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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Eine Kellnerin bringt eine Tasse Kaffee.
Typische Nebenjobs von Studierenden sind Aushilfstätigkeiten in der Nachhilfe, im Callcenter oder in der Gastronomie. Foto: Nancy Heusel

Jobben neben dem Studium Geld und Erfahrungen

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Carolin Trost ist mit Bus, Bahn oder Straßenbahn in und um Augsburg unterwegs, pendelt zwischen den Endhaltestrecken hin- und her und befragt dabei die Fahrgäste: „Mit welchem Ticket sind Sie unterwegs?“ oder „Wie sind Sie zur Haltestelle gekommen?“ sind typische Fragen, die sie stellt. Die Daten gibt sie in ihr Smartphone ein. „Fahrgasterheber/-in“ nennt sich ihr Nebenjob.

Die 20-Jährige studiert im dritten Semester Geografie an der Universität Augsburg. Ist sie mit Lernen oder einer Semesterarbeit beschäftigt, bleiben für den Nebenjob etwa drei bis vier Stunden die Woche. Wenn sie viel Spielraum hat, kommt sie aber auch auf 16 Stunden: „Das Beste daran ist die Flexibilität. Über ein Portal gebe ich die Zeiten ein, an denen ich arbeiten kann“, erzählt sie. „Das Studium hat aber absoluten Vorrang.“

Viele wollen sich etwas mehr leisten

Foto von Carolin Trost.

Carolin Trost

Foto: Privat

Im Monat bleibt ihr Gehalt regelmäßig unter 450 Euro, so gilt ihre Anstellung als Minijob. Da sie bei ihren Eltern wohnt, entfällt der größte Ausgabenposten, die Miete: „Ich bin nicht zwingend auf den Job angewiesen und kann das Geld für Extras ausgeben“, erzählt sie.

Carolin Trost gehört zu den 63 Prozent der Studierenden, die laut der 20. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks neben dem Studium arbeiten. Im Schnitt verdienen die Studierenden laut der Erhebung 323 Euro im Monat, ihre Ausgaben liegen dagegen bei knapp 800 Euro. Allein mit einem Nebenjob finanziert sich kaum jemand das Studium. Wie bei Carolin Trost ist „sich etwas mehr leisten können“ auch der am häufigsten genannte Grund für die Aufnahme eines Nebenjobs, gefolgt von „notwendig für den Lebensunterhalt“, „unabhängig von den Eltern sein“ und „praktische Erfahrungen sammeln“.

Ansprechpartner Studentenwerke und Agenturen für Arbeit

„Typische Beispiele für Nebenjobs sind Aushilfskräfte im Service, in der Küche, im Verkauf, in einem Call-Center oder auch in der Nachhilfe“, zählt Gabriele Schäfer-Kühn auf. Sie ist Beraterin beim Studentenwerk Gießen, hilft unter anderem Studierenden, die auf einen Job angewiesen sind, bei der Suche, und unterstützt sie bei daraus resultierenden Fragen. Während der Vorlesungszeit arbeiten laut der Sozialerhebung 38 Prozent der Studierenden. Im Schnitt widmen sie dabei 7,4 Stunden pro Woche ihrem Nebenjob. Die vorlesungsfreie Zeit nutzen sie oft für zeitintensivere Arbeitsmöglichkeiten, um dann während des Semesters von den Ersparnissen zu leben: „Das sind häufig befristete Beschäftigungen in Vollzeit, etwa Schichtarbeit im Industriebetrieb, Mitarbeit bei der Inventur oder auch Messejobs“, erklärt die Beraterin. Nicht immer fallen diese Angebote aber in die vorlesungsfreie Zeit.

Foto von Maria Altenbuchinger-Dick.

Maria Altenbuchinger-Dick

Foto: Privat

Auf den Seiten der Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit kann man gezielt nach „Stellen für Helfer“ oder „Geringfügige Beschäftigungen/Minijobs“ recherchieren: „Bringt jemand spezielle Kenntnisse mit, Russisch oder Programmiersprachen, kann man die Jobbörse auch nach diesen Begriffen durchforsten“, erklärt Berufsberaterin Maria Altenbuchinger-Dick von der Agentur für Arbeit in Freising.

