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Ein Tablet und ein Apfel liegen auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Eine junge Frau und ein junger Mann lassen sich zu Ihren Studienmöglichkeiten beraten.
Für jede Frage gibt es die passende Beratungsstelle. Foto: KonzeptQuartier
Die Beratungsangebote an den Hochschulen
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61 Prozent aller Studierenden im Erststudium hatten laut der 19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (2009) in den vergangenen zwölf Monaten einen Beratungsbedarf zu mindestens einem Thema. Die Fragen der beratungssuchenden Studierenden betrafen vor allem finanzielle Themen: Wie bestreite ich meinen Lebensunterhalt? Welche Krankenversicherung brauche ich? Aber auch leistungsbezogene Fragen kamen häufig vor: Soll ich überhaupt weiterstudieren? Wie komme ich gegen meine Lernblockade an?

Nach Angaben des Deutschen Studentenwerks (DSW) ist dabei der Bedarf an Beratung zu Themen wie Arbeitsorganisation, Zeitmanagement oder Prüfungsangst in den vergangenen vier Jahren konstant geblieben, während er zum Thema Lern- und Leistungsprobleme leicht angestiegen ist.

Hilfe bei (fast) allen Sorgen

Für jede Frage gibt es die passende Beratungsstelle. Umso wichtiger ist es zu wissen, welche Stelle für welche Themen zuständig ist. Dabei muss zwischen den Ansprechpartnern der Hochschule, des Studentenwerks und denen externer Einrichtungen unterschieden werden. Ein Überblick.

Die Ansprechpartner der Hochschule sitzen in der Zentralen Studienberatung und informieren grundsätzlich über die Inhalte und Anforderungen der verschiedenen Studiengänge und unterstützen in der Entscheidungsphase. Aber auch während des Studiums stehen sie für organisatorische Fragen zur Verfügung.

In der Fachstudienberatung der Fakultäten oder Fachbereiche geht es konkret um Fragen zum gewählten Studiengang: Welche Kurse lassen sich sinnvoll kombinieren? Welche Module müssen belegt werden? Welche Spezialisierung innerhalb meines Fachs bietet sich an? Und welche Möglichkeiten für ein Masterstudium gibt es? Fachstudienberater sind in der Regel Lehrende des jeweiligen Fachbereichs und können daher diese Fragen am besten beantworten.

Die Studentenwerke der Hochschulen erfüllen die so genannte „öffentliche Aufgabe der wirtschaftlichen, sozialen, gesundheitlichen und kulturellen Förderung der Studierenden“. Im Klartext: Sie beraten zu allgemeinen Fragen rund um das Studentenleben, zum Beispiel zur Unterkunft in Studentenwohnheimen oder zur Ausbildungsförderung nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG). Die meisten Studentenwerke verfügen zudem über eine psychologische Beratungsstelle.

Die Berater der Agentur für Arbeit helfen Ihnen gerne weiter!

 

Die Akademischen Auslandsämter / International Offices oder Referate für Internationale Angelegenheiten an den Hochschulen beraten in zwei Richtungen: Zum einen unterstützen sie einheimische Studierende beispielsweise bei der Organisation und Finanzierung eines Auslandssemesters. Zum anderen helfen sie Studierenden aus dem Ausland bei ihrem Start an der deutschen Hochschule. Dazu arbeiten sie zusammen mit dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).

Zu den externen Beratern gehören die Hochschulteams der Arbeitsagenturen. Sie helfen vor dem Studienantritt bei grundsätzlichen Fragen zur Studien- und Berufseignung. Dazu stehen den Beratern u.a. spezielle Testverfahren zur Verfügung. Sie arbeiten außerdem häufig eng mit den „Career Services“ oder dem „Career Center“ zusammen, das es an einigen Hochschulen gibt, kennen die Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und sind beim Berufseinstieg behilflich.

Unterstützung und Informationen erhalten Studierende auch im Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA), wo unter dem Motto „Studierende helfen Studierenden“ Tipps aus erster Hand geboten werden. An vielen Hochschulen bieten Eingeschriebene ihren Kommilitonen mit den „Nightlines“ einen besonderen Service. Am Telefon können sich Studierende zu später Stunde ihre Sorgen vom Herzen reden.

