Logo Stiftung für Hochschulzulassung Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo studienwahl.de
Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Zu sehen ist eine Studienberaterin, die gerade eine Studieninteressierte in einem leeren Hörsaal berät.
Eine persönliche Studienberatung im Vorfeld kann so manche Frage klären. Foto: Nancy Heusel

Studienbewerbung: Wie? Wo? Wann?

Drucken Versenden

In Deutschland führen drei verschiedene Wege an die Hochschule: Natürlich gibt es Studiengänge, bei denen keine Zulassungsbeschränkungen existieren, die also offen sind. Hier ist eine Bewerbung beziehungsweise die Immatrikulation ohne zusätzliche Hürden direkt bei der betreffenden Hochschule möglich, und zwar oft bis Vorlesungsbeginn.

Da jedoch in vielen Fällen die Nachfrage von Studieninteressierten das tatsächliche Angebot an Studienplätzen übersteigt, gibt es in vielen Studiengängen Zulassungsbeschränkungen – örtliche oder auch bundesweite. Das bedeutet, dass unter den Bewerber(inne)n eine Auswahl getroffen werden muss. Nach Angaben der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) wird derzeit bei etwa 51 Prozent der grundständigen Studiengänge ein Auswahlverfahren durchgeführt.

Unabhängig davon, ob ein Studiengang offen oder zulassungsbeschränkt ist: Wer an einer Hochschule oder Berufsakademie studieren möchte, muss eine Hochschulzugangsberechtigung mitbringen. Darüber hinaus sind in zahlreichen Studiengängen für die Zulassung sogenannte studiengangspezifische Voraussetzungen zu erfüllen. Wer zum Beispiel eine Sprache studieren möchte, muss häufig einen Sprachtest absolvieren: „Die Tests bewegen sich aber auf dem Niveau des Abiturs“, beruhigt Oliver Orth. Angehende Sportstudierende müssen die Sporteignungsprüfung bestehen, während für Kunst, Design und Architektur häufig eine Mappe mit Probearbeiten verlangt wird (siehe auch Porträt: „“). Und für künftige Lehramtsstudierende gibt es etwa den „Selbst-Test zur Studienorientierung“, der in Baden-Württemberg verpflichtend ist. Vielerorts wird inzwischen auch von anderen Studienbewerber(inne)n ein Nachweis der Teilnahme an einem Selbsterkundungsverfahren verlangt.

Örtliche Zulassungsbeschränkungen

Foto von Oliver Orth

Oliver Orth

Foto: Privat

Bei den hochschulinternen Auswahlverfahren wird die Mehrzahl der Studienplätze nach Kriterien der jeweiligen Hochschule vergeben: „Die Abiturnote wird oft als eines der Hauptkriterien herangezogen“, erklärt Oliver Orth, Studienberater der Universität Heidelberg. „Weitere Kriterien können etwa die Noten der Kernfächer (Mathematik, Deutsch, Englisch) sein, Noten von Schulfächern, die für den Studiengang relevant sind, abgeschlossene Berufsausbildungen, sonstige praktische Tätigkeiten, Wartesemester und/oder Härtefallregelungen. Manchmal werden auch Auswahltests, -gespräche oder Eignungsprüfungen durchgeführt. Die Note des/r zuletzt angenommenen Bewerbers/-in wird häufig als Numerus clausus (N.c.) bezeichnet, da sie die Grenznote für die Zulassung zum Studium bildet. Wichtig zu wissen: Der N.c. kann in jeder Bewerbungsphase anders ausfallen.“

Mehr zum Numerus clausus finden Sie unter www.studienwahl.de/de/studieren/bewerbung-zulassung.htm.

Verfahren von hochschulstart.de für örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge (Dialogorientiertes Serviceverfahren)

In zahlreichen örtlich zulassungsbeschränkten Studiengängen werden Studienplätze im sogenannten Dialogorientierten Serviceverfahren vermittelt: Es wurde zur Unterstützung der Hochschulen eingeführt und soll langwierige Nachrückverfahren vermeiden (siehe auch Porträt: „“). Zum Wintersemester 2014/15 beteiligen sich 62 Hochschulen mit knapp 300 Studiengängen. Studieninteressierte registrieren sich, wenn das Wunschstudienangebot am Verfahren teilnimmt, auf der Online-Plattform der Stiftung für Hochschulzulassung unter www.hochschulstart.de/dosv. Dort können sie den Bearbeitungsstand ihrer Bewerbung nachverfolgen und eine Rangliste (Prioritäten) ihrer Studienwünsche angeben. Je nach Vorgabe der Hochschule erfolgt die Bewerbung entweder über das Bewerbungsportal von hochschulstart.de oder direkt bei der Hochschule. Welcher Weg der richtige ist, erfahren Studieninteressierte bei den Hochschulen und bei hochschulstart.de.

