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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Ein junger Mann sitzt an einem Bibliotheksarbeitsplatz und recherchiert am Computer.
Studierende sollten früh Kontakte zu Unternehmen knüpfen und z.B. durch Praktika ein Profil bilden. Foto: Sebastian Bergner

Arbeitsmarktorientiert studieren

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Am liebsten würden viele Schulabgänger/-innen in die berühmte Glaskugel schauen, um zu wissen, was das Arbeitsleben bringt und mit welchem Studien- oder Berufsausbildungsabschluss sie später gute Chancen haben werden. Doch die Zukunft vorherzusagen, ist nicht so leicht – auch wenn es Arbeitsmarktforscher/-innen versuchen. Sie erstellen Prognosen, um herauszufinden, in welchen Bereichen künftig Arbeitskräfte gefragt sein werden.

Gerd Zika, wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsbereich Prognosen und Strukturanalysen beim Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB), kennt sich mit Vorhersagen aus: Zusammen mit dem Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) untersucht er, wie sich Arbeitskräfteangebot und -nachfrage voraussichtlich entwickeln werden. „Dazu schauen wir uns zum einen an, wie viele Menschen aus Altersgründen aus dem Arbeitsmarkt ausscheiden, wie viele neu einsteigen, und wie viele Zuwanderer es geben wird“, erklärt Gerd Zika.

Außerdem nimmt er das Bildungsniveau unter die Lupe: Welchen Schul-, Berufs- oder Studienabschluss bringen die Menschen mit, welche Berufsfelder haben sie in der Vergangenheit gewählt?

Auf der anderen Seite schauen die Forscher/-innen, welche Branchen künftig was produzieren werden und wie sich dadurch der Arbeitskräftebedarf entwickeln wird. „Wenn wir die Zahlen zu Arbeitskräfteangebot und -nachfrage gegenüberstellen, wissen wir, wo es voraussichtlich genügend Beschäftigte geben und wo es knapp werden wird.“

Neben dieser Methode, die davon ausgeht, dass der Arbeitsmarkt sich so weiterentwickelt wie bisher, gibt es andere Herangehensweisen. Eine davon ist die Delphi-Methode, die versucht, die Entwicklungen der Arbeitswelt von morgen mit einzubeziehen. Dabei werden Experten/-innen unterschiedlicher Fachbereiche nach ihren Einschätzungen befragt, um den Trends der Zukunft auf die Spur zu kommen: Das Verfahren ist mehrstufig, die ersten Ergebnisse werden statistisch ausgewertet und dann unter den Befragten solange diskutiert, bis eine Art Gruppenmeinung entsteht, die den Zukunftstrend am besten beschreibt. „Die Ergebnisse der einzelnen Methoden sind aber gar nicht so verschieden“, betont Gerd Zika. Echte Vorhersagen könne man ohnehin nur in einem Zeitraum von zwei Jahren machen, „alles andere ist Spekulation“.

Sein Rat an Abiturienten/-innen ist daher, sich bei der Studienwahl nicht zu sehr auf Prognoseergebnisse zu stützen. „Es wird in Zukunft auf jeden Fall einen Mangel an gut ausgebildeten Leuten geben, daher ist ein Studium immer empfehlenswert.“

Lieber mal gegen den Trend

Wer zu eifrig einem Trend folgt, stößt zudem auf das Problem des „Schweinezyklus‘“: Wird ein Mangel an Fachkräften bekannt, wählen viele Studierende genau diesen Bereich. Das führt zu einem Überangebot auf dem Markt, sodass künftig wieder weniger Menschen die entsprechende Fachrichtung studieren, was wiederum zu einem Mangel an Absolventen/-innen führt. Es kann sich somit lohnen, antizyklisch zu studieren und nicht immer dem Trend hinterherzulaufen.

Sabine Najib, Berufsberaterin bei der Agentur für Arbeit in Osnabrück, betont, dass es ohnehin wichtig ist, ein Studienfach vor allem nach den persönlichen Neigungen und Fähigkeiten zu wählen. Ebenso wichtig bei der Studien- und Berufswahl seien die persönlichen Ziele und Werte.