Übrigens: Obwohl die Aufgaben der einzelnen Einrichtungen recht klar geteilt sind, überschneiden sich die Beratungskompetenzen in einigen Bereichen. So kann beispielsweise jeweils ein Berater für Studierende mit Behinderung oder mit Kind im Studentenwerk sowie in der Zentralen Studienberatung sitzen.

Zukunftspläne? Studienstruktur? Auslandsstudium?

Die Zentrale Studienberatung informiert Studieninteressenten zu den Inhalten, Anforderungen und Bewerbungsverfahren aller angebotenen Studiengänge. Doch auch während des Studiums tun sich Fragen auf, die hier beantwortet werden.

Bevor sie sich entscheiden, möchten Studieninteressierte gern etwas über die beruflichen Aussichten für einzelne Studiengänge wissen. „Dabei haben sie aber oft zu pauschale Vorstellungen über mögliche Berufsfelder, die sie später ausfüllen wollen“, beobachtet Dr. Solvejg Rhinow, Leiterin der Zentralen Studienberatung der Universität Leipzig. Die Studienberater/innen geben dann Tipps zur Konkretisierung der eigenen Zukunftspläne.

In der Studieneingangsphase fühlen sich die Studierenden oft orientierungslos und unsicher bei der Auswahl der Module und der Vorbereitung auf erste Prüfungen. „In den höheren Semestern geht es um Fragen zu Beurlaubung, Studienortwechsel, Auslandsstudium, Prüfungsverfahren, Masterstudium und Exmatrikulation“, so Dr. Rhinow. Für alle Fragen stehen in der Zentralen Studienberatung nicht nur persönliche Ansprechpartner, sondern oft auch eine eigene Infothek mit Materialien und Medien rund ums Studium zur Verfügung.

Die zentralen Studienberatungseinrichtungen vieler Hochschulen veranstalten regelmäßig Studieninformations- oder Beratungstage. Schüler, Schülerinnen und Studieninteressierte können sich zu diesen Terminen an der Hochschule umsehen, Dozenten und Studierenden ihre Fragen stellen oder sogar in ausgewählte Kurse hineinschnuppern. Termine für die nächsten Veranstaltungen finden Sie gesammelt in der Veranstaltungsdatenbank von studienwahl.de.

Fachinhalte, Prüfungen & Co

Die Fachstudienberatung oder Studienfachberatung ist in der Fakultät oder im Fachbereich zu finden und wird meist von den Lehrkräften übernommen. Sie unterstützen die Studierenden mit fachspezifischem Know-how bei der Planung und Durchführung ihres Studiums.

Eine junge Frau lässt sich beraten.

 

Im Fachbereich Germanistik der Universität Heidelberg ist Dr. Sandra Kluwe für die Fachstudienberatung zuständig. Studieninteressierte kommen zu ihr, um zu erfahren, welche Sprachkenntnisse sie für den gewählten Studiengang mitbringen müssen und welche Begleitfächer dazu passen. Im Verlauf des Studiums werden dann meist Fragen zu den Prüfungsmodalitäten besprochen: Wo muss ich mich anmelden? Wie oft kann ich eine Prüfung wiederholen?

„Da im Bachelor und Master nahezu alle studienbegleitenden Leistungen in die Abschlussnote eingehen, werden viele Fragen zu einzelnen Prüfungsleistungen gestellt“, berichtet Dr. Kluwe, „aber auch zu den ‚übergreifenden Kompetenzen’, das sind berufsbezogene und interdisziplinäre Leistungsnachweise.“ Insgesamt seien die Studierenden in den modularisierten Studiengängen viel stärker um ein gut geplantes Studium bemüht als beim Magister, manche meldeten sich daher alle vier Wochen in der Beratung.

Leon Ginzel (20) studiert im ersten Semester Politik und Geschichte an der Uni Potsdam. Um eine wohlüberlegte Studienentscheidung zu treffen und gut vorbereitet ins Studium zu gehen, hat er vorher verschiedene Angebote der Studienberatung genutzt. Viele Ausbildungswege führen in den Journalismus, wo Leon Ginzel seine Zukunft sieht. Die Frage war: Welchen sollte er einschlagen? „Ich habe mir per Internet auf den Hochschulseiten verschiedene passende Studiengänge herausgesucht und mich dann in der jeweiligen Fachstudienberatung nach Aufbau und Inhalten erkundigt“, so der 20-Jährige. Soziologie an der TU Berlin erschien ihm danach zu theoretisch, Asien- und Afrikastudien an der HU Berlin zu breit gefächert. Mit der Entscheidung für Politik und Geschichte fühlt sich Leon Ginzel jetzt absolut wohl.