Bundesweite Studienplatzvergabe

In den Fächern Humanmedizin, Pharmazie, Zahnmedizin und Tiermedizin (Letzteres kann nur zu einem Wintersemester begonnen werden) vergibt die Stiftung für Hochschulzulassung in Dortmund (www.hochschulstart.de) die Studienplätze bundesweit an deutsche und ihnen gleichgestellte Bewerber/-innen (zu den Details siehe auch Porträt: „“).

Dabei können an einigen Universitäten in Deutschland Bewerber/-innen für Human- oder Zahnmedizin mit dem Test für medizinische Studiengänge (TMS) ihre Chancen im Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH; siehe unten) verbessern.
Weitere Informationen zum TMS finden Sie unter www.studienwahl.de/de/studieren/bewerbung-zulassung/tipps-hinweise.htm.

Fristen beachten, Fragen vorab klären

Zu sehen ist eine Pinnwand mit einem Info-Plakat.

Foto: Jens Oellermann

„In der Regel muss eine Bewerbung an einer staatlichen Hochschule für das Wintersemester bis zum 15. Juli und für das Sommersemester zum 15. Januar erfolgen, es gibt jedoch auch Ausnahmen (etwa für die sogenannten Alt-Abiturient(inn)en). Man sollte daher auf jeden Fall einen Blick auf die Website der betreffenden Hochschule werfen“, rät Oliver Orth. „Darüber hinaus ist es wichtig, das jeweilige Bewerbungsverfahren genau zu verstehen. Denn nur dann kann man seine Chancen realistisch einschätzen. Ansprechpartner/-innen für alle Fragen sind die Studienberater/-innen, die in der Regel auch nicht nur das Angebot der eigenen Universität kennen.“

Was tun im Falle einer Ablehnung?

Wer einen Ablehnungsbescheid erhält, braucht nicht gleich alle Hoffnungen auf einen Studienplatz aufzugeben: Chancen gibt das dann noch im Nachrück- und Losverfahren. Das Prinzip ist einfach: Nimmt ein(e) Bewerber/-in einen Studienplatz nicht an, wird der Platz im Nachrückverfahren an den/die nächste(n) Bewerber/-in in der Rangliste vergeben.

Anders funktioniert das Losverfahren: „Hier muss man selbst aktiv werden und sich erneut an der Hochschule bewerben“, betont Oliver Orth. „Es geht beim Losverfahren aber oft nur um ein oder zwei Plätze pro Studiengang“. Nicht besetzte Studienplätze werden dazu in die bundesweite Studienplatzbörse der HRK (www.freie-studienplaetze.de) eingestellt. Sie öffnet im Jahr 2014 übrigens wieder zum 1. September. Da nicht immer alle Hochschulen freie Studienplätze melden, lohnt es sich, auch direkt bei der Hochschule nachzufragen.

Hochschulinternes Auswahlverfahren

Mit Abiturnote und Bewerbungsmappe zum Architekturstudium

Sebastian Schulte (20) hat einen der begehrten Studienplätze für „Architektur und Stadtplanung“ (Bachelor of Science) an der Universität Stuttgart erhalten. Dafür musste er eine ganze Reihe von Auswahlkriterien erfüllen. Mittlerweile befindet sich der junge Mann im vierten Semester.

Sebastian Schulte hat kurze lockige braune Haare und trägt ein dunkelbraunes Oberteil.

Foto: Privat

Auf die rund 200 Studienplätze bewerben sich jedes Jahr zwischen 900 und 1.000 Interessierte. „Das hochschuleigene Auswahlverfahren funktioniert folgendermaßen: Je zur Hälfte zählen die Abiturnote und der Bereich ‚sonstige Kriterien‘. Letztere setzen sich zusammen aus einem Motivationsschreiben, einer Mappe mit Arbeitsproben und einem tabellarischen Lebenslauf“, erklärt Sebastian Schulte.

