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Ein Tablet und ein Apfel liegen auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Foto von Corina Dadaniak vor dem Ozean.
Carina Dadaniak war ein halbes Jahr mit dem Work-and-Travel-Programm in Australien. Foto: Privat
Auslandsaufenthalt in "Down Under": Wege ans andere Ende der Welt
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Kurz vor dem Abschluss seines BWL-Studiums zog es Gerrit Seveling in die Ferne. Bei einem Praktikum in Australien hat der 27-Jährige wertvolle Erfahrungen gesammelt – und nebenbei die Basis für seinen Berufseinstieg gelegt. Auf der Internetseite der Deutsch-Australischen Industrie- und Handelskammer (www.australien.ahk.de) fand der Student deutsche Firmen, die eine Niederlassung auf dem „roten Kontinent“ haben. Er versuchte es mit einer Initiativbewerbung bei Bayer CropScience: „Ich habe in der australischen Zentrale angerufen und mich vorgestellt. Das Gespräch lief dabei natürlich auf Englisch ab. Zwei Wochen später saß ich in Melbourne am Schreibtisch“; erzählt er von dem Weg zu seinem sechsmonatigen Praktikum.

Organisatorisch war sein Aufenthalt unkompliziert. „Das nötige Working-Holiday-Visum habe ich schon vorher beantragt, da ich meine damalige Freundin, die zu dieser Zeit in Australien wohnte, besuchen wollte.“ Da Gerrit Seveling über seine Eltern bereits privat krankenversichert war, entfiel für ihn der Abschluss einer entsprechenden zusätzlichen Krankenversicherung. Denn bei einem Auslandsaufenthalt außerhalb der EU und des EWR erbringt die gesetzliche Krankenkasse in der Regel keine Leistungen, sodass eine private Krankenversicherung abgeschlossen werden muss. Er schloss lediglich zusätzlich eine Auslandskrankenversicherung ab. Um Bankkonto und Handy kümmerte er sich vor Ort. Und seine Lebenshaltungskosten in Australien deckte er durch die Praktikumsvergütung, die sein Arbeitgeber ihm zahlte – ein Glücksfall!

Erfahrungen zwischen Arbeit und Urlaub

Dank seiner Freundin und den Kolleginnen und Kollegen fand er rasch Anschluss am anderen Ende der Welt. Von Melbourne ist Gerrit Seveling noch heute begeistert: „Man kann unheimlich viel machen. Ein Highlight war der Melbourne-Cup, das größte Pferderennen Australiens.“

Porträtfoto von Gerrit Steveling.

Gerrit Steveling

Foto: Privat

Im Anschluss an sein Praktikum ist Gerrit Seveling noch zwei Monate herumgereist, unter anderem an die Ostküste Australiens, die berühmt für ihre Inseln und Strände ist.

Zurück in Deutschland beendete er sein Studium und bewarb sich bei Bayer als Trainee. Mit Erfolg – auch dank seines Praktikums in der Auslandvertretung des Dax-Unternehmens.

Praktikum, Jobben & Reisen

So wie Gerrit Seveling zieht es viele junge Leute nach Australien. Regina Schmieg, Beraterin von der internationalen Koordinierungsstelle Eurodesk, erklärt warum: „Das Land ist weit weg und hat eine extrem vielfältige Natur. Zugleich ist es leicht zugänglich, da man dort Englisch spricht.“ Von einem Praktikum abgesehen kennt Regina Schmieg weitere, beliebte Möglichkeiten für einen Aufenthalt in „Down Under“: „Klassisch ist das Work-and-Travel-Programm. Weitere Wege sind ein Au-pair-Aufenthalt, ein Freiwilligendienst oder ein Auslandsstudium.“

Porträtfoto von Regina Schmied.

Regina Schmied

Foto: Privat

Egal, für was man sich entscheidet: Grundlage ist stets das „Working-Holiday-Visum“: „Dieses kann an junge Menschen im Alter von 18 bis 30 Jahren ausgegeben werden. Mit ihm hat man eine Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für ein Jahr“, weiß Regina Schmieg.

