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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Zu sehen ist eine Gruppe von Studierenden, die sich im Kreis aufgestellt haben und in die Kamera lächeln.
Teamarbeit macht Spaß! Studienwahl.de zeigt, welche studentischen Initiativen es gibt. Foto: Thomas Riese

Studierendeninitiativen: Engagement zeigen neben dem Studium

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Als Denise Schwarz zum ersten Mal den ELSA-Stammtisch der Lokalgruppe Osnabrück besuchte, wusste sie noch nicht genau, worum es bei der Studierendeninitiative geht. Die heute 22-Jährige hatte erst wenige Wochen zuvor ihr Studium der Rechtswissenschaft an der Universität Osnabrück begonnen. Auf einer Einführungsveranstaltung hatte sie von der „European Law Students' Association“ (ELSA) gehört und fand die Initiative interessant, weil sie gut zu ihrem Fach passt. „Beim Stammtisch erfuhr ich, was ELSA macht: ELSA vermittelt bezahlte Auslandspraktika für Jurastudierende. Zudem werden Exkursionen, Seminare und Konferenzen organisiert und sogenannte Moot-Courts veranstaltet, das sind simulierte Gerichtsverhandlungen“, berichtet Denise Schwarz. Mit 38.000 Mitgliedern ist die Initiative in 42 Ländern vertreten.

„Die Präsidentin der Lokalgruppe meinte, wenn ich ELSA wirklich kennen lernen will, sollte ich zur Generalversammlung nach Heidelberg mitkommen. Das habe ich noch während des ersten Semesters gemacht – und war total begeistert“, berichtet Denise Schwarz. Bei den nationalen Treffen kommen Jurastudierende aus ganz Deutschland zusammen. „Man hat gleich eine Gemeinsamkeit: das Studienfach.“

Denise Schwarz  hat lange Haare und trägt ein Kleid.

Denise Schwarz

Foto: Privat

Seit dem Besuch der Generalversammlung hat sich Denise Schwarz immer mehr für ELSA engagiert. Sie ließ sich in den lokalen Vorstand wählen und seit kurzem ist sie Direktorin für Public Relations bei ELSA-Deutschland.

Gelegentlich wird Denise Schwarz gefragt, weshalb sie überhaupt neben ihrem zeitintensiven Studium ehrenamtlich in der Initiative mitmacht. „Das hat vor allem zwei Gründe: Zum einen lerne ich durch ELSA viele Leute kennen und zum anderen kann ich bei den Projekten meinen Horizont erweitern. Ich mag das“, erklärt die Studentin. Inzwischen ist sie an die Westfälische Wilhelms-Universität Münster gewechselt und befindet sich im fünften Semester. Bei der ELSA-Lokalgruppe Osnabrück schaut sie trotz des Wechsels nach Münster regelmäßig vorbei.

Deutschlandweit gibt es hunderte Initiativen

ELSA ist nur eine von vielen studentischen Vereinigungen. Nach Angaben der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg etwa gibt es vor Ort an der fränkischen Universität über 115 studentische Initiativen. Die Biochemie-Studentin Lorena Brandstetter schätzt, dass es in Deutschland mehrere Hundert gibt. Neben ihrem Masterstudium an der Medizinischen Hochschule Hannover (drittes Semester) arbeitet die 28-Jährige bei der Biotechnologischen Studenteninitiative (btS) mit und ist Koordinatorin des Verbandes deutscher Studenteninitiativen, dem Zusammenschluss von derzeit sieben großen Initiativen.

Als Studierendeninitiative bezeichnen sich studentische Gruppen, die zwischen Studierenden, Unternehmen und anderen Einrichtungen Kontakte fördern und sowohl inner- als auch außeruniversitäre Ziele verfolgen. Hierzu gehören zum Beispiel auch die Fachschaftsinitiativen, die Erstsemestern beim Studienstart unter die Arme greifen und Einführungsveranstaltungen durchführen, die ASTA-Netzwerke, welche die hochschulpolitischen Interessen der Studierenden vertreten sowie größere Vereinigungen, die Unternehmenskontaktmessen, Auslandsaufenthalte, Praktikumsplätze und Ähnliches organisieren (siehe Tabelle: ). In der Regel handelt es sich um als gemeinnützig eingetragene Vereine (e.V.).

Zu sehen ist Lorena Brandstetter. Sie hat langes Haar und trägt ein T-Shirt.

