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Ein Tablet und ein Apfel liegen auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Zu sehen ist ein Arzt, der einer Medizinstudentin an einem Plastik-Modell die menschlichen Organe erklärt.
Wer Medizin studiert, muss sich viel Wissen aneignen. Foto: Jörg Moritz
Human-, Tier- und Zahnmedizin: Arzt/Ärztin werden
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Vivian Thimsen (21) hat ihn bekommen, den ersehnten Studienplatz für Humanmedizin an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Erlangen-Nürnberg. Nach ihrem tollen Abitur mit Note 1,2 bewarb sie sich zum Wintersemester 2011/12 an verschiedenen Universitäten in ganz Deutschland. „Von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz erhielt ich damals eine Zusage. Allerdings wollte ich nicht von meiner Heimatstadt Erlangen fort“, erzählt sie. Daher überbrückte sie ein Semester mit einem dreimonatigen Krankenpflegepraktikum und bewarb sich anschließend erneut in Erlangen.

„Das Pflegepraktikum ist im Humanmedizinstudium sowieso Pflicht und muss bis zum Physikum, dem ersten Abschnitt der Ärztlichen Prüfung am Ende des vierten Semesters, nachgewiesen werden.“ Mit Hilfe des sog. Tests für Medizinische Studiengänge (TMS), der an der FAU und einigen anderen Universitäten zu einer Bonierung von Auswahlkriterien führen kann, konnte sie ihre Abiturnote um 0,2 Punkte verbessern und bekam so den Studienplatz an ihrem Heimatort (Hinweis: Mehr zum TMS finden Sie hier).

Die ersten Wochen an der Uni hat sie noch gut in Erinnerung: „Der Studienbeginn war total schön. Ich konnte schnell viele interessante Kontakte knüpfen.“ Fachlich ging es in den ersten Semestern zunächst um naturwissenschaftliches Wissen. „Man wird dort abgeholt, wo die Schule aufgehört hat.“ Neben Biologie, Chemie und Physik standen Anatomie, Histologie und Psychologie auf dem Programm. Im dritten Semester kamen Fächer wie Physiologie und Biochemie hinzu. „Die Biochemie mit ihren Strukturformeln ist mir anfangs etwas schwer gefallen, weil es da sehr in die Tiefe geht.“ Zu ihren Lieblingsfächern gehörten Anatomie sowie Neurophysiologie: „Letztere befasst sich mit der Funktionsweise des Nervensystems, außerdem erhält man Einblicke in das menschliche Gehirn.“

Drei Studienabschnitte, viele Prüfungen

Vivian Thimsen hat lange blonde Haare und trägt ein rotes Oberteil.

Foto: Privat

Gemäß der Approbationsordnung für Ärzte gliedert sich das Studium der Humanmedizin heute in drei Phasen: das Vorklinikum (zwei Jahre), das Klinikum (drei Jahre) und das Praktische Jahr (PJ). Jede Phase wird jeweils mit einem der drei Abschnitte der Ärztlichen Prüfung abgeschlossen (Hinweis: Ähnlich gegliedert sind auch Tier- und Zahnmedizin, siehe: www.gesetze-im-internet.de/tappv/BJNR182700006.
html
sowie www.gesetze-im-internet.de/z_pro/BJNR
000370955.html
).

Nach dem bestandenen Vorklinikum besuchte Vivian Thimsen u.a. die Fächer Mikrobiologie, Pharmakologie und Pathologie. „Besonders anspruchsvoll ist die Pharmakologie, die auf der Biochemie aufbaut. Hier mussten wir rund 300 Medikamente einschließlich der Wirkungsmechanismen und Nebenwirkungen auswendig lernen.“ Darüber hinaus muss die angehende Humanmedizinerin insgesamt vier sog. Famulaturen (d.h. praktische Einheiten; lat. famulus = Gehilfe) von jeweils vier Wochen bis zum Klinikum absolvieren.

Inzwischen befindet sich die junge Frau im sechsten von zwölf Fachsemestern. Nach ihrem Examen möchte sie gerne eine Weiterbildung zur Gynäkologin oder Neurologin machen.

Komplexes Bewerbungsverfahren

Bernhard Scheer hat kurze graue Haare und trägt einen Anzug sowie eine Brille.