Vor Studienbeginn hat er sich zudem in der Zentralen Studienberatung der Uni Potsdam noch einmal erkundigt, wie die Anmeldung für die einzelnen Module funktioniert. „Man sollte nicht völlig ahnungslos in der Studienberatung aufkreuzen, sondern vorher schon recherchieren und konkrete Fragen mitbringen“, empfiehlt er. „Nur dann bringt sie einen wirklich weiter.“

Geldquellen erschließen!

Ein Studium lässt sich finanzieren durch Unterhalt von den Eltern, BAföG, ein Stipendium, einen Kredit oder einen Nebenjob. Welche Optionen für wen infrage kommen, erklären die Berater für Studienfinanzierung bei den Studentenwerken.

„Ein Studium zu finanzieren, ist auch in Zeiten von Bachelor und Master gut möglich“, sagt Constanze Keiderling, Sozialberaterin beim Studentenwerk Berlin. Vielen Studieninteressierten muss sie zunächst Mut machen. „Was sie oft nicht wissen: Die Eltern sind verpflichtet, während der Ausbildung Unterhalt zu zahlen. Alternativ oder zusätzlich gibt es BAföG. Ein Großteil der Studenten kommt unserer Erfahrung nach mit dieser Kombinationsfinanzierung gut zurecht.“

Rat suchen die Studierenden häufig noch einmal in der Studienabschlussphase, wenn das BAföG wegfällt, weil die Regelstudienzeit überschritten wurde, oder wenn im Prüfungsstress keine Zeit mehr zum Jobben bleibt. Als Überbrückung kann dann etwa ein Studierendendarlehen dienen: „Das kann sich aber leicht zur Schuldenfalle entwickeln und sollte nur für einen überschaubaren Zeitrahmen von maximal einem Jahr in Anspruch genommen werden“, rät Constanze Keiderling. Generell sollte man etwa wegen des Risikos der Überschuldung bei der Aufnahme eines Kredits vorsichtig sein und erst dann unterschreiben, wenn alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft sind.

Der gelernte Bankkaufmann Christian Müller (28) ist im Einzelhandel tätig, möchte aber zum WS 2011/12 ein Wirtschaftsstudium beginnen. Beim Studentenwerk Jena hat er sich zur Studienfinanzierung beraten lassen. Sein Berufsziel ist eine Tätigkeit im Marketing oder Controlling eines Unternehmens. „Ich möchte mich später nicht ärgern müssen, weil ich die Chancen, die mir ein Studium bietet, habe verstreichen lassen“, sagt Christian Müller. Seine Bewerbung für die Universität Jena wird er fristgerecht im Mai einreichen.

Doch das Studium muss finanziert werden. Und da Christian Müller schon eine Ausbildung abgeschlossen hat, sind seine Eltern nicht mehr unterhaltspflichtig. Steht ihm mit 28 Jahren denn noch BAföG zu? Nach dem Beratungsgespräch im Studentenwerk Jena weiß Christian Müller: „Wenn das Studium vor dem 30. Lebensjahr aufgenommen wird, kann man ganz normal BAföG beantragen. Den Antrag kann ich sogar rausschicken, bevor ich die Zusage von der Hochschule habe, dann geht es hinterher schneller!“ Sobald er die Mitteilung erhalten hat, wie viel BAföG ihm zusteht, wird er ausrechnen, ob er sich noch einen Nebenjob organisieren muss, um sich den Traum vom Studium erfüllen zu können.

BAföG-Beratung

Wenden Sie sich zur individuellen BAföG-Beratung an Ihr Studentenwerk. Einen Überblick über die Förderungsmöglichkeiten nach dem BAföG und die Kontaktdaten der Studentenwerke finden Sie auf der Informationsseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung: www.das-neue-bafoeg.de.