„Neben den Jobportalen im Internet haben die Hochschulen in der Regel eigene Stellenbörsen, die auch auf regionale Besonderheiten wie etwa Messen oder einen Flughafen Rücksicht nehmen“, sagt die Berufsberaterin. Auch das klassische schwarze Brett auf dem Campus habe trotz digitaler Jobbörsen nicht ausgedient, fügt sie hinzu. Die Minijob-Zentrale informiert und berät zu Fragen rund um Versicherungs-, Beitrags- und Melderecht.

HiWis und Werkstudenten

Begehrt sind aber vor allem anspruchsvolle Werkstudenten-Tätigkeiten, aus denen sich eine Abschlussarbeit oder ein Job nach dem Studium ergeben kann: „Hier spielt dann auch der Studiengang eine Rolle“, erklärt Studienberaterin Gabriele Schäfer-Kühn. Unternehmen suchen etwa Informatik-Studierende für die App-Entwicklung, Wirtschaftswissenschaftler/-innen für die Vertriebsassistenz oder zukünftige Sozialpädagog(inn)en in der Erwachsenenbildung. Für Studierende sind solche Tätigkeiten besonders praktisch, da sie so schon während des Studiums fachrelevante und praktische Erfahrungen sammeln können und gleichzeitig Geld verdienen (siehe Erfahrungsbericht „Studieninhalte im Nebenjob verknüpfen“). Entsprechende Angebote finden Studierende unter anderem auf den Internetseiten der Fakultäten und Institute.

Dort werden auch Jobs für Wissenschaftliche Hilfskräfte (HiWis) von Hochschulen und Forschungsinstituten angeboten. „Dabei arbeiten die Studierenden direkt am Lehrstuhl, in Forschungsprojekten oder auch in der Verwaltung der Hochschule mit, haben einen direkten Draht zum Lehrpersonal, gewinnen Einblicke in den wissenschaftlichen Apparat, und können Kontakte knüpfen, falls sie an einer wissenschaftlichen Laufbahn interessiert sind“, erklärt Gabriele Schäfer-Kühn (siehe Erfahrungsbericht „Hinter den Kulissen der Universität“).

Punkten kann man aber mit jedem Job: „Selbst wer über einen längeren Zeitraum an der Kasse oder im Schnellimbiss gejobbt hat, weiß was Teamarbeit, Zeitdruck und Kundenkontakt bedeuten“, betont Maria Altenbuchinger-Dick.

Rechtliches auf einen Blick

Bei der Variante Minijob verdienen Arbeitnehmer/-innen dauerhaft nicht mehr als 450 Euro im Monat und zahlen dabei nur 3,7 Prozent in die Rentenkasse ein. Bei 450 Euro sind das 16,65 Euro. Wer regelmäßig zwischen 450 und 850 Euro im Monat verdient, übt einen Midijob aus. Die Sozialversicherungsbeiträge richten sich dann nach dem Verdienst und liegen bei maximal 9,35 Prozent.

Studierende können sich zwar von den Rentenkassenbeiträgen befreien lassen, davon raten Studentenwerke aber ab. Denn selbst mit dem geringen Beitrag erwirbt man Ansprüche auf Erwerbsminderungsrente oder Reha-Leistungen.

Neben Mini- und Midijob gibt es noch die Variante „befristeter Job“: Wer nicht länger als drei Monate oder 70 Arbeitstage pro Kalenderjahr bei einem Unternehmen arbeitet, übt eine befristete Beschäftigung aus, für die keine Sozialversicherungsbeiträge anfallen.

Kompliziert kann es werden, wenn man die Varianten miteinander verknüpfen will. Wer sich nicht sicher ist, wie welcher Job bewertet wird, kann sich beim Studentenwerk oder von der eigenen Krankenkasse beraten lassen.

Solange man den Studentenstatus hat, zahlt man keine zusätzlichen Beiträge zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung und nur geringe Beiträge in die Rentenversicherung. Der „Studentenstatus“ hat in diesem Fall etwas mit der Anzahl der Arbeitsstunden zu tun: Nur wenn man während der Vorlesungszeit nicht mehr als 20 pro Woche Stunden arbeitet, steht das Studium gegenüber dem Job im Vordergrund. Ausnahmen von dieser Regelung gibt es, etwa für die Semesterferien, sollten aber unbedingt vorher mit der Krankenkasse abgestimmt werden.

Weitere Informationen dazu: „Fragen und Antworten zum Thema Nebenjob“ und in unseren FAQs.