Annike Henrix vom Bildungsberatungsdienst „weltweiser“, betont allerdings, dass es keine Jobgarantie gibt: „Man konkurriert mit anderen Work-and-Travel-Reisenden aus vielen Ländern. Mit etwas Flexibilität findet aber jeder etwas.“ Annike Henrix empfiehlt, die Reise über eine Organisation zu planen. „Das kostet zwar rund 1.700 Euro, darin sind aber die Flugtickets und Versicherungen schon enthalten.“ Ein weiterer Vorteil sei die Beratung vor Ort und die Möglichkeit andere Teilnehmer/-innen kennenzulernen.

Auch angehende Au-pairs finden über Agenturen eine Stelle. Sie kümmern sich in australischen Familien um die Kinder und bekommen dafür freie Kost und Logis sowie ein kleines Taschengeld. „Dafür sollte man etwas Erfahrung in der Kinderbetreuung oder Jugendarbeit mitbringen“, erklärt Annike Henrix.

Eine dritte Möglichkeit ist der Freiwilligendienst, also die ehrenamtliche Arbeit für einige Monate in sozialen oder ökologischen Projekten. Dies kann im Rahmen eines Freiwilligen sozialen oder ökologischen Jahres (FSJ / FÖJ) erfolgen, als Internationaler Jugendfreiwilligendienst (IJFD) oder als Anderer Dienst im Ausland (ADiA). In diesen Fällen ist ein Träger erforderlich, z.B. der Internationale Bund e.V. oder das Deutsche Rote Kreuz.Weitere Informationen zu Freiwilligendiensten: www.studienwahl.de/de/zwischenzeit.htm

Ein genereller Hinweis: Da sich im Internet auch unzählige Angebote von privatwirtschaftlichen Anbietern und Vermittlern finden, sollte man sich in jedem Fall vorab gut über eventuelle Vermittlungs- und/oder Organisationsgebühren informieren.

… oder gleich bei den Koalas studieren?

Schließlich kann man auch in Australien studieren – entweder ein oder mehrere Gastsemester (man spricht auf Englisch von „Study Abroad“) oder auch ein ganzes Studium. Wichtig zu wissen: Das akademische Jahr in Australien beginnt meist im Februar und endet im November; wie hierzulande ist es in zwei Semester geteilt. Ein Studienstart ist also im Regelfall Ende Februar oder Ende Juli möglich. Englischkenntnisse sind an vielen der 39 Universitäten (davon sind 37 staatlich) nachzuweisen (z.B. durch einen IELTS- oder TOEFL-Test). Zudem sind von ausländischen Studierenden je nach Studiendauer hohe bis sehr hohe Studiengebühren zu entrichten. Für einen Studienaufenthalt mit einer Dauer von mehr als drei Monaten ist ein Studierendenvisum erforderlich.

Anlaufstelle für Interessierte an einem Studium in Australien ist GOstralia! (www.gostralia.de), die offizielle Vertretung australischer Hochschulen in Deutschland.

Egal für welche Art von Auslandsaufenthalt man sich entscheidet: Eine frühzeitige Organisation der Reisekasse ist wichtig – und das geht weit über Flugticket, Unterkunft und eventuelle Gebühren einer Vermittlungsagentur hinaus. So fallen an australischen Hochschulen etwa Semestergebühren von bis zu 20.000 Euro an! Man sollte sich also über Förderungsmöglichkeiten informieren.

Das Leben „Down Under“ finanzieren

Eine Möglichkeit ist das Auslands-BAföG, das für einen Studienaufenthalt von mindestens sechs Monaten und maximal einem Jahr beantragt werden kann. Auch für ein Auslandspraktikum in Australien kann Auslands-BAföG bewilligt werden, solange man an einer deutschen Hochschule studiert oder eine anerkannte berufliche Ausbildung in Deutschland macht. Ein förderungsfähiges Praktikum muss mindestens zwölf Wochen dauern.

Bild eines roten Sparschweins.

Wer einen Australienaufenthalt plant, sollte sich früh über eine Finanzierung informieren.

Foto: Martin Rehm

Der Grundbedarf für Studierende wird hierbei auf 597,- Euro festgesetzt, für Schüler/-innen auf 465,- Euro pro Monat. Hinzukommen können Zuschläge für Versicherungen sowie einmalige Pauschalen für Reisekosten (insgesamt pauschal 1.000,- Euro). Zuständig für Australien ist übrigens zentral für alle deutschen Bewerber/-innen das Studentenwerk Marburg.