Lorena Brandstetter

Foto: Privat

„Das Tätigkeitsspektrum von Studierendeninitiativen ist facettenreich: Manche helfen den Studierenden, schon früh Bezug zur Praxis zu finden, indem sie Kontakte zu Unternehmen herstellen oder Messen organisieren. Zudem gibt es Initiativen, die den internationalen Austausch fördern“, erklärt Lorena Brandstetter. Und obwohl studentische Vereinigungen meist von Studierenden einer bestimmten Fachrichtung gegründet wurden, können sich üblicherweise auch Eingeschriebene fachfremder Studiengänge dort einbringen (Ausnahmen: fachspezifische Initiativen wie zum Beispiel ELSA oder btS sowie die Fachschaftsinitiativen).

„Um die richtige Initiative zu finden, muss man nur die Augen offenhalten“, rät die Koordinatorin. „Man kann in einer studentischen Vereinigung als einfaches Mitglied mitwirken oder bestimmte Ämter übernehmen und so in der Hierarchie der Initiative aufsteigen, bis hin zum lokalen oder nationalen Vorstand.“ Eines sollte man dabei aber nicht vergessen: das Studium. „Man sollte seine Zeit schon gut managen, um beides unter einen Hut zu bringen. Es ist unter anderem genau diese Fähigkeit zum Selbst- und Zeitmanagement, die von Personalverantwortlichen geschätzt wird“ (siehe Personaler-Statements: ).

Tabelle

Große studentische Vereinigungen im Überblick (Auswahl)

Ehrenamtliches Engagement lohnt sich: Studierendeninitiativen bieten die Chance, Erfahrungen außerhalb des Studiums zu sammeln und interessante Kontakte zu knüpfen. Studienwahl.de stellt eine Auswahl vor – gegliedert nach Fachbereichen.

Fächerübergreifende
Initiativen:
   
Aegee-Europe Das Europäische Studierenden Forum besteht aus etwa 13.000 Mitgliedern in ganz Europa. Aegee will Studierende verschiedener kultureller Hintergründe zusammenbringen. www.aegee.de
AIESEC e.V. AIESEC ist in über 100 Ländern vertreten. Die Vereinigung vermittelt Studierenden aller Fachrichtungen Praktika im Ausland (u.a. in den Bereichen Marketing, IT und Entwicklungshilfe). www.aiesec.de
bonding-studenteninitiative e.V. bonding ermöglicht Kontakte zwischen Studierenden und Unternehmen. Die Initiative gibt Einblicke in die Berufspraxis – etwa durch Vorträge, Trainings und Messen. www.bonding.de
Market Team e.V. Market Team bietet für Studierende aller Fachrichtungen Workshops, Seminare, Ausflüge etc. an. Ziel: Studierende mit dem Berufsleben vertraut machen. www.marketteam.org
Wirtschaftswissenschaften:    
Bundesverband der Börsenvereine an deutschen Hochschulen (BVH) e.V. Die Studierendenvereinigung besitzt eine starke Finanz- und Kapitalmarktaffinität und hat sich zum Ziel gesetzt, die Aktienkultur in Deutschland zu fördern. Angeboten werden z.B. Workshops, Vorträge und Exkursionen zu börsennahen Themen. www.bvh.org
Marketing zwischen Theorie und Praxis e.V. (MTP) Die Initiative soll dazu beitragen, die Marketingausbildung an Universitäten praxisnäher zu gestalten. An 17 Hochschulstandorten engagieren sich etwa 32.000 Mitglieder ehrenamtlich. www.mtp.org
Natur- und Ingenieur-wissenschaften:    
Biotechnologische Studenteninitiative e.V. (btS) btS sieht sich als Schnittstelle zwischen Studierenden, Promovierenden, Lehrenden, Forschungsinstituten und Unternehmen der Life Sciences. https://bts-ev.de/
International Association for the Exchange of Students for Technical Experience (IAESTE) Die Organisation vermittelt Auslandspraktika für Studierende der Natur- und Ingenieurwissenschaften sowie der Land- und Forstwirtschaften. IAESTE gibt es weltweit. www.iaeste.de
Rechtswissenschaften:    
European Law Students’ Association (ELSA) e.V. ELSA ist die weltgrößte Jurastudierendenvereinigung in 42 Ländern. Die Mitglieder der Organisation können z.B. an unentgeltlichen Seminaren (etwa in Kommunikation und Präsentation) teilnehmen. www.elsa-germany.org
Religion und Weltanschauung:    
Evangelische Studentengemeinde (ESG) Die ESG hat es sich zur Aufgabe gemacht, zwischen Hochschule und Kirche zu vermitteln. Die Initiative will dazu anregen, sich mit Fragen und Problemen zu befassen, die an der Hochschule eher am Rande aufgeworfen werden. www.bundes-esg.de
Katholische Hochschulgemeinde (KHG) Der Schwerpunkt katholischer Hochschulgemeinden liegt auf der seelsorgerischen Arbeit. www.fhok.de
Politik:    
Juso-Hochschulgruppen
 
