufe TV
Filmportal der Bundesagentur für Arbeit mit über hundert Filmen über Ausbildungs- und Studienberufe
www.berufe.tv/BA

Hochschulkompass
Datenbank der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) mit Studienmöglichkeiten
www.hochschulkompass.de

wege-ins-studium
Informationsportal zur Information und Beratung über alle Fragen rund um das Studium und den Akademikerarbeitsmarkt
www.wege-ins-studium.de/de/index.htm

AusbildungPlus
Datenbank mit dualen Studiengängen und Ausbildungsangebote mit Zusatzqualifikation
www.ausbildungplus.de/html/149.php

Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Das BIBB informiert über Ausbildungsberufe und Informationsquellen für Jugendliche.
www.bibb.de/de/26171.htm

Gesellschaft für Information, Beratung
und Therapie an Hochschulen e.V. (GIBeT)

Informationen über die Studienberatung an Hochschulen und Universitäten
www.gibet.de/verstaendnis.html

Boys’Day
Informationen rund um den bundesweiten Berufsorienteriungstag für Jungen ab der 5. Klasse
www.boys-day.de

Girls’Day
Informationen rund um den Berufsorientierungstag für Mädchen zwischen 10 und 15 Jahre
www.girls-day.de

Komm mach MINT
Nationaler Pakt für Frauen in MINT-Berufen
www.komm-mach-mint.de

Stand: 17.04.2012

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