Interview: „Den Studierenden den Rücken frei halten“

In Deutschland gibt es 58 Studentenwerke, die im Deutschen Studentenwerk (DSW) zusammengeschlossen sind. Sie betreuen rund zwei Millionen Studierende an 200 Hochschulorten mit ihren zahlreichen Unterstützungsangeboten. DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde erklärt, welche das sind.

Wie würden Sie die Aufgaben der Studentenwerke im Kern zusammenfassen?

Achim Meyer auf der Heyde: Die Studentenwerke sind dafür zuständig, den Studierenden den Rücken frei zu halten und die optimalen Rahmenbedingungen dafür zu schaffen, dass sie ihr Studium durchziehen können. Sie helfen bei Konflikten und der Durchsetzung von Ansprüchen. Es geht darum, die wirtschaftliche Situation der Studierenden zu verbessern, die Organisation ihres Studiums zu optimieren, um ihnen ein möglichst unbelastetes Studium zu ermöglichen.

Bei welchen Problemen finden die Studierenden im Studentenwerk den richtigen Ansprechpartner?

Achim Meyer auf der Heyde: Die Studentenwerke bieten Beratung in drei Bereichen an: Sozialberatung, Psychologische Beratung und Beratung für Studierende mit Behinderung oder chronischer Krankheit. Die Sozialberatung beinhaltet die Bereiche Studienfinanzierung und Versicherung, Mietrecht und Ausländerrecht, Auslandsstudium, Studium in einer besonderen Lebenssituation und Beurlaubung vom Studium. Besonders häufig kommen Studierende in die Beratung, die keinen BAföG-Anspruch haben, dazu ausländische Studierende, schwangere Studentinnen, Alleinerziehende und studentische Paare mit meist kleinen Kindern sowie Studierende mit Behinderung. In Einzel- und Gruppengesprächen werden sie bei ihren Problemen unterstützt.

Hat sich der Beratungsbedarf seit Einführung der Bachelor- und Masterstudiengänge verändert?

Achim Meyer auf der Heyde: Der Beratungsbedarf ist gestiegen. Wir zählen seither mehr Einzelgespräche und mehr Ratsuchende in unseren Beratungen. Um darauf zu reagieren, bieten die Studentenwerke seit jüngster Zeit nicht mehr nur die klassische Beratung an, sondern auch Workshops zu Themen wie Stressbewältigung und Zeitmanagement. Diese Veranstaltungen sind für die Studierenden kostenlos. Da wir sehen, dass die neuen Workshop-Angebote und Sonderveranstaltungen von den Studierenden gut angenommen werden, wollen wir verstärkt in diesem Bereich arbeiten. Künftig soll zudem die Vermittlung von Praktika und Jobs ausgebaut werden, damit den Studierenden der Übergang von der Hochschule in die Arbeitswelt möglichst nahtlos gelingt.

Beratung speziell zugeschnitten

Manche Studierende befinden sich in einer besonderen Lebenslage und brauchen besondere Unterstützung – sei es, weil sie ein Kind haben oder weil sie mit einer Behinderung leben. Ihren Ansprechpartner finden sie im Bereich Spezielle Beratung. Dort sind übrigens auch die Anlaufstellen eigens für Studentinnen angesiedelt.

Die meisten Hochschulen wie auch Studentenwerke haben einen Beauftragten für die Belange von Studierenden mit Behinderung und chronischer Krankheit benannt, der bei Problemen weiterhelfen kann (Liste hier einzusehen).

„Wichtige Fragen, mit denen die Ratsuchenden zu mir kommen, sind zum Beispiel: Kann ich vom Studienbeitrag befreit werden? Welche Möglichkeiten gibt es, die Nachteile, die ich bei Prüfungen habe, auszugleichen? Welche Angebote hält die Hochschule für mich bereit?“, berichtet Hermann-Josef Kuckartz, Berater im Sachgebiet Behindertenfragen Studierender an der RWTH Aachen. Er weist dann zum Beispiel auf spezielle Informationsveranstaltungen hin, auf Möglichkeiten zur Begleitung und Unterstützung im Studienalltag, auf barrierefreie Toiletten sowie den eigens eingerichteten Ruheraum.