Auf Grundlage der Punktzahl, die man in beiden Kategorien erreicht, wird schließlich eine Rangliste gebildet: „Man kann also auch mit einem durchschnittlichen Abitur und einer herausragenden Mappe reinkommen. Bei uns studieren Leute mit ganz unterschiedlichen Abiturnoten und Hintergründen.“

Arbeitsproben sind entscheidend

Bei der Zusammenstellung der Mappe gab es für ihn kein festgelegtes Thema, an dem er sich orientieren sollte (Anmerkung der Redaktion: Inzwischen wird ein Mappen-Thema durch die Universität vorgegeben; für das WS 2014/15 lautet es „Schutzraum“). Fünf Exponate im DIN A4-Format sollte er einreichen: „Die Exponate müssen sich nicht ausschließlich auf Architektur beziehen. Wichtig ist, dass sie ein künstlerisches Verständnis belegen. Ich konnte bei der Zusammenstellung der Mappe zum Teil Arbeiten aus dem Kunstunterricht verwenden: eine Fotografie, ein mit Acrylfarben gemaltes Bild, eine Collage, eine Zeichnung und einen Druck.“

Die meisten Studieninteressierten bewerben sich gleichzeitig an mehreren Universitäten und Hochschulen. Da die Arbeitsproben in der Regel nicht zurückgeschickt werden, sollte man also – soweit jeweils zulässig! – nur Kopien und keine Originale einsenden.

Ein Praktikum im Vorfeld kann helfen

Seine Kommiliton(inn)en hatten zum Teil auch Skizzen, die sie während eines Praktikums in einem Architekturbüro gezeichnet hatten, eingereicht. „Man muss vorab kein Praktikum machen, aber im Lebenslauf macht sich das Engagement sicherlich ganz gut.“

Wichtig ist auch das Motivationsschreiben: „Hier sollte man glaubhaft und schlüssig darlegen, warum man sich gerade für dieses Fach begeistert.“

Experten-Tipp:

Was ist besonders wichtig bei der Bewerbung um einen Studienplatz mit örtlicher Zulassungsbeschränkung?

Prof. Dr.-Ing. Thomas Jocher, Universität Stuttgart:
„Eine Studienbewerbung sollte nicht wie ein Serienbrief wirken. Positiv ist, wenn das Motivationsschreiben auf das Profil der jeweiligen Hochschule zugeschnitten ist. Es sollte nicht beliebig klingen, nicht so, als müsste man nur den Namen der Hochschule austauschen. Generell ist zu empfehlen, sich an die formalen Vorgaben zu halten – also zum Beispiel nicht zwei oder drei Seiten Motivationsschreiben einzureichen, wenn nur eine Seite verlangt wird.“

Bewerbung bei hochschulstart.de

Das Nadelöhr der Humanmedizin

Eric Handtke (20) hat ihn bekommen, seinen Studienplatz für „Medizin“. Und das auch noch an seiner Wunsch-Universität, der TU Dresden. Inzwischen hat der angehende Mediziner das zweite Semester fast abgeschlossen.

„Warten“ ist das Erste, was Eric Handtke einfällt, wenn er an seine Bewerbung zurückdenkt: Am 15. Juli letzten Jahres – gerade noch rechtzeitig – hat er sich bei hochschulstart.de angemeldet. Grundsätzlich gilt: Jede Bewerbung um einen Studienplatz in Humanmedizin läuft über dieses Internetportal. „Der Ablauf ist logisch und selbsterklärend, nur bei der Auswahl und Reihenfolge der Studienorte muss man sich vorab Gedanken machen“, berichtet der angehende Mediziner.

Zuteilung nach Quote

Es gibt drei Quoten, die bei der Bewerbung wichtig sind: 20 Prozent der Studienplätze werden ausschließlich nach der Abiturnote vergeben (über die sogenannte „Abiturbestenquote“). Bei weiteren 20 Prozent zählt nur die Wartezeit. Die restlichen 60 Prozent der Studienplätze vergeben die Hochschulen im Zuge eigener Auswahlverfahren (AdH = Auswahlverfahren der Hochschulen). Wer nicht über die „Abiturbestenquote“ oder die Wartezeitquote zugelassen wird, nimmt am AdH teil.