Für einen kürzeren Studienaufenthalt bis zu sechs Monaten eignet sich ein PROMOS-Stipendium (Programm zur Steigerung der Mobilität von deutschen Studierenden), mit dem etwa Praktika, Sprach- oder Fachkurse gefördert werden können. Hierbei können auch Studiengebühren bis zu einer Höchstgrenze von 6.000,- Euro übernommen werden. Der Antrag ist über die Heimathochschule zu stellen, in der Regel beim Akademischen Auslandsamt der Hochschule.

Eine weitere Möglichkeit wäre ein Stipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD). Diese fach- und regionalspezifischen Förderungen sind die meistgenutzten Angebote. Im Jahr 2012 wurden vom DAAD für Australien insgesamt 912 deutsche Stipendiat(-inn)en gefördert. Die monatliche Förderungsrate liegt hier bei 300,- Euro für ein Teilstipendium (z.B. im Rahmen eines Praktikums während des Studiums) und 900,- Euro für ein Vollstipendium (Studienaufenthalt z.B. während eines Bachelor- oder Masterstudiums).

Unabhängig vom konkreten Plan sollten Weltenbummler/-innen in spe nicht zu lange warten: Viele Förderungen müssen in der Regel spätestens sechs Monate vor Reiseantritt beantragt werden.

Interview

„Das Verhältnis zu den Professoren/-innen ist weniger formell.“

Silke Henke berät beim Institut Ranke-Heinemann Studierende, die ein Auslandssemester in Australien planen oder dort ihr ganzes Studium absolvieren möchten. Die Beraterin war während ihres Studiums selbst in „Down Under“ – und war begeistert von Land und Leuten.

 

Porträtfoto von Silke Henke.

Silke Henke

Foto: Privat

Studienwahl.de: Frau Henke, was spricht dafür, sein Auslandssemester in Australien zu verbringen?

Silke Henke: An erster Stelle steht die Begeisterung fürs Land sowie die Abenteuerlust, ans andere Ende der Welt zu reisen. Australien ist ein vielseitiges Land, einerseits übersichtlich, weil es nicht so viele große Städte gibt, andererseits endlos weit.

Studienwahl.de: Können Sie Hochschulstandorte und Studiengänge empfehlen?

Silke Henke: Es gibt in jedem Bundesstaat eine oder mehrere Universitäten, sogar eine auf der Insel Tasmanien. Alle Universitäten Australiens sind Volluniversitäten, an denen man fast alles studieren kann. Die Auswahl des Standorts hängt daher ganz von den individuellen Vorlieben ab.

Studienwahl.de: Ist Studieren in Australien anders als in Deutschland?

Silke Henke: Ich persönlich fand den Umgang mit den Lehrkräften sehr angenehm. Das Verhältnis ist unkompliziert und weniger formell. Im Vergleich mit großen staatlichen deutschen Universitäten kam mir die Betreuung intensiver vor. Es wird aber auch erwartet, dass man beim Studium viel Eigeninitiative zeigt.

Studienwahl.de: Eine weitere Besonderheit sind die mitunter recht hohen Studiengebühren. Haben Sie da einen Tipp?

Silke Henke: Wer für ein oder zwei Semester nach Australien geht, kann je nach persönlicher Voraussetzung etwa Auslands-BAföG beantragen oder sich auf Stipendien bewerben, zum Beispiel vom Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD). Wer sein ganzes Studium in Australien verbringen will, kann sich um ein Stipendium der ausländischen Universität bemühen. In den verschiedenen Stipendien sind zum Teil die Studiengebühren enthalten oder auch ein Zuschuss für die Lebenshaltungskosten. Zudem gibt es Partnerprogramme von deutschen und australischen Hochschulen, bei denen die Studiengebühren für ein Auslandssemester entfallen.

Studienwahl.de: Kann man sich Scheine, die man in Australien macht, auch in Deutschland anrechnen lassen?

Silke Henke: Es gibt in Australien zwar keine ECTS-Punkte, sondern Credit Points, aber die australischen Universitäten sind mit dem europäischen System vertraut. Wenn man das rechtzeitig mit der Heimathochschule abklärt, ist es in der Regel kein Problem.

Studienwahl.de: Was sollte man noch unbedingt erledigen, bevor man ins Flugzeug steigt?

Silke Henke: Sich damit beschäftigen, wo man wohnen wird. Da gibt es im Studium vor allem folgende Möglichkeiten: In einem Wohnheim auf dem Campus oder in einer privaten Unterkunft. Die Universität unterstützt bei der Suche, aber Eigeninitiative ist wichtig.

Work-and-Travel

Bananenbrot, Kinder und Koala-Bären

Carina Dadaniak (22) war ein halbes Jahr mit dem Work-and-Travel-Programm in Australien. Die ersten vier Monate hat sie in einem Café und als Au-pair gearbeitet. Auf der anschließenden Reise durch den Kontinent hat sie dann die Vielfalt Australiens kennengelernt.

Porträtfoto von Corina Dadaniak.

Carina Dadaniak

Foto: Privat

Im Januar 2012, als in Düsseldorf Minus-Grade herrschten, drückte Carina Dadaniak ihrer Mutter die Winterjacke in die Hand: „Die brauche ich nicht mehr.“ Dann verabschiedete sie sich und machte sich auf den langen Flug ans andere Ende der Welt – dorthin, wo die Jahreszeiten auf dem Kopf stehen. „Ich wollte schon immer die große weite Welt sehen. Daher habe ich mich nach dem Abitur für ein Work-and-Travel-Programm in Australien angemeldet“, erzählt Carina Dadaniak.

Organisiert wurde ihr Aufenthalt vom American Institute For Foreign Study (AIFS): „Die haben sich im Vorfeld um alles gekümmert – vom Bankkonto über das Handy zum Visum.“ Dafür musste sie rund 1.700 Euro bezahlen, darin waren auch die Tickets für Hin- und Rückflug enthalten. Eine stolze Summe, doch es hat sich gelohnt.

Nach 22 Stunden Flug landete Carina Dadaniak in Sydney. Dort besuchte sie zunächst die Begrüßungsveranstaltungen des AIFS, wo sie andere Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Programms kennenlernte und erfuhr, welche Besonderheiten beim Jobben in der australischen Arbeitswelt zu beachten sind.

„Das Leben in Australien habe ich selbst finanziert. Dazu habe ich unter anderem im Internet nach Jobs gesucht und ein Angebot von einem Café in Sydney gefunden. Ich rief dort an, arbeitete einige Stunden Probe und konnte anfangen“, erzählt Carina Dadaniak über ihren ersten Arbeitsplatz – wo es ihrer Ansicht nach übrigens das „leckerste Bananenbrot der Welt“ gibt. Der Lohn wird in Australien wöchentlich bezahlt, sie erhielt 350 Australische Dollar, was knapp 250 Euro entspricht.

Leben in einer Familie auf dem Fünften Kontinent

Anschließend fand sie mit Hilfe des AIFS in Melbourne eine Stelle als „Short-Term-Au-pair“: „Ich habe drei Monate bei einer Familie gewohnt und mich um die vier Kinder gekümmert. Sie waren unglaublich nett, ich wurde wie ein Familienmitglied aufgenommen.“

Danach bereiste sie mit einer Freundin, die sie beim AIFS-Treffen kennengelernt hatte, zwei Monate lang das Land: Sie fuhren mit einem Mietwagen die Küste entlang, flogen 3.000 Kilometer in den Norden Australiens, wo aufgrund der Nähe zum Äquator ein tropisches Klima herrscht. Das Programm reichte von Wanderungen im Regenwald über Schnorcheltouren am Great-Barrier-Riff bis zum Besuch einer Koala-Station. „Ich habe so viel erlebt, dass ich gar nicht alles erzählen kann“, schwärmt Carina Dadaniak.

Auslandssemester im Studium

Studying in Paradise

Annika Meinecke (25) hat an der Bond University nahe Brisbane ein Auslandssemester gemacht – fast direkt an den berühmten Stränden der australischen Ostküste. Sowohl das Studium als auch die Betreuung durch die Lehrkräfte waren anders als in Deutschland.

Porträtfoto von Annika Meinecke.