Zur speziellen Beratung zählen auch die Anlaufstellen ausschließlich für Studentinnen. Kontaktadressen zu den jeweiligen Ansprechpartnern an den Hochschulen sind zentral zu finden auf der Website der „Bundeskonferenz der Frauenbeauftragten an Hochschulen“ (www.bukof.de), dort unter dem Menüpunkt „Kontakt“ > „Gleichstellungsbeauftragte“.

Im Rahmen der 18. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks wurde 2008 ein Sonderbericht über die Situation von Studierenden mit Kindern erhoben (www.sozialerhebung.de/pdfs/Soz18_Internet_Kinder_080219.pdf).
Derzeit bieten 54 Studentenwerke insgesamt 205 Kindertageseinrichtungen für Kinder ab der Geburt an (Liste hier einzusehen).

Den Kompass neu justieren

Bei Prüfungsangst, Stress mit den Eltern oder Selbstwertproblemen ist die Psychologische Beratung der Studentenwerke die richtige Anlaufstelle. Manche Studierenden kommen auch einfach mit dem diffusen Gefühl, dass irgendwas nicht stimmt.

Leitmarkierungen können helfen.

Foto: Heidrun Hönninger

42 der 58 Studentenwerke (Liste hier einzusehen) bieten eine Psychologische Beratung für Studierende an. Der Bedarf ist heute größer denn je, bemerkt Diplom-Psychologe Thomas Blum vom Studentenwerk Augsburg: „Lern- und Arbeitsschwierigkeiten kommen häufig vor. Denn der Leistungsdruck an den Hochschulen hat erheblich zugenommen. Kommt dazu eine persönliche Krise, die im spätadoleszenten Alter durchaus normal ist, kann das einen jungen Menschen völlig aus der Bahn werfen.“

Die Beratung ist kostenlos, vertraulich und unbürokratisch. Zeigt sich bei ratsuchenden Studierenden eine behandlungsbedürftige Störung, werden sie an eine ambulante oder stationäre Therapie vermittelt. „Aber auch kleinere Probleme nehmen wir ernst, denn es gibt immer einen subjektiven Leidensdruck“, sagt Psychologe Thomas Blum. „Für ein Viertel der Ratsuchenden reicht schon ein einmaliges Gespräch, um den Kompass neu zu justieren.“

Studierende helfen Studierenden

An einigen deutschen Universitäten bieten ehrenamtlich engagierte Studierende in den späten Abendstunden einen Zuhör-Service per Telefon an: die so genannte „Nightline“. Die Anrufe werden streng vertraulich und anonym behandelt.

Ob familiäre Probleme, Einsamkeitsgefühle oder das Bedürfnis, sich einfach mal auszusprechen: Die Mitarbeiter der Nightlines haben ein offenes Ohr für ihre Kommilitonen. „Es fühlt sich nicht an wie ein Gespräch mit der besten Freundin, denn wir sind geschult im aktiven Zuhören und in der Gesprächsführung“, sagt eine studentische Mitarbeiterin bei der Nightline Köln, „aber wir kennen die Lebenssituation als Studierender an einer Massen-Uni aus eigener Erfahrung und können uns gut in die Anrufer hineinversetzen.“ Nach Möglichkeit setzen die Nightline-Teams in jeder Schicht einen männlichen und einen weiblichen Ansprechpartner ein.

„Wo eine psychologische Beratung notwendig ist, verweisen wir an Fachstellen, wie zum Beispiel die psychosoziale Beratung unseres Studentenwerks“, erklärt Nicole Aurich, „doch in vielen Fällen fassen die Anrufer im Laufe des Gesprächs neuen Mut, ihr Problem eigenständig anzugehen.“

 

Weitere Informationen

Studienberatung der Hochschulen

Informationen zu den Kontaktmöglichkeiten zur Allgemeinen Studienberatung und zur Fachstudienberatung finden Sie auf den Internetseiten der jeweiligen Hochschule.

Angebote der Agenturen für Arbeit

Kontakt zu den Teams für akademische Berufe Ihrer Agentur für Arbeit können Sie über folgende Seite aufnehmen: www.arbeitsagentur.de/nn_29892/Navigation/Dienststellen/Dienststellen-Nav.html
Für ein Beratungsgespräch vereinbaren Sie bitte einen Termin bei der örtlichen Agentur für Arbeit.