Eric Handtke hat kurze schwarze Haare und trägt eine Brille.

Foto: Privat

Eric Handtke hat ein ausgezeichnetes Abitur, das war seine Eintrittskarte. Dennoch hat auch er seinen Platz über das AdH bekommen. Sein Favorit unter den Hochschulen war von Anfang an die TU Dresden. „Man sollte zu Beginn genau überlegen, an welche Uni man will. Denn einige Hochschulen – und hierzu gehört auch die TU Dresden – begrenzen die Anzahl der Teilnehmer/-innen am AdH, indem sie eine Vorauswahl treffen. Bei dieser Vorauswahl spielt auch die sogenannte Ortspräferenz eine Rolle: Ich musste zu Beginn meiner Bewerbung eine Liste mit (maximal sechs) Wunschuniversitäten angeben, die dann später im Auswahlverfahren der TU Dresden berücksichtigt wurde“, erklärt der Medizinstudierende.

Im August wurde er aufgefordert, eine beglaubigte Kopie seines Abiturzeugnisses, Nachweise über Praktika sowie bei Bedarf weitere Belege direkt an die TU zu schicken. Nach einem Punktesystem wurde dann ein Ranking aufgestellt: „Da zählt neben Abiturnote und Praktika, inwieweit man Mathematik, Biologie, Chemie und Physik in der Oberstufe belegt hat.“

Erleichterung nach der Zusage

Dann hieß es: Warten. Anfang September wurde er zu Auswahlgesprächen eingeladen; eine Interviewrunde mit verschiedenen Stationen, die insgesamt eine Stunde dauerte. Er hielt unter anderem einen Kurzvortrag über Nervengewebe, den er zu Hause vorbereiten konnte, las einen komplizierten Fachtext, beantwortete Rückfragen zum Text und führte ein Gespräch über seine Motivation, seine Stärken und Schwächen. Danach musste er sich ein letztes Mal in Geduld üben: Ende September erhielt er seine endgültige Zusage – und freute sich sehr.

Einen „Plan B“ hatte er die gesamte Zeit über nicht, was sicherlich ein Wagnis darstellte: „Ich habe alles auf die Karte TU Dresden gesetzt – mit dem Risiko, dass es vielleicht nicht klappt.“ Mit Blick auf seine Kommiliton(inn)en weiß er, dass es auch anders gehen kann: „Viele sind bereits Mitte oder Ende 20, haben eine Ausbildung absolviert und sind dann über die Warteliste reingerutscht.“ So gesehen ist Eric Handtke glücklich, dass es bei ihm nicht mal zwei Monate gedauert hat.

Experten-Tipp:

Bei der Bewerbung um einen bundesweit zulassungsbeschränkten Studienplatz muss man eine Rangliste von Wunschuniversitäten erstellen. Warum ist die Reihenfolge der Orte so wichtig?

Bernhard Scheer, Pressesprecher von hochschulstart.de:
„Viele Hochschulen filtern ihre Teilnehmer für das AdH nach der Ortspräferenz. Sie geben in ihren Auswahlregeln zum Beispiel vor, dass man diese Uni an erster oder zweiter Stelle im Antrag genannt haben muss, um überhaupt in das eigentliche Auswahlverfahren zu kommen. Daher ist die Entscheidung, welche Hochschule an welcher Stelle in die persönliche Liste aufgenommen wird, sehr stark von taktischen Überlegungen geprägt: Es kommt nicht nur darauf an, die eigentlichen Auswahlkriterien nach Chancen und Risiken abzuklopfen, sondern es muss auch diese Hürde der Vorauswahl im Auge behalten werden. Um die für sich selbst ‚richtige‘ Liste aufzustellen, braucht es also schon ein wenig Gedankenschweiß.“

hochschulstart.de - örtlich beschränkte Studiengänge

So funktioniert es

Lange Nummernreihen und viele Häkchen: „Man muss es einmal verstanden haben“, sagt Pareeti Bargotta (19) über ihre Erfahrungen mit dem Verfahren für örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge (Dialogorientiertes Serviceverfahren).

Pareeti Bargotta sitzt vor einem Hochschulgebäude, hat lange schwarze Haare und trägt ein dunkles Oberteil.