Annika Meinecke

Foto: Christine Gerhardson

„Ich wollte unbedingt noch während meines Studiums ins Ausland“, sagt Annika Meinecke. An der Uni Hamburg besucht die 25-Jährige das Masterstudium Internationale Kriminologie. „Als Gastland hat mich Australien interessiert – und das ist auch eine gute Adresse für eine Kriminologin.“ Wenige Monate vor Beginn des deutschen Wintersemesters 2012 machte sie sich aber keine großen Hoffnungen mehr, das neue Semester in Australien zu verbringen: Sie hatte erst im November 2011 angefangen, sich um das Auslandsstudium zu kümmern. Zu diesem Zeitpunkt waren die Bewerbungsfristen für ein Stipendium der Hamburger Hochschule oder des Deutschen Akademischen Austauschdienstes bereits abgelaufen. Dabei sollten Studierende, die wie Annika Meinecke ein Semester in Australien planen, die Bedeutung einer finanziellen Unterstützung nicht unterschätzen. „Ich dachte schon, es wird nichts, weil ich die hohen Studiengebühren in Australien nicht aus eigener Tasche bezahlen konnte.“ Heute wisse sie, dass man mindestens ein Jahr vor Reiseantritt mit der Planung beginnen sollte.

Hilfe brachte dann „GOstralia“, die offizielle Vertretung australischer Hochschulen in Deutschland, die Australienaufenthalte unter anderem durch Stipendien unterstützt. „Ich habe ein Motivationsschreiben und meine Zeugnisse hingeschickt. Die Zusage kam im Juni 2012. Danach ging alles ganz schnell: Ich habe ein Working-Holiday-Visum beantragt und einen Flug gebucht.“

Forderndes Studienpensum

Im September trat sie dann zum Studium an der Bond University an, das – anders als in Deutschland und vielen Hochschulen in Australien – in Trimester untersteilt ist. „Unsere Klassen waren sehr klein und das Verhältnis zu den Professoren dadurch sehr persönlich“, sagt Annika Meinecke.“ Allerdings wird von Studierenden viel verlangt: „Der Zeitaufwand vor und nach jedem Kurs war deutlich höher als in Deutschland: In jedem Kurs musste ich Essays schreiben, an Gruppenpräsentationen mitarbeiten, Referate halten und eine mündliche Prüfung ablegen.“

Dennoch blieb ihr Zeit, um mit anderen Studierenden aus aller Welt Australien zu genießen. „Es gab zahlreiche Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung.“ Die Hochschule mit ihren rund 30.000 Studierenden liegt in Robina, im östlichen australischen Bundesstaat Queensland. An der australischen Goldküste gelegen ist die Region wegen der vielen Strände bei Touristen beliebt und die Universität wirbt nicht umsonst mit dem Motto: „Studying in Paradise“.

Für Annika Meinecke hat sich ihr Aufenthalt in vielerlei Hinsicht mehr als gelohnt. Aufgrund ihrer Praxiserfahrungen aus den verschiedenen Jobs, ihre nun sehr guten Englischkenntnisse und die unbezahlbaren Erinnerung an Australien würde sie sich jederzeit wieder dafür entscheiden.

Checkliste

Von Abflug bis Zimmersuche

Damit der Aufenthalt glückt, ist einiges zu erledigen, bevor man ins Flugzeug steigt. Diese Checkliste führt auf, was man vor dem Abflug nicht vergessen sollte.

13 Monate vorher:

Art des Aufenthalts auswählen:

  • Work-and-Travel? Au-pair? Freiwilligendienst?
  • Auslandsstudium?

Mindestens 12 Monate vorher:

  • Über Kündigungsfristen für Handyvertrag, mögliche Beitragspausen in Vereinen oder dem Fitnessstudio informieren.
  • Falls Auslandsstudium oder Freiwilligendienst: Fördermöglichkeiten wie Stipendien oder Auslands-BAföG recherchieren. Dabei die Fristen beachten.

8 Monate vorher:

  • Genaue Informationen über das Gastland einholen.
  • Sprachkurs besuchen, eventuell Sprachtest absolvieren (IELTS, TOEFL etc.).
  • Kontakt zu Personen suchen, die bereits einen entsprechenden Auslandsaufenthalt absolviert haben, ggf. über Internetforen.

6 Monate vorher:

  • Stelle für Praktikum, Au-pair oder Freiwilligendienst suchen.
  • Oder: Koordinierungsstelle für Work-and-Travel suchen.
  • Falls Auslandssemester: Bewerbung bei der Hochschule (falls nicht schon im Rahmen eines bewilligten Stipendiums geschehen).