Studierendenverband der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD). Die Hochschulgruppen setzen sich u.a. für die sozialen Belange von Studierenden ein. www.jusohochschul
gruppen.de
 
Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS)  Der RCDS ist eine Sonderorganisation der CDU/CSU. Die Organisation setzt sich für studentische Interessen sowie Bildungs- und Hochschulpolitik ein. www.rcds.de 
Liberale Hochschulgruppen  Studierendenverband der Freien Demokratischen Partei (FDP). Bundesweit gibt es über 50 Mitgliedsgruppen. www.liberale-hochschulgruppen.de 
Campusgrün – Bundesverband grün-alternativer Hochschulgruppen  Bundesweiter studentischer Zusammenschluss der Partei Bündnis 90/Die Grünen. Campusgrün hat derzeit 50 Mitgliedsgruppen. www.campusgruen.de 
Initiative zum Austausch zwischen Schüler(inne)n und Studierenden:    
ArbeiterKind.de ArbeiterKind.de ermutigt Schülerinnen und Schüler nicht-akademischer Herkunft zur Aufnahme eines Studiums und unterstützt Studierende auf ihrem Weg zum erfolgreichen Studienabschluss. www.arbeiterkind.de
Rock your life  Die Organisation baut Brücken zwischen Schülern, Studierenden und Unternehmen. Rock your life hilft v.a. sozial benachteiligten Schülern aus bildungsfernen Milieus. www.rockyourlife.de 
Studenteninitiative für Kinder e.V.  Die Initiative bietet sozial benachteiligten Kindern und Jugendlichen kostenlos Nachhilfe. www.studenteninitiative-fuer-kinder.de 

Personaler-Statements

„Immer ein Pluspunkt"

Wie sinnvoll ist die Mitarbeit in einer Studierendeninitiative im Hinblick auf den späteren Karriereweg? Wir haben drei Personalverantwortliche um ihre Einschätzung gebeten.

 

Zu sehen ist ein Porträtbild von Dr. Blum. Er trägt einen Anzug.

Dr. Felix Blum

Foto: Privat

Dr. Felix Blum, Leiter des Personalwesens beim Verlag Gruner + Jahr:


„Es kommt immer auf die Initiative an, aber grundsätzlich sehen wir ehrenamtliches Engagement positiv. Wer sich in einer studentischen Vereinigung einbringt, beweist zum Beispiel, dass er/sie über den Tellerrand blicken kann und bereit ist, Zusatz-Skills zu erwerben."

 




 

Monika Danner hat kurze Haare und trägt eine Brille.

Monika Danner

Foto: Privat

Monika Danner, Leiterin der Schul- und Hochschulkooperationen bei der Deutschen Bahn:

„Sich für eine Idee oder einen Verein zu engagieren, ist generell eine wertvolle Erfahrung und prägt eine Persönlichkeit. Eine ehrenamtliche Tätigkeit spricht dafür, dass ein/e Bewerber/-in bereit ist, Verantwortung zu übernehmen und sich zu engagieren – das ist immer ein Pluspunkt. Daher arbeiten wir bei der Deutschen Bahn auch eng mit Studierendeninitiativen wie AIESEC oder bonding zusammen und unterstützen diese."


Rainer Schmidt-Rudloff hat ein Sakko an und trägt eine Brille.

Rainer Schmidt-Rudloff

Foto: Privat

Rainer Schmidt-Rudloff, University Relations Manager bei Infineon Technologies:


„Studierendenvereinigungen sehen wir sehr positiv. Dort engagieren sich junge Menschen, die oft interdisziplinär zusammenarbeiten. Dabei sammeln die Studierenden Erfahrungen, die auch im Berufsleben wichtig sind: Wie motiviere ich andere zur Mitarbeit? Wie gehe ich mit einem Budget um? Wie präsentiere ich überzeugend? Damit punktet man auch bei Infineon.“

 

 

Studienreportage IAESTE

Weltweite Kontakte knüpfen

Den eigenen Horizont erweitern und ausländischen Praktikant(inn)en helfen: Tobias Zekorn (23) studiert den Bachelorstudiengang „Elektrotechnik, Informationstechnik und Technische Informatik“ an der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen. Neben seinem Studium arbeitet er bei der Praktikumsbetreuung von IAESTE mit. Den zusätzlichen Zeitaufwand für sein Ehrenamt hält er für sehr sinnvoll, denn auf diese Weise trifft er viele interessante Leute.

Zu sehen ist ein Porträtfoto von Tobias Zekorn.

Tobias Zekorn

Foto: Privat

Tobias Zekorn ist seit fast zwei Jahren bei IAESTE und hat schon Studierende aus vielen verschiedenen Ländern kennengelernt – etwa aus Dubai, Bangladesch oder Mazedonien. „Als ich mich zu Beginn meines Studiums über mögliche Wege ins Ausland informierte, bin ich durch einen IAESTE-Mitarbeiter auf die Studierendeninitiative gestoßen. Seitdem engagiere ich mich im Lokalkomitee Aachen“, erzählt der Elektrotechnik-Student.

IAESTE ist die weltweit größte Austauschorganisation für Studierende natur- und ingenieurwissenschaftlicher Fachrichtungen. Gegründet wurde die Initiative im Jahr 1948. Heute verfügt IAESTE über ein weltweites Netz von Nationalkomitees in mehr als 80 Ländern. Die Organisation vermittelt vor allem Auslandspraktika: „Unser Team in Aachen besteht aus etwa 20 Ehrenamtlichen. Wir erkundigen uns bei Unternehmen, ob sie Interesse an internationalen Praktikant(inn)en haben und nehmen ihre Wunschvorstellungen auf.“ Gleichzeitig befragen wir interessierte Studierende, inwieweit ein Bedarf an Auslandspraktika besteht.“ Die gesammelten Erkenntnisse werden dann an das nationale IAESTE-Komitee und von dort aus an eine nationale Delegation weitergeitet. Auf der jährlichen IAESTE-Konferenz findet schließlich ein Austausch der weltweiten Stellenangebote statt.

Ansprechpartner für ausländische Praktikant(inn)en

Die eigentliche Arbeit des Lokalkomitees besteht jedoch in der Praktikumsbetreuung. Bereits vor Ankunft der ausländischen Praktikant(inn)en hat das Lokalkomitee einiges zu tun: „Wir mieten möblierte Wohnungen an und suchen für alle Praktikant(inn)en Paten, die sich um sie kümmern: Sie holen die Praktikant(inn)en vom Bahnhof ab, zeigen ihnen die Wohnung, den Arbeitsplatz sowie die Stadt und sind Ansprechpartner für alle Fälle“, erklärt Tobias Zekorn. Während die ausländischen Studierenden ihr Praktikum absolvieren, bringt ihnen das Lokalkomitee die deutsche Kultur und Lebensweise näher: „Wir machen Ausflüge, zum Beispiel zu Burgen im Umland, aber auch längere Fahrten zusammen mit anderen Lokalkomitees etwa nach Hamburg und Berlin.“

Natürlich bringt das Engagement bei IAESTE eine Menge Arbeit mit sich. „Aber die Freude daran, Leute aus dem Ausland und aus anderen deutschen Städten zu treffen und gemeinsam viel zu erreichen, wiegt einiges auf. Außerdem sind wir ein großes Team und jeder arbeitet mit“, berichtet Tobias Zekorn.

Nach den Klausuren wird der junge Mann, der inzwischen kurz vor dem Abschluss seines Studiums steht, übrigens selbst ins Ausland gehen: an eine Universität nach Bangalore (Indien). Die Vermittlung seines Praktikums erfolgt – wie wäre es auch anders zu erwarten – durch IAESTE.

Berufsreportage AIESEC

Das Ehrenamt als Karriere-Sprungbrett

Bereits im ersten Semester ihres BWL-Studiums engagierte sich Christin Heuer bei AIESEC, einer der ältesten und bekanntesten internationalen Studierendeninitiativen. Dort brachte sie es bis zur Präsidentin ihres Lokalkomitees. Heute arbeitet die 29-Jährige als Projektkoordinatorin für Ashoka, eine weltweit tätige Non-Profit-Organisation, und ist viel unterwegs. Ein Traumjob, wie sie selbst sagt.

Zu sehen ist ein Porträtfoto von Christin Heuer. Sie hat kurzes Haar und trägt eine Brille.