Foto: Privat

Eigentlich wollte die junge Frau Zahnmedizin studieren, doch trotz ihres sehr guten Abiturs waren die Chancen, gleich einen Studienplatz zu bekommen, gering. Ihr „Plan B“ war, erst einmal Chemie oder Biologie zu studieren, am liebsten an der Universität Bremen. Beide Studiengänge werden dort über das Verfahren für örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge vergeben. Los ging es mit der Registrierung auf hochschulstart.de: „Das geht schnell: Persönliche Daten, Anschrift, Emailadresse eingeben, dann noch Benutzername und Passwort festlegen – fertig.“ Nach der Registrierung bekam sie eine E-Mail mit einem Aktivierungslink und einer Bewerber-ID.

Für manche Studiengänge kann man die Bewerbung über einen Link direkt im Bewerbungsportal von hochschulstart.de starten, bei anderen findet man den Hinweis, dass man sich über das Portal der Hochschule bewerben muss, und wird über einen entsprechenden Link dorthin geleitet. „Diese zwei Optionen sind anfangs etwas verwirrend“, meint Pareeti Bargotta, die sich auch für ihre Studienwünsche zusätzlich noch einmal auf den Seiten der Uni Bremen registrieren musste. „Im Portal der Uni Bremen konnte ich mich dann für Chemie und Biologie bewerben. Hierfür braucht man dann die Bewerber-ID (BID) und die Bewerber Authentifizierungsnummer (BAN), die unter ‚Meine Daten‘ im Portal von hochschulstart.de hinterlegt sind.“

In dem Online-Bewerbungsformular musste sie ihre persönlichen Daten, Anschrift, Hochschulzugangsberechtigung und eventuellen Dienst (beispielsweise Wehrdienst, FSJ) angeben. Achtung: Die Bewerbungsfrist 15. Juli gilt hierbei teilweise nicht nur für die Online-Bewerbung über das Portal, sondern auch für den Eingang der schriftlichen Unterlagen – anders als etwa beim bundesweiten Verfahren über hochschulstart.de, bei dem Neuabiturient(inn)en ihre schriftlichen Unterlagen bis zwei Wochen nach Bewerbungsschluss nachreichen können.

Mehrfachbewerbung ist möglich

Maximal zwölf Bewerbungen kann man abgeben. Bereits in dieser Bewerbungsphase hatte sie die Option, die Bewerbungen zu priorisieren, das bedeutet, eine persönliche Reihenfolge ihrer Bewerbungen festzulegen.

Experten-Tipp:

Warum ist die Priorisierung der Bewerbungen wichtig? Spielt es eine Rolle, ob es sich um unterschiedliche Studiengänge handelt?

Bernhard Scheer, Pressesprecher von hochschulstart.de:
„Im Verfahren für örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge kann man sich für maximal zwölf – möglicherweise ganz unterschiedliche – Studiengänge bewerben. In den ersten vier Wochen nach dem Bewerbungsschluss ist die Reihenfolge der Wünsche noch nicht entscheidend. Wenn man mehrere Studienplätze angeboten bekommt, kann man unter diesen frei wählen. Für den weiteren Verfahrensverlauf der Studienplatzvergabe ist dann aber die genaue Reihenfolge der Wünsche wichtig. In drei Abstimmungsrunden wird den Bewerber(inne)n im letzten Verfahrensabschnitt nur noch das derzeit bestmögliche Studienangebot angezeigt. Es besteht aber die Möglichkeit, auf ein vorrangig gewünschtes Studienfach vorzurücken. Wie genau das funktioniert, kann man nachlesen unter http://hochschulstart.de/index.php?id=3339.“

Nach der Bewerbungsphase konnte sie über hochschulstart.de verfolgen, welche Position sie in der Bewerber-Rangliste für den jeweiligen Studiengang einnahm. „Für Chemie habe ich ein Zulassungsangebot bekommen. Da ich in Biologie so weit hinten lag, habe ich das Angebot für Chemie gleich angenommen.“ Nimmt man ein Zulassungsangebot verbindlich an, scheiden alle weiteren Bewerbungen aus dem Verfahren aus. Man könnte also auch mutig sein und auf weitere Angebote warten.

Sobald eine Zulassung vorliegt, muss man eine beglaubigte Kopie des Abiturzeugnisses, einen Versicherungsnachweis und je nach Hochschule eventuell weitere Formulare an die Hochschule senden.