3 Monate vorher:

  • Reisedokumente (Reisepass!) prüfen und gegebenenfalls neu beantragen.
  • Internationalen Führerschein und Studierendenausweis beantragen.
  • Gegebenenfalls Englischwörterbuch und Reiseführer kaufen.

2 Monate vorher:

  • Wo wohnen? Bei Work-and-Travel wohnt man meist in Hostels, als Au-pair bei der Gastfamilie.
  • Auslandsstudierende finden WG-Zimmer über australische Internetseiten, ggf. auf Angebote der Universitäten (Wohnheim) zurückgreifen.
  • Was tun mit der Wohnung in Deutschland? Eventuell WG-Zimmer untervermieten.
  • Falls Work-and-Travel: Arbeitszeugnisse ins Englische übersetzen lassen.

1 Monat vorher:

  • Working-Holiday-Visum beantragen (www.immi.gov.au/e_visa/working-holiday.htm#c). Notwendig sind Pass und Kreditkarte, Beantragung ist bis zu zwei Wochen vor Abreise möglich.
  • Krankenversicherung: Gilt sie auch im Ausland? Je nach Einzelfall eine zusätzliche Reiseversicherung bzw. Auslandskrankenversicherung abschließen.

3 Wochen vorher:

  • Flug buchen.
  • Soweit nicht bereits gekündigt, Mitgliedschaften in Vereinen, Fitnessstudio etc. oder Handyvertrag lassen.

2 Wochen vorher:

  • Falls Unterkunft bei Gastfamilie: Begrüßungsgeschenk besorgen.
  • Bei Krankheiten oder Allergien: Medikamente kaufen.

1 Woche vorher:

  • Geld wechseln.
  • Koffer packen!

(Erstellt in Anlehnung an eine Information der ehemaligen Informationsstelle für Praxiserfahrung im Ausland (ibs), heute Informations- und Beratungsstelle für Auslandsaufenthalte in der beruflichen Bildung (IBS), einzusehen unter:
www3.giz.de/imperia/md/content/bereich6-intranet/abteilung6-03/checkliste_f__r_den_auslandsaufenthalt.pdf
)

Weitere Informationen

Australische Botschaft in Deutschland:
www.germany.embassy.gov.au

Deutsch-Australische Industrie- und Handelskammer:
www.australien.ahk.de

Infos zum Working-Holiday-Visum für Australien:
www.working-holiday-visum.de
www.germany.embassy.gov.au/beln/whm_faq.html

Informationen des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) zum FSJ/FÖJ sowie zum IJFD:
www.bmfsfj.de/BMFSFJ/Freiwilliges-Engagement/fsj-foej.html
www.bmfsfj.de/BMFSFJ/freiwilliges-engagement,did=166694.html
www.eurodesk.tv

Informationsplattformen rund um die Möglichkeiten in Australien:
www.rausvonzuhaus.de/wai1/showcontent.asp?ThemaID=3970
www.pro-fsj.de/index.php/internationale-freiwilligendiensteprogramme
www.ranke-heinemann.de

Organisationen für Work-and-Travel, Au-pair und Freiwilligendienst in Australien (Auswahl):
www.aifs.de
www.aupair.de/australien.html
www.icja.de/content/Laender_Projekte/Australien
www.magoo-international.com/aupair/laender/australien/aupair_in_australien.html
www.stepin.de/au-pair-australien
www.travelworks.de
www.work-and-travel-australien.com

In Australien studieren:
www.gostralia.de

Weitere Internetseiten zum Thema:
www.in-australien-studieren.de
www.studium-downunder.de
www.college-contact.com/laender/auslandsstudiumstudieren_australien

Informationen zum Auslands-BAföG:
www.das-neue-bafoeg.de

Angebote des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD):
www.daad.de/ausland/studieren/stipendium/de/70-stipendien-finden-und-bewerben/?land=23&overview=1&daad=1
https://ssl.daad.de/ausland/studieren/stipendium/de/70-stipendien-finden-und-bewerben

Informationen zum PROMOS-Stipendium:
https://ssl.daad.de/hochschulen/ausschreibungen/13502.de.html

abi>> dein weg in studium und beruf:

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