Christin Heuer

Foto: Privat

Christin Heuer hatte schon zu Beginn ihres Studiums klare Berufswünsche: Sie wollte einen Job, bei dem sie viel reisen, selbstbestimmt arbeiten und die Welt ein wenig besser machen kann. „Viele Leute sagten mir, so etwas gibt es nicht. Aber ich bin drangeblieben – und habe inzwischen meinen Traumjob gefunden“, erzählt sie stolz.

Wichtige Vorerfahrungen für ihren heutigen Berufsalltag konnte Christin Heuer bei AIESEC sammeln. Sie kam zu der Studierendeninitiative, als sie Betriebswirtschaftslehre an der Universität Augsburg studierte. „Mitglieder von AIESEC haben sich damals in einer Vorlesung vorgestellt und erzählt, dass sie Auslandspraktika vermitteln. Ich bin daraufhin zu einem Infotreffen gegangen und habe mich dann nach und nach stärker bei der Initiative engagiert.“ AIESEC ist vor etwa 60 Jahren mit dem Ziel gegründet worden, den internationalen Austausch junger Menschen zu fördern. Die Lokalkomitees an den Hochschulstandorten vermitteln unter anderem Praktika für Studierende aus dem Ausland und betreuen diese während ihres Aufenthaltes. Weltweit arbeiten rund 86.000 Studierende in über 100 Ländern für AIESEC.

Von der Praktikumsbetreuung bis zum Präsidium

Zu Beginn half Christin Heuer bei der Praktikumsbetreuung mit. Sie organisierte Unterkünfte für ausländische AIESEC-Studierende und bot Hilfestellungen bei Behördengängen. Später hat sie auch selbst Konferenzen auf die Beine gestellt, um neue Mitglieder und Partner für die Initiative zu gewinnen: „Ich bin auf Unternehmen zugegangen, habe Veranstaltungen organisiert und Workshops gegeben. Am schönsten waren aber die Erfahrungen mit den Praktikant(inn)en. Ich werde zum Beispiel nie vergessen, wie ich mir mit einem Praktikanten aus Venezuela eine Schneeballschlacht geliefert habe – für ihn war es die erste seines Lebens!“

Die BWL-Studentin engagierte sich gut fünf Jahre lang für AIESEC. Sie übernahm verschiedene Ämter, zuletzt war sie Präsidentin ihres Lokalkomitees mit 35 Mitgliedern. 2009 kandidierte sie sogar für das Präsidenten-Amt des nationalen Vorstandes von AIESEC Deutschland – doch leider ohne Erfolg.

Großer Nutzen für heutige Tätigkeit

Zu sehen ist eine Weltkugel, die in einem Büro steht.

 Foto: Jens Oellermann

Ihr ehrenamtliches Engagement zahlte sich aus, als sie sich nach ihrem Studium um die Stelle als Projektkoordinatorin bei Ashoka, einer weltweit tätigen Nichtregierungsorganisation, bewarb. Im Bewerbungsgespräch überzeugte sie mit ihren Praxiserfahrungen und wurde übernommen.

„Ashoka fördert in erster Linie Sozialunternehmer/-innen. Das sind Personen, die dazu beitragen, durch innovative und unternehmerische Herangehensweisen soziale Probleme zu lösen“, erklärt Christin Heuer. Seit sie als Projektkoordinatorin bei Ashoka angefangen hat, ist Christin Heuer viel unterwegs: „Ich reise durch Deutschland und Europa, nach Berlin, München, Dublin oder Istanbul, um mir Projekte anzuschauen, Ashoka vorzustellen oder Workshops zu geben.“ Genauso, wie sie es sich immer gewünscht hat.

Weitere Informationen

Studienwahl.de
Tipps, wie man das Studium gezielt auf die Praxis ausrichtet (Soft Skills, Zusatzausbildungen, Praxiskontakte, Auslandserfahrungen etc.), finden Sie auch unter
www.studienwahl.de/de/studieren/studienplanung/fuer-praxis-sorgen.htm

abi >> dein weg in studium und beruf
Informationen über Studiengänge, Berufe und Arbeitsmarktchancen, zugeschnitten auf Abiturient(inn)en – inklusive Infos zum Campusleben und Möglichkeiten, sich zu engagieren:
www.abi.de > Studium > Wie studieren? > Campusleben

In den Beiträgen genannte Unternehmen und Organisationen:

Verband deutscher Studierendeninitiativen
www.vdsi.org

Verlag Gruner + Jahr
www.guj.de

Deutsche Bahn
www.bahn.de

Infineon Technologies
www.infineon.com

Ashoka Deutschland
http://germany.ashoka.org

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