Übrigens: Eine Bewerbung für Zahnmedizin, die auch über hochschulstart.de läuft, hat sie parallel zum Verfahren für örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge eingereicht, das ist zulässig. Ausgeschlossen ist aber die gleichzeitige Bewerbung für verschiedene bundesweit beschränkte Studiengänge, etwa Humanmedizin und Pharmazie.

Interview

Wie bewerbe ich mich um ein duales Studium?

Bei dualen Studiengängen gelten besondere Regeln. Katharina Rempel arbeitet beim Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) im Projekt „AusbildungPlus“. Sie erklärt, auf was man achten sollte.

Katharina Rempel hat lange braune Haare und trägt ein weißes Oberteil.

Foto: Privat

Studienwahl.de: Frau Rempel, wo finden Abiturient(inn)en verlässliche Informationen über duale Studiengänge?

Katharina Rempel: Einen fundierten Einstieg bietet zum Beispiel die Website von AusbildungPlus. Hier findet sich auch eine Datenbank mit dualen Studiengängen. Derzeit sind dort über 1.600 Einträge verzeichnet.

Studienwahl.de: Welche Fristen müssen Studieninteressierte bei der Bewerbung beachten?

Katharina Rempel: Bei einem dualen Studium bewirbt man sich zuerst bei dem Unternehmen, in dem man die Ausbildung oder Praxisphasen absolvieren möchte. Das Ausbildungsjahr beginnt normalerweise zwischen Juli und September. In diesem Zeitraum suchen Unternehmen auch für das kommende Jahr nach passenden Auszubildenden. Wer also 2015 Abitur macht, sollte sich ab Juli 2014 bewerben. Genaue Angaben findet man in den Stellenanzeigen der Unternehmen.

Studienwahl.de: Die Bewerbung erfolgt demnach ohne Abschlusszeugnis?

Katharina Rempel: Ja, man reicht das letzte aktuelle Zeugnis ein.

Studienwahl.de: Laut einer BIBB-Umfrage kommen durchschnittlich 33 Bewerber-/innen auf einen Studienplatz. Was sollte man als Bewerber/-in tun, wenn die Noten nicht so gut sind?

Katharina Rempel: Davon sollte man sich zunächst einmal nicht abschrecken lassen. Gerade bei den dualen Angeboten legen die Unternehmen viel Wert auf die persönliche Motivation, die man im Anschreiben deutlich machen sollte. Ein duales Studium ist sehr fordernd: viel Stoff in verkürzter Zeit, keine vorlesungsfreie Zeit. Die Noten sind da nur eine Seite der Medaille, Durchhaltevermögen die andere. Oft hilft es auch, zuerst ein Praktikum im Wunschbetrieb zu machen – so kann man den zukünftigen Arbeitgeber schon einmal kennenlernen und von seinen Fähigkeiten überzeugen.

Weitere Informationen

Studienwahl.de

abi>> dein weg in studium und beruf

  • Informationen über Studiengänge, Berufe und Arbeitsmarktchancen, zugeschnitten auf Abiturient(inn)en:
    www.abi.de
  • Informationen und Tipps zur Studienbewerbung finden Sie auch in der abi>> Bewerbungsbox unter:
    www.abi.de/bewerbung.htm

Weitere Links:

  • hochschulstart.de
    Die Stiftung für Hochschulzulassung (SfH) informiert zur Bewerbung in bundesweit zulassungsbeschränkten Studiengängen sowie zum Verfahren für örtlich zulassungsbeschränkte Studiengänge:
    www.hochschulstart.de
  • Hochschulkompass
    Informationen über deutsche Hochschulen und deren Studienangebote von der Hochschulrektorenkonferenz.
    www.hochschulkompass.de
  • AusbildungPlus
    Das Portal bietet einen Überblick über Ausbildungsangebote mit Zusatzqualifikation und duale Studiengänge
    www.ausbildungplus.de

In den Porträts vorgestellte Studiengänge:

Drucken Versenden
Nach obenNach oben
Signet Finder
Geprüft von den Ländern der Bundesrepublik Deutschland
Bedienungshinweis
17725
Studiengänge
443
Hochschulen
Erweiterte Suche Deutschlandkarte Bedienungshinweis
Suchergebnisfenster schließen
Treffervorschau
Studiengängez.B.:
Buchinhalte:
Aktuelle Beiträge: