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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Eine steinerne Inschrift aus alter Zeit.
In Stein gemeißelt: Die Zeugnisse der Antike sind Gegenstand der Altertumswissenschaften. Foto: Rehm

Antike studieren: ­Alte Geschichte, alte Sprachen, Archäologie

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Entsprechend der breiten zeitlichen Ausdehnung der Antike gibt es in den Altertumswissenschaften viele verschiedene Studienmöglichkeiten und Arbeitsfelder. Wer tief in die antike Welt eintauchen möchte, kann im Wesentlichen zwischen drei Fachdisziplinen wählen: , alte Sprachen beziehungsweise sowie .

Désirée Joerg (23) hat sich für erstgenannte Möglichkeit entschieden: Sie studiert im siebten Semester den Kernfachstudiengang „Antike Welt: Archäologie, Sprachen und Kulturen“ an der Universität Trier.

Wie lebten die Menschen vor 3000 Jahren?

„Ich möchte wissen, wie die Menschen in der Antike gelebt haben und was sich über die Jahrhunderte verändert hat.“ Mit ihrer Fächerkombination Klassische Archäologie und Geschichte mit Schwerpunkt Alte Geschichte kann sie besser die historischen und kulturellen Zusammenhänge verstehen. Voraussetzungen für ihren Bachelorstudiengang liegen im sprachlichen Bereich. „Von mir wurden Kenntnisse in Latein (Latinum), Englisch und einer anderen modernen Sprache erwartet.“

Auf Praxisbezug wird in ihrem Studium geachtet: Ihr sechswöchiges Pflichtpraktikum hat die 23-Jährige zur Hälfte bei einer Grabung im Archäologiepark Belginum in Morbach/Hunsrück und zur anderen Hälfte im Maarmuseum Manderscheid absolviert. „Dort bekam ich die Möglichkeit, ein Ausstellungskonzept zu entwerfen, und erhielt Einblicke in die Museumsarbeit, das war spannend.“ Seitdem arbeitet sie als freie studentische Mitarbeiterin im Museum. „Ich plane auf jeden Fall meinen Master und möchte meine Grabungserfahrungen im Ausland vertiefen.“

Porträtfoto Desirée Joerg

Désirée Joerg

Foto: Privat

Die drei Fachdisziplinen im Überblick

Das Fach Alte Geschichte behandelt im Kernbereich die Hochkultur des antiken Griechenland und des römischen Reiches. Die Alte Geschichte wird häufig als Teilfach eines allgemeinen Geschichtsstudiums studiert und muss mit einem anderen Haupt- oder Nebenfach kombiniert werden. „In Alter Geschichte stehen vor allem die kulturgeschichtlichen Fragen nach dem antiken Menschen im Vordergrund“, erklärt Astrid Möller, Professorin der Alten Geschichte an der Alberts-Ludwigs-Universität Freiburg. „Wir untersuchen die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Verhältnisse der griechisch-römischen Kultur vorwiegend anhand von historischen Schriftzeugnissen.“

Porträtfoto Frau Professor Astrid Möller

Prof. Dr. Astrid Möller

Foto: Privat

Die Alte Geschichte steht in enger Verbindung zur Klassischen Philologie. Die alten Sprachen lassen sich noch weitergehend unterteilen in die Griechische Philologie (Gräzistik) und die Lateinische Philologie (Latinistik). Ihr Forschungsgegenstand ist die Sprache und Literatur der griechischen und römischen Antike. Voraussetzung sind gute Latein- und Griechischkenntnisse (Latinum und Graecum), die meistens nach dem zweiten Fachsemester nachgewiesen werden müssen. Zudem sind Englisch-, Französisch- und Italienischkenntnisse für die Lektüre der Sekundärliteratur nötig. „Wer die Klassische Philologie auf Lehramt studiert, hat außerdem pädagogische und fachdidaktische Module“, ergänzt Ulrike Egelhaaf-Gaiser, Professorin für Klassische Philologie an der Georg-August-Universität Göttingen. Ein Studium der Latinistik schreibt in der Regel ein Graecum im Verlauf des Studiums vor. „Je nach Universität und Bundesland kann Gräzistik auch als Drittfach gewählt werden.“

Der dritte Bereich bildet die Archäologie, die sich auf Ausgrabungen und gegenständliche Funde konzentriert. Meist geht es um materielle und bildliche Hinterlassenschaften der griechisch-römischen Zivilisation und ihrer Nachbarkulturen. An manchen Hochschulen kann auch ein regionaler Fokus gewählt werden – etwa Ägyptologie oder Byzantinistik. „Das Studium der Ägyptologie umfasst Inhalte in altägyptischer Hochkultur, Geschichte und Sprache“, erklärt Martin Fitzenreiter. Er ist Kurator des Ägyptischen Museum Bonn und wissenschaftlicher Mitarbeiter der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn und vermittelt seinen Studierenden den Umgang mit Objekten wie Statuen oder Keramik in der Studiensammlung. „Wir entziffern zum Beispiel Schriften auf Originalen und ordnen sie zeitlich sowie geografisch ein.“ Wer die Spätantike als Schwerpunkt wählt, befasst sich mit der spätantiken, frühmittelalterlichen und byzantinischen Kultur der griechisch-römischen Welt wie auch den frühen christlichen Kulturen.

Foto von Frau Prof. Egelhaaf-Gaiser auf einem Schiff, im Hintergrund das Meer und die wehende griechische Flagge.

Prof. Dr. Ulrike Egelhaaf-Gaiser

Foto: Privat

Altertumswissenschaftler/-innen nutzen außerdem Kenntnisse der benachbarten Disziplinen wie Numismatik (Münzkunde), Epigrafik (Inschriftenkunde) oder Papyrologie. Mittlerweile gibt es an den Hochschulen eigenständige Bachelorstudiengänge, die sich ausschließlich mit der Antike befassen, wie das oben genannte Beispiel von Désirée Joerg zeigt. „Hierbei handelt es sich um interdisziplinäre, kulturwissenschaftlich orientierte Studiengänge. Oft bieten sie trotz ihrer breiten Ausrichtung mehrere Fachdisziplinen als Schwerpunkte an“, weiß Ulrike Egelhaaf-Gaiser.

Orchideenfächer studieren?

Aufgrund der in Deutschland vergleichsweise geringen Zahl an Lehrstühlen gelten die alten Sprachen sowie die Archäologie - neben anderen - als „Orchideenfächer“ oder auch „Kleine Fächer“. Die Universität Mainz untersucht im Auftrag der Hochschulrektorenkonferenz (HRK) die Situation dieser Fächer in Deutschland. Demnach gab es im Jahr 2011 bundesweit 21 Institute mit eigenem Angebot an Gräzistik. In Latein waren es 28. Hinzu kommen neun beziehungsweise fünf Angebote mit Vertiefungsoption in diesen Fächern sowie 25 respektive 34 mit Lehramtsstudiengängen. In der Klassischen Archäologie sind es 20 vollwertige Angebote und vier mit Studiengangbeteiligung.

Berufliche Perspektiven und Arbeitsmarkt

Ein Studium der Antike gilt heute Vielen als etwas „angestaubt“ und gegenwartsfremd. Dabei bietet es zahlreiche Verbindungen in die moderne Welt. Es ist kein Zufall, dass man oft an Gedanken und Entdeckungen aus dem Altertum erinnert wird, seien es philosophische Ideen von Platon, Aristoteles oder Seneca, rhetorische Meisterleistungen von Cicero oder auch mathematische Entdeckungen von Pythagoras oder Thales. Vieles hat seinen Ursprung im Altertum. Der Konnex zur Gegenwart kann dabei auch für Absolvent(inn)en ein Vorteil sein.

Porträtfoto Manuel Welscher

Manuel Welscher

Foto: Agentur für Arbeit München

Wie ergreift man mit den altertumswissenschaftlichen Fächern später einen Beruf? „Um hier das Passende zu finden, sollte man herausfinden, worin genau das Interesse besteht“, empfiehlt Manuel Welscher, Berater im Team akademische Berufe bei der Arbeitsagentur München. Je früher die Studierenden ein Profil im Studium etwa über Praktika ausbilden, umso besser für den Berufseinstieg. „Ob nun Lehramt, Hochschule, Archiv (auch bei Firmen), Bibliotheks- und Verlagswesen, Museen, Denkmalschutz, Öffentlichkeitsarbeit, Kulturarbeit, Tourismus oder eine Beschäftigung bei einer Stiftung eines Unternehmens - die Arbeitsfelder sind so vielfältig wie die Disziplinen selbst.“ (siehe dazu die Tabelle „“).

Judith Wüllerich von der Arbeitsmarktberichterstattung der Bundesagentur für Arbeit ergänzt: „Für Altertumswissenschaftler/-innen gelten am Arbeitsmarkt Bedingungen, mit denen sich Geisteswissenschaftler/-innen generell konfrontiert sehen: Da es relativ viele Absolvent(inn)en gibt, bedarf es für einen erfolgreichen Einstieg ins Berufsleben einer frühzeitigen beruflichen Orientierung, zudem Flexibilität und Mobilität. Praktische Erfahrungen schon während des Studiums und damit einhergehende Kontakte in die Berufswelt sind sehr hilfreich. Man sollte sich darüber hinaus selbst gut vermarkten können. Speziell für Historiker/-innen und Archäolog(inn)en gingen 2012 bei der Arbeitsvermittlung der Bundesagentur für Arbeit rund 240 Stellenangebote ein, für alle Sprach- und Literaturwissenschaftler (inklusive Germanisten) zusammen knapp 100. Der Markt ist damit sehr überschaubar.“

Mögliche Arbeitsfelder

Wer Alte Geschichte, alte Sprachen oder Archäologie studiert, kann unterschiedliche Berufswege einschlagen. Ein Überblick über die Möglichkeiten:

Studienfach Berufliche Möglichkeiten
Alte Geschichte

Für Althistoriker/-innen sind folgende Tätigkeitsfelder denkbar: Archiv-, Bibliotheks- und Verlagswesen, Medien- und Dokumentationswesen, Museen, Denkmalschutz, Öffentlichkeits- und Kulturarbeit in staatlichen und privaten Organisationen, Tourismus oder Marketing. Sie arbeiten oft auch als Lehrer/-innen, wenn sie Alte Geschichte für ein Lehramt studiert haben. Eine weitere Möglichkeit für Althistoriker/-innen mit Masterabschluss oder Promotion ist die Mitarbeit in Forschung und Lehre an einer Universität. Hinzu kommen Arbeitsfelder im Journalismus, im Wissensmanagement, in der Erwachsenenbildung oder bei einer Unternehmensberatung.

Siehe auch im BERUFENET:
• Historiker/-in

Klassische Archäologie

Archäologen/-innen arbeiten oft in Museen und bei den Landesämtern für Denkmalpflege. Tourismus, Kulturarbeit, Journalismus, Marketing oder Erwachsenenbildung (zum Beispiel Reiseleiter/-in) sind ebenso möglich. Eine weitere Alternative für Masterabsolvent(inn)en oder Absolvent(inn)en mit Promotion ist hier ebenfalls die Mitarbeit in Forschung und Lehre an einer Universität. Im Bereich Archäologie existieren noch weitere Berufszweige – wie zum Beispiel die Weiterbildung zum/r Grabungstechniker/-in. Diese arbeiten als technische Leiter(innen) bei archäologischen und paläontologischen Grabungen von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen der Archäologie.

Siehe auch im BERUFENET:
• Archäologe/-in

Klassische Philologie beziehungsweise alte Sprachen

Altphilolog(inn)en finden vor allem im Schuldienst (Lehramt an Gymnasien) eine Beschäftigung. Weitere Arbeitsfelder bieten Museen für Altertumskunde, Bibliotheken, Sonderforschungseinrichtungen, Schulbuchverlage oder sonstige Medienbereiche. Für eine Mitarbeit in Forschung und Lehre ist in der Regel ein Masterabschluss oder eine Promotion Voraussetzung. Auch der Einstieg in den Journalismus, in das Lektorat oder in die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sind möglich. Darüber hinaus kommen Aufgaben in den Bereichen Ausstellungsmanagement, -planung, Informations- und Wissensmanagement, in der pädagogischen Arbeit (ohne Lehrtätigkeit), Reiseleitung oder im Tourismus in Frage. Oft geben Altphilolog(inn)en auch privaten Sprachunterricht oder arbeiten bei Sprachschulen. Bei Kombinations-Bachelorstudiengängen können sich für Studierende – je nach Wahl des zweiten oder dritten Studienfaches – weitere berufliche Arbeitsfelder eröffnen.

Siehe auch im BERUFENET:
• Gräzist/-in
• Latinist/-in

Studium der Klassischen Philologie

Altgriechisch und Latein im Doppelpack

Saskia Helena Schomber (20) studiert im dritten Semester Griechische und Lateinische Philologie (Bachelor of Arts) an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Diese beiden Fächer untersuchen die Sprache und Literatur der Antike.

Porträtfoto Saskia Helena Schomber

Saskia Helena Schomber

Foto: Privat

Saskia Helena Schomber ist eine der wenigen Studierenden im sechssemestrigen Kombinationsstudiengang „Geschichts- und Kulturwissenschaften“, die Gräzistik und Latinistik im Hauptfach studiert. Für sie sind Griechisch und Latein eine ideale Verbindung: „Ich kann mir nicht vorstellen, das eine ohne das andere zu machen, weil der Kulturraum der Griechen und Römer so eng miteinander verbunden ist.“

Als sie sich an der Uni Gießen einschrieb, konnte sie schon das Latinum und Graecum als bundeseinheitlich anerkannten Sprachabschluss vorlegen. Latein war ihre erste Fremdsprache in der Schule und Altgriechisch lernte sie parallel zur Schulzeit. Die schriftliche und mündliche Prüfung im Graecum legte sie nach dem Abitur ab. „Spätestens bis zum Ende des zweiten Fachsemesters müssen wir diese Sprachkenntnisse im Studium nachweisen.“

In die griechische und römische Antike eintauchen

Im ersten Semester belegte Saskia Helena Schomber das Einführungsmodul in die griechische Welt. Es besteht aus drei Vorlesungen: „Wir hatten griechische Literaturgeschichte, griechische Archäologie und griechische Geschichte, das war sehr interessant.“ Im zweiten Semester stand das Einführungsmodul in die römische Welt auf dem Stundenplan. „Die kulturwissenschaftliche Basis ist sehr wichtig für die Klassische Philologie. Ohne sie können wir die literarischen Werke nicht einordnen, interpretieren und übersetzen.“

Eine steinerne Inschrift aus alter Zeit.

Diese lateinische Inschrift ist im Römermuseum in Weißenburg zu sehen.

Foto: Rehm

In ihrem Studium analysiert sie nicht nur Prosa, Drama, Komödie oder Lyrik der Griechen und Römer, sondern macht auch Grammatik-, Stil- und Ausspracheübungen. Außerdem werden literaturtheoretische Konzepte bei der Analyse der Texte eingesetzt. Dieses Jahr war Saskia Helena Schomber auf einer zweiwöchigen Exkursion in der Provence (Frankreich). „Wir haben uns römische Überreste angesehen und Fachvorträge gehalten.“

Seit dem zweiten Semester ist die 20-Jährige studentische Hilfskraft am Lehrstuhl für Gräzistik. „Dort kam ich zum ersten Mal mit griechischen Inschriften in Berührung.“ Gerne würde sie in diesem Bereich auch ihr zweimonatiges Pflichtpraktikum an einer außeruniversitären Forschungseinrichtung absolvieren.

Berufsziel: Wissenschaft

Mit Blick auf ihre berufliche Zukunft kann sie sich vor allem eine Tätigkeit in der Wissenschaft oder im Wissenschaftsmanagement vorstellen. „Auf jeden Fall möchte ich mich fachlich weiterqualifizieren und ein Masterstudium absolvieren.“ Nach dem Bachelor möchte sie aber erst einmal ein Auslandsjahr in England oder Frankreich verbringen. „Es schadet nicht, über den eigenen Tellerrand zu blicken und auch moderne Fremdsprachenkenntnisse zu vertiefen.“

Berufsreportage Numismatiker

Experte für antike Münzen

Wo kommt eine Münze her? Wann wurde sie geprägt? Und welche Botschaften transportiert sie? Florian Haymann (35) ist Numismatiker, also Spezialist für antike Zahlungsmittel. Nach seiner Promotion in Alter Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München war er zunächst für zwei Jahre im universitären Umfeld tätig. Heute arbeitet er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Münzkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

„Münzen tragen viele Botschaften und halten ewig.“ Genau das macht ihren Wert als historische Quelle aus. Florian Haymann beschäftigt sich wissenschaftlich mit antikem Geld und seiner Geschichte. Die Münzkunde ist eine Grundwissenschaft im Fach der Alten Geschichte und gleichzeitig eine archäologische Teildisziplin. „Münzen sind ein wichtiges Bindeglied zwischen heute und damals. An ihnen kann ich viel über vergangene Zeiten ablesen.“

Römische Münzen: Sesterzen

Münzen können viel über die Zeit verraten, in der sie geprägt wurden.

Foto: Rehm

Seine Spezialisierung auf Numismatik war eine bewusste Entscheidung, nachdem er als Studierender jahrelang im Münzhandel gearbeitet hatte. Nach seinem Lehramtsstudium der Alten Geschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München hat er sich mit einer Promotion wissenschaftlich weiterqualifiziert. Seit eineinhalb Jahren arbeitet der 35-Jährige im Münzkabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. „Mein Arbeitsplatz ist im Depot direkt neben den Münztresoren.“ Er ist dort als wissenschaftlicher Mitarbeiter in einem Forschungsprojekt der Deutschen Forschungsgemeinschaft beschäftigt.

Gemeinsam mit seinem Projektleiter aus dem Münzkabinett und einem Professor der Alten Geschichte analysiert er die Stempelstellung auf Münzen der römischen Republik. „Fast jede Münze wird aus einem Vorder- und Rückseitenstempel hergestellt. Wir untersuchen, wie die beiden Stempel beim Prägevorgang zueinander standen.“ Dieses Kriterium hilft bei der Datierung und Herkunftsbestimmung einer Münze sowie bei der Deutung von Münzbildern.

Viel Geduld und Präzisionsarbeit

In der ersten Phase des Projektes sammelte der promovierte Althistoriker systematisch Daten von mehr als 20.000 Münzen für die Datenbank. Hierfür recherchierte er entweder online oder reiste zu Münzsammlungen nach München, Paris und Wien. „In der zweiten Phase geht es an die Auswertung der Datenmengen – das ist die Belohnung für meine akribische Vorarbeit.“

Porträtfoto Florian Haymann

Florian Haymann

Foto: Privat

Bei der Beschreibung von Material, Inschriften oder Symbolen auf einer Münze muss er präzise und geduldig sein. „Mit Hilfe einer antiken Münze kann ich zum Beispiel erforschen, welcher Herrscher wo regierte und wie er mit Symbolen seine Macht zu legitimieren suchte.“ Die Münzherstellung war schon im Altertum in staatlicher Hand, Münzen haben einen offiziellen Charakter. Sie treten daher neben die wenigen überlieferten schriftlichen Quellen. „Die massenhaft erstellten Münzen sind wichtig für Erkenntnisse über die Wirtschafts- und Kulturgeschichte der Antike“, erklärt Florian Haymann. Neben der Objektanalyse setzt er sich auch intensiv mit schriftlichen Quellen auseinander.

Er liebt seine Arbeit – leider sind jedoch die Stellen in der Wissenschaft rar. „Auf Dauer möchte ich gerne wieder in den An- und Verkauf von antiken Münzen, denn meine Chancen auf eine unbefristete Stelle stehen dort besser als an Universitäten oder Museen.“

Weitere Informationen

Studienwahl.de
Mit dem FINDER können Sie auch gezielt nach Studiengängen im Bereich der Altertumswissenschaften suchen (Suchwort: zum Beispiel „Antike Kulturen“):
www.studienwahl.de/de/studieren/finder.htm

Informationen zu Studienfeldern bei studienwahl.de:

abi>> dein weg in studium und beruf
Informationen über Studiengänge, Berufe und Arbeitsmarktchancen, zugeschnitten auf Abiturient(inn)en:
www.abi.de

BERUFENET
Das Netzwerk für Berufe der Bundesagentur für Arbeit mit über 3.000 ausführlichen Berufsbeschreibungen in Text und Bild (Suchworte: Klassische Philologie, Alte Geschichte, Gräzistik et cetera):
http://berufenet.arbeitsagentur.de

Mainzer Arbeitsstelle „Kleine Fächer“
Johannes Gutenberg-Universität
Zentrum für Qualitätssicherung und -entwicklung (ZQ)
55099 Mainz
Tel. 06131/3920754
www.kleinefaecher.de

Einschlägige Verbände und Einrichtungen:

Deutscher Altphilologenverband e.V.
Platz der Universität 3
79085 Freiburg
www.altphilologenverband.de

Deutscher Archäologen-Verband e.V.
Museum für Vor- und Frühgeschichte - Archäologisches Zentrum
Geschwister Scholl-Str. 6
10117 Berlin
Tel. 030/266425319
www.dvarch.de

Deutscher Museumsbund e.V.
In der Halde 1
14195 Berlin
Tel. 030/84109517
www.museumsbund.de

Deutsche Numismatische Gesellschaft
Zum Seeblick 5
83703 Gmund am Tegernsee
Tel. 08022/705826
www.numismatische-gesellschaft.de

Deutscher Philologenverband
Bundesgeschäftsstell
Friedrichstr. 169/170
10117 Berlin
Tel. 030/40816781
www.dphv.de

Verein deutscher Bibliothekare e.V.
Universitätsbibliothek München
Geschwister-Scholl-Platz 1
80539 München
Tel. 089/21802420
www.vdb-online.org

Verband der Geschichtslehrer Deutschlands e.V.
Hahnenkamp 14c
18069 Lambrechtshagen
Tel. 0381/442742
www.geschichtslehrerverband.org

Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands e.V.
Geschäftsstelle
c/o Goethe-Universität (Campus Westend)
Grüneburgplatz 1
60323 Frankfurt am Main
Tel. 069/79832571
www.historikerverband.de

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