Ein paar generelle Dinge sollten Abiturienten/-innen dennoch beachten, rät sie, zum Beispiel: „Für den Bachelor keinen Spezialstudiengang wählen. Unternehmen bevorzugen Absolventen/-innen mit einem breit aufgestellten Generalistenstudium. Im Masterstudium hingegen kann man sich spezialisieren.“ Ihr zweiter wichtiger Tipp: „Wer einen von Unternehmen weniger stark gefragten Studiengang wählt, sollte mehr Praktika machen – wobei Praktika mittlerweile für alle Studierenden unabdingbar sind, um Branchenkenntnisse zu erwerben. Geisteswissenschaftler/-innen sollten sich zudem betriebswirtschaftliche Kenntnisse aneignen.“ Neben der Praxiserfahrung legen Arbeitgeber großen Wert auf Schlüsselqualifikationen wie PC- und Fremdsprachenkenntnisse, Auslandserfahrung sowie den Umgang mit Zeit- und Projektmanagement. Über eine praxisnahe Bachelor- oder Master-Thesis lassen sich zudem früh Kontakte zu einem Unternehmen knüpfen.

Und wie hilfreich ist eine Promotion? Sabine Najib weiß: „Wer in die Forschung will, kommt kaum um eine Promotion herum. In manchen Branchen ist sie allerdings eher hinderlich, weil die Bewerber/-innen zu alt für Einstiegspositionen werden und sich die Arbeitskultur an Universitäten sehr von der in der freien Wirtschaft unterscheidet.“

Interview

„Nachfrage nach akademischen Fachkräften steigt“

Zu sehen ist ein aufgeschlagenes Buch, auf dem eine Brille liegt.

Wo werden besonders viele Arbeitskräfte gesucht? Und lohnt sich ein Studium in diesem Bereich?

Foto: Martin Rehm

Wie sieht der Arbeitsmarkt für Hochschulabsolventen/-innen aus? Gibt es Berufsgruppen, in denen besonders viele Fachkräfte gefragt sind oder sein werden? Studienwahl.de hat bei Ralf Beckmann, Arbeitsmarktexperte der Bundesagentur für Arbeit, nachgefragt.

Studienwahl.de: Wie schätzen Sie generell den Arbeitsmarkt für Akademiker ein?

Ralf Beckmann: Aufgrund der guten Wirtschaftslage hat sich der Arbeitsmarkt für Akademiker/-innen im Jahr 2011 sehr positiv entwickelt. Die Beschäftigtenzahlen sind weiter gestiegen, die Arbeitslosenquote von Akademikern/-innen lag im vergangenen Jahr bei gerade einmal 2,4 Prozent – auf diesem Niveau spricht man üblicherweise von Vollbeschäftigung. Generell stieg die Nachfrage nach Hochqualifizierten kräftig und zeigte sich sogar höher als noch vor der Wirtschaftskrise 2008/09. Wir erwarten, dass auch mittelfristig die Nachfrage nach akademischen Fachkräften hoch sein wird.

Studienwahl.de: Lassen sich auch Aussagen für einzelne Berufsgruppen treffen?

Ralf Beckmann: Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt ist in allen Berufsrichtungen mehr oder weniger stark festzustellen. In manchen Fachrichtungen klagen Arbeitgeber/-innen bereits heute über Fachkräfteengpässe. 2011 waren insbesondere technische Experten/-innen in Maschinen- und Fahrzeugtechnik, Mechatronik, Energie- und Elektrotechnik, Ver- und Entsorgung sowie Informatik und der Softwareentwicklung gefragt. Auch Arztstellen sind derzeit schwer zu besetzen. Während Absolventen/-innen von MINT-Fächern häufig gute Chancen haben, fällt der Berufseinstieg Absolventen/-innen der Wirtschaftswissenschaften etwas und denen der Sprach- und Kulturwissenschaften deutlich schwerer. Für alle nicht ganz so stark gefragte Absolventengruppen mein Tipp: Früh Kontakte zu Unternehmen knüpfen und durch Praktika und anderes Engagement ein persönliches Profil bilden.

Studienwahl.de: Wie stehen derzeit die Chancen in den sogenannten Schlüsselbranchen?

Ralf Beckmann: Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten ist in den vergangenen Jahren in fast allen großen Branchen gewachsen. Besonders stark waren die Zuwächse im Gesundheits- und Sozialwesen. Auch die Bereiche Verkehr, Logistik, Information und Kommunikation, darunter die Softwareentwicklung, verzeichneten ein Wachstum. In Unternehmen, die Fahrzeuge und Kfz-Zubehör produzieren, ist hingegen ein leichter Beschäftigungsabbau festzustellen.