Bernhard Scheer

Foto: Andreas Tietzek

Einen Studienplatz in Medizin zu erhalten und obendrein noch am Wunschort studieren zu können wie im Falle von Vivian Thimsen, ist wahrlich nicht die Regel. „Die meisten Bewerber/-innen sind froh, wenn sie beim ersten Anlauf überhaupt irgendwo in Deutschland einen Platz finden“, bestätigt Bernhard Scheer, Pressesprecher von www.hochschulstart.de. „Zum Wintersemester 2014/15 haben sich insgesamt 43.002 Bewerber/-innen um einen der 8.999 Studienplätze in Humanmedizin beworben.“

Wer Human-, Tier- oder Zahnmedizin studieren will, muss sich grundsätzlich zentral – und online – bei der Stiftung für Hochschulzulassung unter www.hochschulstart.de bewerben. Die Studienplätze werden dann (nach Abzug von Vorabquoten besonderer Bewerbergruppen, wie etwa Zweitstudienbewerber(inne)n, Härtefällen etc.) zu 20 Prozent in der Abiturbestenquote, zu weiteren 20 Prozent nach Wartezeit und zu 60 Prozent in einem Auswahlverfahren der Hochschule (AdH) vergeben. In Letzterem werden an einigen Hochschulen auch die Ergebnisse des TMS berücksichtigt.

Dabei wird es immer schwieriger, einen der begehrten Studienplätze zu bekommen. So lag z.B. im Fach Humanmedizin im Wintersemester 2013/14 die Auswahlgrenze (Numerus clausus) in der Abiturbestenquote je nach Bundesland zwischen 1,0 und 1,2 (Hinweis: Nähere Informationen zum Bewerbungs- bzw. Zulassungsverfahren finden Sie hier). Wichtig: Man sollte sich nie von einem strengen N.c. abschrecken lassen! Lesen Sie hier, warum.

Dr. Jürgen Gündel hat eine Halbglatze und sitzt am Schreibtisch in seinem Büro.

Dr. Jürgen Gündel

Foto: Privat

„In Erlangen kann man es auch mit einem Abitur von 1,9 ins Medizinstudium schaffen“, erklärt Dr. Jürgen Gündel, Studienberater der FAU. „Denn je nachdem, wie gut der TMS ausfällt, kann der/die Bewerber/-in bis zu 0,8 Bonuspunkten erhalten. Hinzu kann ein Bonus von 0,1 Punkten durch eine abgeschlossene Berufsausbildung im medizinischen Bereich (etwa zum/r Krankenpfleger/-in) kommen.“

Neben dem TMS gibt es noch eine Reihe weiterer Kriterien, die in den Auswahlverfahren der Hochschulen berücksichtigt werden können. Dazu gehört u.a. der HAM-Nat, ein von der Universität Hamburg entwickelter Test, der inzwischen auch von anderen Hochschulen übernommen wurde. Manche Hochschulen führen auch Auswahlgespräche durch oder berücksichtigen Berufsausbildungen, -tätigkeiten, Schulnoten in bestimmten Fächern oder ein Freiwilliges Soziales Jahr.

Modell- und Reformstudiengänge

So unterschiedlich die Aufnahmebedingungen sind, der Ablauf eines Medizinstudiums ist in allen Bundesländern weitestgehend gleich. In der Humanmedizin haben allerdings mehrere Universitäten in den vergangenen Jahren sog. Modell- oder Reformstudiengänge entwickelt, in denen durch neue Lehr- und Lernformen (etwa „Problemorientiertes Lernen“), andere Studienstruktur und eine enge Verzahnung von theoretischer und klinischer Ausbildung das in diesem Fach häufig beklagte Praxisdefizit behoben werden soll. Beispiele finden sich z.B. an der Charité in Berlin, der Ruhr-Universität Bochum, der Universität zu Köln, der privaten, staatlich anerkannten Universität Witten/Herdecke und auch der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) Aachen.

Vielversprechende Berufsaussichten

Nach dem erfolgreichen Studium können Mediziner/-innen die Approbation beantragen, also die staatliche Zulassung zum Arztberuf. Um sich niederlassen oder eine leitende Funktion übernehmen zu können, benötigen sie allerdings noch eine mehrjährige Weiterbildung zum Facharzt/zur Fachärztin, bei der die Spezialisierung auf ein bestimmtes Fachgebiet erfolgt.