Erfahrungsbericht: HiWi an der Hochschule

Hinter den Kulissen der Universität

Lena Groß (25) studiert Wirtschaftspädagogik und arbeitet als HiWi im Center für lebenslanges Lernen der Universität Oldenburg. Für studienwahl.de schildert sie ihre Erfahrungen.

Foto von Lena Groß.

Lena Groß

Foto: Privat

„Vor eineinhalb Jahren habe ich nach einem Nebenjob gesucht. Dabei ging es mir nicht nur ums Geld. Im Idealfall sollte die Stelle inhaltlich einen Bezug zu meinem Studium haben. Daher habe ich auch die Angebote in der Stellenbörse der Universität Oldenburg angeschaut, wo nicht nur Dozentenstellen sondern auch HiWi-Stellen eingepflegt werden.

Ich studiere im Zwei-Fächer-Bachelor-Studiengang Wirtschaftswissenschaften und Sonderpädagogik und bin mittlerweile im fünften Semester. Ich möchte mit dem Master in Wirtschaftspädagogik weitermachen, um später an einer Berufsschule unterrichten zu können. Mit dem Abschluss könnte ich aber auch in einer Einrichtung der Erwachsenenbildung arbeiten.

Genau in diesem Bereich habe ich eine HiWi-Stelle im Center für lebenslanges Lernen der Universität Oldenburg gefunden. Inhaltlich geht es um die Organisation des Gasthörstudiums, wobei die Aufgaben sehr vielseitig sind. Natürlich gehören auch klassische Büroarbeiten dazu: Ich bearbeite Anträge, fülle Formulare aus oder stelle Unterlagen für die Dozentinnen und Dozenten zusammen.

Inhaltliche Überschneidungen mit dem Studium

Mittlerweile mache ich das seit eineinhalb Jahren. Je mehr Einblicke ich bekommen habe, umso anspruchsvollere Aufgaben konnte ich übernehmen. Mal stelle ich unser Angebot vor, dann beantworte ich Fragen zu unserem neuen Onlineanmeldesystem. Dabei habe ich auch sehr viel Kontakt zu unseren Gasthörenden. Das sind meist ältere Menschen, die neugierig geblieben sind, ihr Wissen erweitern wollen und von Sprachen über Philosophie alle möglichen Veranstaltungen belegen. Es ist ein tolles Arbeitsklima, weil die Gasthörer/-innen sehr freundlich und interessiert sind. Die haben einfach Freude am Lernen und das geben sie auch an uns weiter.

Inhaltich passt die Stelle gut zu meinem Studium, weil ich lerne, wie eine Einrichtung der Erwachsenenbildung strukturiert ist und sich stetig entwickelt. Ich bekomme etwa mit, wie bei uns innovative Lernformate etabliert werden.

Im Schnitt arbeite ich zehn Stunden pro Woche, wobei die Zeiten nicht festgelegt sind. Es gibt Bürozeiten, die abgedeckt werden müssen, aber da kann ich mich mit einer weiteren Hilfskraft so absprechen, dass unsere Seminare und Vorlesungen sich problemlos mit der Arbeit vereinbaren lassen.

Auf jeden Fall ist es eine gute Gelegenheit, hinter die Kulissen der Universität zu schauen und neben dem Lehramt andere berufliche Perspektiven kennenzulernen.“

Erfahrungsbericht: Werkstudent

Studieninhalte im Nebenjob verknüpfen

Christian Heilmeier (25) studiert Wirtschaftsingenieurwesen an der FH Landshut und arbeitet als Werkstudent bei einem mittelständischen Unternehmen in Vilsbiburg. Was er dort macht, erzählt er hier:

Foto von Christian Heilmeier.

Christian Heilmeier

Foto: Privat/Erika Steigert

„Das Unternehmen ist einer der größeren Arbeitgeber in der Region. Es produziert Zentrifugen für diverse Anwendungen, zum Beispiel für Kläranlagen, Brauereien oder die Fruchtsaftproduktion. Diese werden neben Europa auch in die USA, nach China und Russland geliefert.

Ich studiere Wirtschaftsingenieurwesen an der FH Landshut und bin mittlerweile im dritten Mastersemester. Meinen Bachelor habe ich ebenfalls in Landshut abgeschlossen. Für die FH Landshut habe ich mich bewusst entschieden, weil ich in der Region bleiben wollte. Das grundständige Bachelorstudium war dual, und auch für mein Masterstudium wollte ich die Anbindung an ein Unternehmen. Werkstudent zu sein ist einfach eine gute Möglichkeit, nicht nur Geld zu verdienen, sondern auch Studieninhalte mit dem Nebenjob zu verknüpfen.

Ich habe gezielt nach einem Job gesucht, der sich mit Geschäftsprozessmanagement befasst. Die Optimierung von Prozessen hat mich schon während des Bachelorstudiums interessiert. In diesem Bereich möchte ich nach meinem Abschluss arbeiten. Bei dem Unternehmen war zwar keine Werkstudentenstelle ausgeschrieben, ich wusste aber, dass es eine entsprechende Abteilung gibt und habe mich initiativ beworben. Das hat funktioniert. Werkstudenten sind hier gern gesehen, ob im Bachelor- oder im Masterstudium. Bewerben kann man sich schon ab dem ersten Semester.

Theoretisches Wissen in der Praxis umsetzen

Ich konnte von Anfang an mit Hilfe eines Mentors ein eigenes Projekt übernehmen, bei dem es um die Verbesserung eines kaufmännischen Prozesses ging. Hierfür habe ich zuerst recherchiert, wer in diesen Ablauf eingebunden ist. Dann habe ich Termine ausgemacht, Interviews geführt, eine Analyse erstellt und nach Verbesserungsoptionen gesucht. Im Studium gibt es das Modul „Prozesssimulation“, das sich genau mit diesem Thema befasst.

Während des Semesters kann ich bis zu 20 Stunden in der Woche arbeiten, ohne meinen Studentenstatus zu verlieren - in den Semesterferien sogar bis zu 37 Stunden. Ich versuche neben dem Hochschulalltag diese 20 Stunden in der Woche zu schaffen, das klappt aber nicht immer. Bei der Einstellung hieß es von Unternehmensseite ganz klar, dass das Studium Vorrang haben soll. Ich arbeite so viel, wie es das Studium eben zulässt und werde entsprechend der Stundenanzahl entlohnt. Natürlich ist es stressig, so viel neben dem Studium zu arbeiten. Andererseits fällt mir das Lernen, das Verstehen viel leichter, wenn ich das Wissen gleich in der Praxis testen kann.

Dass Studium und Arbeit parallel funktionieren, hängt auch mit meiner Wohnsituation zusammen. Während des Semesters pendele ich zwischen Arbeitsstelle und der FH hin und her. Ich wohne zwischen Landshut und Vilsbiburg, habe somit kurze Wege. Meistens bin ich vormittags auf dem Campus, nachmittags im Unternehmen. Wenn Klausuren anstehen, klappt das nicht immer.

Ohne den Job hätte ich sicherlich wesentlich mehr Freizeit. Mir war es aber wichtig, gerade mit Blick auf die Abschlussarbeit, einen Kontakt zu einer Firma in der Region zu haben, und das hat auch geklappt: Meine Masterarbeit werde ich im Unternehmen schreiben. Und selbst wenn sich nach dem Studium keine Stelle ergibt, ist es auf jeden Fall eine gute Referenz.“

FAQ

Fragen und Antworten zum Thema Nebenjobs

Wird mein Gehalt beim BAföG angerechnet?

Ein Mann untersucht ein Reagenzglas mit türkiser Flüssigkeit.

Foto: Johannes Simon

Einkommen aus Nebenjobs muss beim BAföG-Antrag grundsätzlich angegeben werden. Es gibt allerdings einen Freibetrag, der bei 5.400 Euro jährlich (durchschnittlicher Monatsverdienst von 450 Euro) liegt. BAföG wird in der Regel für zwölf Monate bewilligt: Ist der Bewilligungszeitraum kürzer, wird das Einkommen anteilig angerechnet.

Was ist die Besonderheit, wenn ich befristet beschäftigt bin?

Dauert ein Aushilfsjob nicht länger als drei Monate oder 70 Arbeitstage pro Kalenderjahr, handelt es sich um eine befristete Beschäftigung. Sozialversicherungsbeiträge fallen dann nicht an. Bei den Steuern gilt der Grundfreibetrag von 8.652 Euro (2016). Der Arbeitgeber führt die Lohnsteuer ab, die aber mit einer Steuererklärung zurückgeholt werden kann.

Achtung: Wenn man mit mehreren Aushilfsjobs die Befristung übersteigt, fallen Sozialversicherungsbeiträge an.

Bekommen meine Eltern weiterhin Kindergeld wenn ich jobbe?

Wenn weder eine Berufsausbildung noch ein Erststudium abgeschlossen sind, bekommen die Eltern grundsätzlich bis zur Vollendung des 25. Lebensjahres weiterhin Kindergeld – unabhängig von Studentenjobs.

Muss ich bei einer Krankenkasse versichert sein?

Studierende müssen immer unabhängig von ihrem Job in einer gesetzlichen oder privaten Krankenversicherung versichert sein.

Was ist ein Minijob / 450-Euro-Job?

Ein Barkeeper zapft Bier in einer Kneipe.

Foto: Martin Rehm

Eine laufende Erwerbstätigkeit mit nicht mehr als 450 Euro Verdienst im Monat gilt als Minijob. Der Arbeitgeber zahlt einen pauschalen Sozialversicherungsbeitrag. Minijobber/-innen müssen lediglich einen geringen Anteil in die Rentenversicherung einzahlen (3,7 Prozent). Auf Antrag kann man sich davon befreien lassen.

Was ist ein Midijob?

Hiermit sind Jobs gemeint, bei denen im Monat mehr als 450 Euro, aber weniger als 850 Euro verdient werden. Es werden Beiträge zur Sozialversicherung fällig. Diese berechnen sich nach der Höhe des Einkommens und liegen maximal bei 9,35 Prozent.

Bekomme ich Mindestlohn?

Studierende haben Anspruch auf den Mindestlohn von 8,50 Euro. Ob es sich um einen Minijob, einen Semesterferienjob oder um eine Werkstudierendentätigkeit handelt, ist dabei unerheblich. Ausnahme bilden Praktika, die Bestandteil des Studienplans sind oder auch freiwillige Praktika zur Berufsorientierung, die nicht länger als drei Monate dauern. Hier greift der Mindestlohn nicht.

Was sind Sozialversicherungen, und wieviel muss ich zahlen?

Hierzu gehören die Kranken-, Renten- Pflege- und Arbeitslosenversicherung. Ob und wann Beiträge fällig werden, hängt von der Art und Dauer der jeweiligen Beschäftigung ab (siehe Mini- und Midijob sowie zeitlich befristete Jobs).

Muss ich Steuern zahlen?

In Deutschland gilt ein Grundfreibetrag von 8.652 Euro (2016). Ob und wie viel Lohnsteuer der Arbeitgeber abgeführt hat, steht auf der Lohnabrechnung. Solange das Gehalt am Ende des Jahres insgesamt unter dem Grundfreibetrag bleibt, kann die abgeführte Lohnsteuer über eine Steuererklärung zurückgeholt werden. Wer nur einen Minijob ausübt, ist nicht steuerpflichtig.

Was ist ein/-e Werkstudent/-in?

Wer als Studierende/-r während der Vorlesungszeit nicht mehr als 20 Stunden pro Woche arbeitet, gilt als Werkstudent. Diese sind von den Beiträgen zur Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung befreit. Die Beiträge zur Rentenversicherung müssen allerdings gezahlt werden. Ausnahmen von der 20-Stunden-Regel gibt es, zum Beispiel für die Semesterferien oder Wochenenden. Das sollten Studierende aber unbedingt vorher mit ihrer Krankenkasse absprechen.

Weitere Informationen

Rubrik Leben & Wohnen auf studienwahl.de
www.studienwahl.de/de/chleben_und_wohnen.htm

Thema des Monats „Rund ums Studium: Finanzen, Stipendien & Co.“
www.studienwahl.de/de/thema-des-monats/rund-ums-studium-finanzen-stipendien-co01882.htm

Rubrik Studium > Finanzen auf abi.de
www.abi.de/studium/finanzen.htm

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit
https://jobboerse.arbeitsagentur.de

Infos des Deutschen Studentenwerks
www.studentenwerke.de/de/content/jobben-0

Beratungsnetzwerk des DGB
www.jugend.dgb.de/studium/beratung/students-at-work

Minijob-Zentrale
www.minijob-zentrale.de

Informationen der Deutschen Rentenversicherung
www.deutsche-rentenversicherung.de
Tipps für Studierende (PDF)
www.deutsche-rentenversicherung.de/cae/servlet/contentblob/232696/publicationFile/54365/tipps_fuer_studenten.pdf

Hinweis: Links in älteren Themen des Monats werden nicht aktualisiert.

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