BAföG-Beratung

Wenden Sie sich zur individuellen BAföG-Beratung an Ihr Studentenwerk. Die Kontaktdaten finden Sie auf der Informationsseite des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF): www.das-neue-bafoeg.de. Allgemeine Fragen können auch durch die BAföG-Hotline (Tel. 0800/2236341) beantwortet werden.

 

Informationen des DSW:

Deutsches Studentenwerk (DSW)
www.studentenwerke.de

Informationsbroschüre „Beratung im Hochschulbereich“ des Deutschen Studentenwerks
www.studentenwerke.de/pdf/Beratung_Hochschulbereich.pdf

19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (Hauptbericht)
www.studentenwerke.de/pdf/19SE_Hauptbericht.pdf

19. Sozialerhebung des Deutschen Studentenwerks (Kurzfassung)
www.studentenwerke.de/pdf/19SE_Kurzfassung.pdf

Informationen für Studierende mit Behinderung
Informationsbroschüre „Studium und Behinderung“ des Deutschen Studentenwerks (lang)
www.studentenwerke.de/pdf/Studium_Behinderung_komplett.pdf

Informationsflyer „Studium und Behinderung“ des Deutschen Studentenwerks (kurz)
www.studentenwerke.de/pdf/Flyer_Beratungsstelle_Behinderte_1008.pdf

Liste der Beauftragten für Behindertenfragen an den Hochschulen:
www.studentenwerke.de/adressen/bfb.asp


Informationen zur Studienfinanzierung:

Informationsflyer „Jobben“ des Deutschen Studentenwerks
www.studentenwerke.de/pdf/Flyer_Jobben.pdf

Informationsflyer „Ein Studium finanzieren“ des Deutschen Studentenwerks
www.studentenwerke.de/pdf/Studium_finanzieren_20101.pdf

Informationsflyer „Mit BAföG ins Ausland“ des Deutschen Studentenwerks
www.studentenwerke.de/pdf/Bafoeg_Ausland_2010.pdf

Informationsflyer „BAföG-aktuell“ des Deutschen Studentenwerks (kurz)
www.studentenwerke.de/pdf/BAfoeG_aktuell_maerz_2009.pdf

Informationsbroschüre „BAföG“ des Deutschen Studentenwerks (lang)
www.studentenwerke.de/pdf/BAfoeG_2009.pdf

Studienkredittest 2010 des Centrums für Hochschulentwicklung (CHE)
www.che.de/downloads/CHE_AP135_Studienkredit_Test_2010.pdf

Suchmaschine des Bundesministeriums für Bildung und Forschung zu Stipendienangeboten in Deutschland
www.stipendienlotse.de

Vergleich der Studienkredite der Zeitschrift Finanztest (Freischaltung aller Ergebnisse kostet 1,50 Euro)
www.test.de/themen/geldanlage-banken/test/Studienkredite-Guenstige-Darlehen-4122805-4128091

Weitere Informationsquellen:

dgb-jugend.de
Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) hat an mehr als 50 Hochschulstandorten Hochschulinformationsbüros bzw. Campus Offices, in denen Sie sich in Sachen Arbeits- und Sozialrecht sowie Studienfinanzierung und Praktikumsmöglichkeiten beraten lassen können. Eine Übersicht finden Sie hier:
www.dgb-jugend.de/studium/beratung_vor_ort

arbeiterkind.de
Ein Internetportal für Schüler und Studierende, die als erste in ihrer Familie einen Studienabschluss anstreben. Zusätzlich helfen über 2.000 Mentoren in ganz Deutschland bei Problemen persönlich weiter.
www.arbeiterkind.de

Deutscher Akademischer Austauschdienst (DAAD)
www.daad.de/de/index.html

Centrum für Hochschulentwicklung (CHE)
www.che-concept.de

Hochschulrektorenkonferenz (HRK)
www.hrk.de

Netzwerk Wege ins Studium
www.wege-ins-studium.de

Kontakt zu Nightlines (eine Auswahl):

Nightline der Universität Köln
www.nightline.uni-koeln.de

Nightline der Universität Heidelberg
www.nightline.uni-hd.de

Nightline der Universität Münster
www.nightline-muenster.de

Nightline der Universität Freiburg
www.nightline.uni-freiburg.de

Nightline der Universität Dresden
www.nightline-dresden.de

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