Die Beschäftigungschancen für Mediziner/-innen sind prinzipiell sehr gut: Laut dem Team Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit lag die Arbeitslosenquote bei den Humanmediziner(inne)n im Jahr 2013 unter einem Prozent (= Vollbeschäftigung). Vergleichbare Zahlen gibt es auch in der Tier- und Zahnmedizin. Gleichzeitig wird gerade in der Humanmedizin wiederholt von einem erhöhten Fachkräftebedarf gesprochen (siehe Broschüre: „Gute Bildung – gute Chancen, Der Arbeitsmarkt für Akademikerinnen und Akademikern in Deutschland“ von Juli 2014). Das Studium der Human-, Tier- und Zahnmedizin dürfte somit auch in Zukunft attraktiv bleiben.

Studienreportage Veterinärmedizin

Expertin für große und kleine Tiere

Ob Meerschweinchen, Kanarienvogel, Hund oder Katze: Wer Tiermedizin studiert, muss sich viel Wissen über Zwei- und Vierbeiner aneignen. Félice Oude Hengel (21) hat den Sprung an die Universität geschafft. Die junge Frau studiert an der Tierärztlichen Hochschule Hannover und befindet sich mittlerweile im vierten von insgesamt elf Fachsemestern.

Auf dem Foto ist Félice Oude Hengel zusammen mit zwei Hunden direkt vor der Tierärztlichen Hochschule Hannover zu sehen.

Foto: Privat

Bereits während ihrer Schulzeit hatte sie im Rahmen eines Praktikums in eine Tierarztpraxis hineinschnuppern können: „Das zweiwöchige Schulpraktikum war enorm abwechslungsreich. Ich konnte einen guten Einblick in den Arbeitsalltag gewinnen.“ Trotz dieser wertvollen Erfahrung schreckten sie die hohen Anforderungen des Studiums zunächst ab. „Deshalb wollte ich nach dem Abitur eigentlich zuerst etwas völlig anderes machen, nämlich eine Lehre als Sattlerin.“ Nachdem jedoch der Erfolg bei der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz ausgeblieben war, bewarb sich Félice Oude Hengel doch noch um einen Studienplatz in Tiermedizin, die bundesweit nur an fünf Universitäten (in Berlin, Gießen, Hannover, Leipzig und München) angeboten wird.

Die Bewerbung erfolgte über www.hochschulstart.de. Als erste Ortspräferenz gab sie Hannover an. Eine gute Wahl, wie sich herausstellte: Denn die junge Frau konnte beim anschließenden einstündigen Motivationstest der Tierärztlichen Hochschule Hannover, den sie am Computer absolvieren musste, überzeugen und erhielt kurze Zeit später die Zulassung per Post.

Theoretische und praktische Schulung

„Das Studium der Tiermedizin in Hannover setzt sich zusammen aus einem theoretischen Studienteil, der insgesamt vier Jahre umfasst sowie einem Praxisteil, bei dem verschiedene praktische Nachweise (u.a. 150 Stunden in einer Tierklinik und 75 Stunden im öffentlichen Veterinärwesen) erbracht werden müssen“, erklärt Félice Oude Hengel. Im 9. und 10. Semester durchlaufen die angehenden Tiermediziner/-innen das obligatorische Praktische Jahr, das 11. Semester ist das Examenssemester. Während des gesamten Studiums finden drei große Prüfungen statt: das Vorphysikum nach dem zweiten Semester, das Physikum nach dem vierten Semester und die Tierärztliche Prüfung ganz am Ende.

Zu Beginn ihrer Studienzeit standen v.a. naturwissenschaftliche Grundlagen auf dem Programm: „Obwohl ich kein naturwissenschaftliches Profil im Abitur hatte, konnte ich mir den Stoff sehr gut erarbeiten. Am spannendsten sind bislang jedoch die Anatomie-Veranstaltungen gewesen, in denen wir z.B. die Funktionsweise tierischer Muskeln näher kennengelernt haben.“ Ab dem 3. Semester traten dann weitere Fächer – wie etwa allgemeine Pathologie, Biochemie, Physiologie – sowie die Propädeutik hinzu. „In der Propädeutik lernen wir unter anderem praxisnah, wie man Tiere untersucht“, erläutert Félice Oude Hengel. Derzeit befindet sie sich mitten im Physikum, das eine Reihe schriftlicher und mündlicher Prüfungen umfasst.

Nach ihrem Examen kann sich die angehende Tiermedizinerin gut vorstellen, eine drei- bis fünfjährige Weiterbildung zur Fachtierärztin zu absolvieren. Nach einer Approbation in diesem Bereich – etwa als praktizierende Tierärztin für Schweine – könnte sie sich selbständig machen. „Als Alternative käme für mich auch in Frage, irgendwann einmal eine eigene Tierarztpraxis zu leiten. Die Tiermedizin bietet jedenfalls viele spannende Berufsmöglichkeiten.“

Studienreportage Zahnmedizin

Studieren „mit Biss“

Aller Anfang ist schwer: Über das Losverfahren konnte Sarah Lyn Romer (26) das Studium der Zahnmedizin an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn aufnehmen. Inzwischen befindet sie sich in den letzten Semestern ihrer zahnärztlichen Studienzeit.

„Eigentlich wollte ich ursprünglich Sport studieren. Doch aufgrund von Verletzungen habe ich mich dann für Zahnmedizin entschieden. Allerdings rechnete ich mir mit meinem Abiturschnitt von 2,6 nicht allzu viele Chancen auf einen Studienplatz aus“, berichtet die junge Frau. Den TMS machte sie in Österreich, danach bewarb sie sich überall in Deutschland und nahm zusätzlich noch am Losverfahren an der Universität Bonn teil, wo sie schließlich zugelassen wurde.

Anfängliche Unsicherheit

Sarah Lyn Romer hat lange rötliche Haare und trägt einen weißen Arztkittel.

Foto: Privat

„Zu Beginn erlebte ich das Zahnmedizinstudium als sehr stressig und wusste nicht so recht, ob es das Richtige für mich war. Ich habe mich dann dazu entschlossen, einen Auslandsaufenthalt in Estland einzulegen. Dort studierte eine gute Freundin ebenfalls Zahnmedizin. Die Studienphase in Estland hat mir einen Motivationsschub für das weitere Studium gegeben“, erzählt Sarah Lyn Romer.

Neben naturwissenschaftlichem Basiswissen stand zu Beginn des Studiums ein propädeutischer Kurs auf dem Programm, bei dem es um die Grundlagen der Zahntechnik ging: „Wir rührten das sogenannte Alginat für die Zahnabdrücke an und arbeiteten an Kunststoffzähnen und Gebissmodellen.“ Auf diese Weise konnten die Studierenden bereits früh testen, ob sie die handwerklichen Fähigkeiten, die für das spätere Berufsleben unerlässlich sind, auch tatsächlich mitbrachten.

„Nach dem Vorphysikum warteten neben Histologie und Anatomie die ersten sog. ‚Phantomkurse‘ auf uns, in denen an ‚Plastik-Patienten‘ Kronen angefertigt und Zähne präpariert wurden. Nach dem Vorphysikum, das im zweiten Semester ablegt werden muss, kamen noch Veranstaltungen in der zahnärztlichen Grundausbildung – v.a. in der Werkstoffkunde, Zahnerhaltung und Prothetik – hinzu. Das Physikum nach dem fünften Semester umfasste neben mündlichen Prüfungen eine praktische Woche, in der wir Zähne für Kronen und Brücken präparierten sowie eine Totalprothese anfertigten. Außerdem durften wir nun erstmals an lebenden Patient(inn)en Behandlungen durchführen, was sehr aufregend war“, beschreibt die angehende Zahnmedizinerin ihren weiteren Studienverlauf.

Kostenintensives Studium

„Das Zahnmedizinstudium ist insgesamt sehr kostenintensiv, da wir das Material für die einzelnen Kurse selbst bezahlen müssen. Bisher habe ich dafür rund 5.000 Euro ausgegeben.“ Ihr Studium finanziert Sarah Lyn Romer über Nebentätigkeiten, wie z.B. als Schwimmtrainerin. Zusätzlich wird sie von ihren Eltern finanziell unterstützt.

Bis zum Examen benötigt die junge Frau noch zwei Semester. Derzeit belegt sie die Fächer Innere Medizin, Kieferorthopädie, Pharmakologie sowie einen Operationskurs. Nach dem Examen kann sie die Approbation beantragen. Ihr beruflicher Traum ist es, später einmal eine eigene Praxis zu führen oder in einer Klinik als Oralchirurgin zu arbeiten. Hierfür müsste sie allerdings noch eine vierjährige Weiterbildung absolvieren.

Berufsreportage Kinderärztin

Ein absoluter Traumjob

Dr. Christine Schmid (32) hat sich nach ihrem Studium der Humanmedizin an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg für eine Weiterbildung zur Fachärztin für Kinderheilkunde und Jugendmedizin entschieden. Sie arbeitet derzeit im Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße der Stadt Köln.

„Während meines Medizinstudiums in Freiburg war die Kinderheilkunde mein Wahlfach im Praktischen Jahr. Ich konnte damals schon verschiedene Kinderstationen kennen lernen und mir so ein umfassendes Bild von der Tätigkeit als Kinderärztin machen. Kinder sind sehr angenehme Patient(inn)en mit enormem Heilungspotential. Zugleich bietet die Kinderheilkunde viele spannende Anknüpfungspunkte“, berichtet Christine Schmid.

Weiterbildung in Ulm und Köln

Dr. Christine Schimdt hat lange dunkle Haare und trägt einen Rollkragenpullover.

Foto: Privat

Die ersten zwei Jahre ihrer fünfjährigen Weiterbildung verbrachte sie am Universitätsklinikum Ulm. Danach wechselte sie nach Köln: „Ausschlaggebend für den Wechsel waren die klinischen Möglichkeiten im Kinderkrankenhaus, außerdem bin ich privat mit dem Rheinland verbunden.“

Im Kölner Kinderkrankenhaus hat Christine Schmid inzwischen alle Stationen durchlaufen – von der Frühgeborenen- über die Intensivstation bis hin zur Notfallambulanz, wo besorgte Eltern mit ihrem Nachwuchs eintreffen.

Derzeit arbeitet die Medizinerin in der Station B3 für chronisch kranke Kinder. Typische Krankheiten, mit denen sie täglich konfrontiert wird, sind Rheuma, Diabetes und Adipositas (= krankhafte Fettleibigkeit). „Um v.a. chronische Erkrankungen in ihrer Gesamtheit zu erfassen, ist es wichtig, auch die psychosozialen Aspekte zu berücksichtigen. Hierauf ist die Station B3 spezialisiert.“ Wenn Christine Schmid morgens ihren Dienst antritt, erkundigt sie sich zuerst nach neuen Patient(inn)en. Danach folgt die persönliche Visite, bei der sie erfährt, wie es ihren Schützlingen während der Nacht ergangen ist. Die angehende Kinderärztin bespricht sich mit Schwestern und dem Oberarzt, wie einzelne Krankheitsbilder zu beurteilen sind und ob eine Therapie ggf. modifiziert werden muss.

„Zum Standardrepertoire eines Kinderarztes bzw. einer Kinderärztin gehören Patient(inn)engespräche, Ultraschalluntersuchungen und auch die intravenöse Flüssigkeitszufuhr per Tropf, falls ein Kind aufgrund einer Beeinträchtigung oder Erkrankung nicht ausreichend essen oder trinken kann“, beschreibt Christine Schmid ihr Tätigkeitsfeld.

Sehr gute Perspektiven

Im November dieses Jahres endet die Weiterbildung mit einer mündlichen Prüfung. Danach stehen ihr viele Optionen offen: „Ich kann mich als Kinderärztin mit einer eigenen Praxis niederlassen oder auch als Oberärztin in einer Kinderklinik arbeiten. Beides finde ich sehr reizvoll.“ Und auch danach sind noch weitere Fortbildungen möglich, etwa im Bereich der Kinderkardiologie oder der Neuropädiatrie.

Weitere Informationen

Studienwahl.de

In den Texten genannte Einrichtungen und Studiengänge:

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