Studienwahl.de: Welche Rollen spielen Akademiker in diesen Branchen?

Ralf Beckmann: Insgesamt ist der Trend zu beobachten, dass die Zahl der hochqualifizierten Fachkräfte mit akademischem Abschluss in allen Branchen überdurchschnittlich steigt. Im Jahr 2011 waren 16 Prozent mehr Akademiker/-innen in Deutschland sozialversicherungspflichtig beschäftigt als noch im Jahr 2007.

Personaler-Statement

„Wir suchen Persönlichkeiten“

Versicherungsgesellschaften gelten als „Häuser der 100 Berufe“, weil sie vielfältige Positionen für die unterschiedlichsten Fachrichtungen anbieten. Dr. Matthias Vehreschild, Leiter Personalmarketing & Recruiting bei der Allianz, nennt die wichtigsten allgemeinen Anforderungen, die er an Hochschulabsolventen/-innen hat.

Matthias Vehreschild hat dunkelblondes kurzes Haar. Er trägt einen schwarzen Anzug und eine rote Krawatte.

Matthias Vehreschild

Foto: Andi Mueller

„Man sollte nicht nur aus strategischem Kalkül heraus ein Studienfach wählen, dann macht das Arbeiten ein Leben lang keinen Spaß. Wer allerdings vielfältige Interessen hat und sich nicht recht entscheiden kann, wird mit einem wirtschaftlich orientierten Studium nichts falsch machen, denn Kaufleute werden immer gebraucht. Je nach Interessen kann man sich bereits im Studium spezialisieren oder auch erst on-the-job, wenn man eine Stelle angetreten hat.

Wir suchen Absolventen/-innen, die ihr Studium mit guten Noten zügig durchlaufen haben, die aber trotzdem auch mal nach rechts und links geschaut haben, sei es zum Beispiel durch einen Auslandsaufenthalt oder spannende Praktika. Zu glatte Lebensläufe sagen nichts aus, wir suchen Persönlichkeiten.

Ob jemand einen Bachelor- oder einen Masterabschluss vorweisen kann, ist uns egal, man kann auch noch berufsbegleitend seinen Master machen. Wer sich tiefer in eine Materie einarbeiten will, kann auch promovieren oder seine Neugier über ein Nebenstudium befriedigen. Letztlich kommt es darauf an, dass man sich aus der Masse der Bewerber hervorhebt, indem man etwas Besonderes vorzuweisen hat.“

Spezialisierung im Master: Energie- und Umwelttechnik

„Da geht noch mehr“

Nach seinem Bachelorstudium Maschinenbau entschied sich Benjamin Schaum (24) für den Masterstudiengang Energie- und Umwelttechnik an der HTWK Leipzig – zum einen aus Interesse, zum anderen, um sich in diesem Bereich zu spezialisieren und damit seine Berufsaussichten zu verbessern.

Benjamin Schaum hat kurzes dunkles Haar, er trägt einen braunen Pullover und lächelt in die Kamera.

Benjamin Schaum

Foto: Privat

Nach dem Abitur wollte Benjamin Schaum gern ein duales Studium aufnehmen, da ihm die Mischung aus Theorie und Praxis gut gefiel. Weil dieses Modell in seiner Heimat Sachsen-Anhalt kaum angeboten wurde, wählte er als Arbeitgeber einen Automobilzulieferbetrieb in Maintal bei Frankfurt am Main, der mit der Fachhochschule Gießen-Friedberg zusammenarbeitet. Drei Jahre lang studierte Benjamin Schaum dort Allgemeinen Maschinenbau und sammelte parallel dazu im Wechsel Praxiserfahrung im Unternehmen. Für die Ingenieurwissenschaften hatte er sich entschieden, weil ihn Mathematik und Technik schon immer fasziniert haben: „Ich hatte die Wahl zwischen Elektrotechnik und Maschinenbau, habe mich dann aber für Letzteres entschieden, weil mir der Maschinenbau greifbarer war“, so der 24-Jährige. Außerdem sei die Bandbreite der beruflichen Möglichkeiten mit einem Studium des Allgemeinen Maschinenbaus besonders groß.

Mit dem Bachelorabschluss allein fühlte sich Benjamin Schaum jedoch noch nicht bereit für den Arbeitsmarkt. „Ich hatte das Gefühl, da geht noch mehr, und wollte deshalb auf jeden Fall noch tiefer in meinen Fachbereich einsteigen.“ Nach dem Studienabschluss machte er zunächst seinen Zivildienst und schrieb sich dann für das Masterstudium Energie- und Umwelttechnik an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur (HTWK) Leipzig ein. „Ich habe mich schon immer für Umweltschutz interessiert, auch auf politischer Ebene. Dass ich einen Studiengang gefunden habe, der meine fachlichen mit meinen persönlichen Interessen vereint, ist für mich einfach perfekt.“

Praxisorientierte Projektarbeit und Forschung

Im Masterstudium lernt er derzeit die unterschiedlichsten Bereiche der Erneuerbaren Energien kennen, darunter Solar-, Wind- und Wasserkraft sowie Biogastechnologien. Mittlerweile hat er festgestellt, dass ihn Wasserkrafttechnik und Recycling am meisten interessieren. Deshalb schreibt er in seinem aktuell dritten Semester nun eine praxisorientierte Projektarbeit in Zusammenarbeit mit einem Ingenieurbüro, das Wasserkraftwerke plant. „Ich entwickle zusammen mit dem Unternehmen ein Konzept zum Schutz und zur Verbesserung der Gewässerökologie an Wasserkraftwerken.“ Außerdem arbeitet er nebenbei als studentische Hilfskraft am Deutschen Brennstoffinstitut in Leipzig, das sich mit Forschung und Entwicklung in der Gastechnik beschäftigt. „Die Forschung an neuen Technologien macht mir besonderen Spaß, weil man immer mit den jüngsten Erkenntnissen zu tun hat. Das könnte ich mir später als Beruf gut vorstellen.“

Die Chancen auf eine Anstellung stehen offenbar nicht schlecht: Nach mehreren Gesprächen mit Unternehmensvertretern fand Benjamin Schaum heraus, dass Ingenieurabsolventen/-innen mit Masterabschluss in den Unternehmen gefragt sind – Bachelorabsolventen//-innen eher weniger. Sein Eindruck: „Es ist heutzutage wichtig, sich zu spezialisieren – aber man sollte auf jeden Fall ein Fach wählen, das einen auch persönlich interessiert.“ Dass sein Schwerpunkt Energie- und Umwelttechnik bei Unternehmen derzeit so gefragt ist, hält Benjamin Schaum für einen glücklichen Umstand – es war jedoch nicht das ausschlaggebende Argument, sich für genau diesen Studiengang zu entscheiden. Wichtig war ihm die Spezialisierung an sich: „Es gab auch noch andere Optionen, die mich interessiert hätten – zum Beispiel Biomedizintechnik.“

Erasmusaufenthalt: Medienwissenschaften in Norwegen

Auslandserfahrung als Pluspunkt

Milena Virchow (22) studiert Medienwissenschaften und English Studies an der Hochschule für Bildende Künste (HBK) in Braunschweig. Für das vierte Semester hat sie sich auf eigene Faust einen Auslandsaufenthalt organisiert. Sie erhofft sich dadurch auch bessere Chancen für den Berufseinstieg.

Milena Virchow hat blondes Haar. In ihrem Haar hat sie eine schwarze Sonnebrille. Ihre Bluse ist blau-weiß kariert.

Milena Virchow

Foto: Privat

„Ich habe mich rein aus Interesse und nicht wegen irgendwelcher Arbeitsmarktprognosen für das Studium Medienwissenschaften entschieden – auch wenn ich weiß, dass der Einstieg in die Medienbranche nicht einfach sein wird“, sagt Milena Virchow, die bereits vor ihrem Studium ein Praktikum bei einer Marketingagentur gemacht und damit einen ersten Einblick in die Branche erhalten hatte. In ihrem Studiengang lernt sie nun sowohl die künstlerische als auch die technische Seite des Journalismus kennen. Ihr Ziel ist es, später einmal im Kinder- und Jugendjournalismus für eine Fernsehproduktionsfirma zu arbeiten.

Englischkenntnisse und Interkulturalität

Doch nicht nur in die Medien, auch ins Ausland hat es Milena Virchow schon frühzeitig gezogen: Nach dem Abitur hatte sie bei einem viermonatigen Praktikum in einer Jugendherberge in Kanada bereits viele unterschiedliche Kulturen kennengelernt. „Dieses interkulturelle Verständnis wollte ich im Studium noch weiter ausbauen“, erzählt die 22-Jährige, die sich daher im Rahmen des europäischen Erasmus-Programms für ein Stipendium bewarb. „Mein Ziel war eigentlich ein englischsprachiges Ausland, weil ich meine Englischkenntnisse verbessern wollte. Letztlich gab es aber nur einen Platz in Norwegen – was im Nachhinein gesehen ein Glückstreffer war.“

Für die Bewerbung an einer der Partnerunis der HBK musste sie unter anderem die Kurse auflisten, die sie bisher im Studium belegt hatte, sowie ein Motivationsschreiben verfassen. Der Zuschlag kam schließlich von einer kleinen Universität in Volda zwischen Trondheim und Bergen, die sich auf die Fachrichtung Journalismus spezialisiert hat. Milena Virchow lernte in sehr praxisorientierten Kursen viel – von Fotografie bis zum Erstellen von Flyern – und schrieb für die Uni-Zeitung. An der Hochschule und im Studentenwohnheim traf sie viele Norweger/-innen, die alle sehr gut Englisch sprachen, sodass die Verständigung kein Problem war. „Die Skandinavier/-innen sind allerdings recht verschlossen, so dass es nicht so leicht war, Kontakt zu knüpfen.“ Sich zu sehr an die anderen Erasmus-Studierenden zu halten, sei jedoch auch nicht empfehlenswert: „Da für alle Englisch eine Fremdsprache ist, verbessern sich die Sprachkenntnisse nicht unbedingt.“

Zu sehen ist ein Fjord in Norwegen.

Foto: Jens Henrik Nybo - Visitnorway

Offener, selbstsicherer, reifer

Durch ihren Aufenthalt im Ausland hat Milena Virchow nicht nur ihr Englisch aufpoliert, sondern ist auch offener geworden und hat gelernt, sicherer mit neuen Situationen umzugehen. Nach mehreren Gesprächen mit potenziellen Arbeitgebern ist ihr Eindruck: „Man wird als reifer eingeschätzt, wenn man eine Weile im Ausland war.“

Und sie weiß: Praxis- und Auslandserfahrung gelten in der Medienbranche weit mehr als ein schnell durchgezogenes Studium. Daher hat die Studentin direkt nach ihrer Rückkehr ein weiteres Praktikum bei einer Fernsehproduktionsfirma absolviert. Demnächst steht nochmals eins bei einer Produktionsfirma in Köln an – vielleicht klappt es dort nach dem Bachelorabschluss ja sogar mit einem Volontariat. „Ich bin voll und ganz davon überzeugt, dass der Kinder- und Jugendjournalismus das Richtige für mich ist. Daher wird mir der Einstieg auch gelingen. Und wenn nicht, habe ich dank meines breit angelegten Studiums noch viele andere Möglichkeiten, in der Medienbranche oder in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit unterzukommen.“

 

Weitere Informationen

Studienwahl.de
Über den Umgang mit Arbeitsmarktprognosen informiert studienwahl.de auch im Kapitel „Orientieren!“ unter
www.studienwahl.de/de/orientieren/beschaeftigungschancen/umgang-mit-prognosen.htm

BERUFENET
Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 ausführlichen Berufsbeschreibungen in Text und Bild.
www.berufenet.arbeitsagentur.de

JOBBÖRSE der Bundesagentur für Arbeit
www.jobboerse.arbeitsagentur.de

Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB)
Forschungseinrichtung der Bundesagentur für Arbeit zu Perspektiven für Beruf und Arbeitsmarkt; Publikationen zum Arbeitsmarkt allgemein.
www.iab.de

abi >> dein weg in studium und beruf
Informationen über Studiengänge, Berufe und Arbeitsmarktchancen, zugeschnitten auf Abiturienten/-innen:
www.abi.de

Bestellservice der BA
Über den Bestellservice der BA sind unterschiedliche Flyer und Broschüren zu Arbeitsmarktthemen erhältlich, unter anderem zum Arbeitsmarkt für Akademiker/- innen: „Gute Bildung – gute Chancen.
www.ba-bestellservice.de

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