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Ein Tablet und ein Apfel liegen auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Abiturienten sitzen auf der Wiese und lesen im Studien- und Berufswahl-Heft
 
Auswärtiger Dienst

Unter diesen stellt der Bereich Rechts- und Konsularwesen als ein klassisches Tätigkeitsfeld einen besonderen Schwerpunkt dar. Ein weiterer Schwerpunkt dieser Laufbahn ist die innere Verwaltung, also der Geschäftsablauf einer Auslandsvertretung oder des Auswärtigen Amtes. Weitere Aufgabengebiete sind Wirtschaft, Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Kultur, Presse und Öffentlichkeitsarbeit. Verwendungen in Protokoll und Politik sind ebenfalls möglich.

Ausbildung

Voraussetzungen: Über die Mindestanforderung der Fachhochschulreife hinaus werden die deutsche Staatsangehörigkeit, gute Grundkenntnisse der englischen und französischen Sprache, vergleichbar etwa dem Niveau der Abschlussklasse eines neusprachigen Gymnasiums, verlangt; fehlende Kenntnisse in Französisch können im Auswahlverfahren durch den Nachweis guter Kenntnisse in einer anderen Amtssprache der Vereinten Nationen (Chinesisch, Russisch, Spanisch, Arabisch) ersetzt werden. Zum Zeitpunkt der Einstellung müssen jedoch Grundlagenkenntnisse in Französisch vorhanden sein und in einem Grundlagentest nachgewiesen werden.

Erforderlich sind außerdem gute Kenntnisse über das politische, wirtschaftliche, soziale und kulturelle Zeitgeschehen. Bewerber/-innen müssen nach dem Urteil des Gesundheitsdienstes des Auswärtigen Amts eine widerstandsfähige Gesundheit besitzen und für die Verwendung in allen Einsatzgebieten des Auswärtigen Dienstes uneingeschränkt geeignet sein (dies gilt ggf. auch für (Ehe-)Partner/-innen und Kinder).

Ein vorbereiteter Fragebogen zur Selbsteinschätzung ist auf der Internetseite www.diplo.de/gehobenerdienst verfügbar; er kann bei der Entscheidung behilflich sein, ob der gehobene Auswärtige Dienst das Richtige für Sie ist.

Bewerbung: Beim Auswärtigen Amt, Akademie Auswärtiger Dienst in Berlin; das Auswahlverfahren wird ausschließlich mit einem Online-Bewerbungsverfahren durchgeführt. Eine Eingabemaske für Bewerbungen ist unter www.auswaertiges-amt.de/gehobenerdienst verfügbar. Bewerbungen müssen zwischen 1. Juli und 20. Oktober erfolgen (Einstellung i.d.R. Anfang August des folgenden Jahres). I.d.R. findet einmal jährlich ein zweiteiliges Auswahlverfahren statt, das aus psychologischen Eignungstests und schriftlichen Sprachprüfungen in Englisch und Französisch bzw. einer anderen Amtssprache der Vereinten Nationen (1. Teil) sowie einem Vorstellungsgespräch, einem Einzelgespräch mit einer/m Psychologin/-en, einer Gruppendiskussion und einer Simulationsaufgabe sowie einem Kurzvortrag (2. Teil) besteht. Zum zweiten Teil des Verfahrens werden die am besten qualifizierten Teilnehmer/-innen des ersten Teils zugelassen.

Einstellungskapazität: Nach Bedarf.

Ausbildungsorte: Das drei-jährige duale Studium erfolgt an der Hochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung, Fachbereich Auswärtige Angelegenheiten (Akademie Auswärtiger Dienst Berlin), in der Zentrale des Auswärtigen Amts und an der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin sowie an deutschen Vertretungen im Ausland.

Inhalt: Neben der praktischen Einführung in die Arbeitsweise und die Aufgaben des Auswärtigen Dienstes steht die praktische und theoretische Unterrichtung in den Gebieten des Rechts, der Verwaltung, der Wirtschaft und der Entwicklungshilfe im Vordergrund. Regelmäßiger Englisch- und Französischunterricht während eines Großteils der Ausbildung vertieft die Sprachkenntnisse. Die wichtigsten Studienfächer sind Zivilrecht bei besonderer Betonung des internationalen Privatrechts, Staats- und Verfassungsrecht, allgemeines Verwaltungsrecht, Beamtenrecht, Staatsangehörigkeits-, Konsular-, Pass- und Ausländerrecht, Strafrecht, Betriebs- und öffentliche Finanzwirtschaft, Volkswirtschaftslehre, Entwicklungspolitik und Auswärtige Kulturpolitik.

Berufsmöglichkeiten

Tätigkeitsbereiche: Ziel einer über mehrere Jahrzehnte dauernden Berufskarriere im gehobenen Auswärtigen Dienst sind herausgehobene Positionen und Spitzenämter, die im Inland wie im Ausland ein hohes Maß an Verantwortung und Selbstständigkeit abverlangen. Dazu gehört die Funktion der Kanzlerin oder des Kanzlers an den Auslandsvertretungen: In diesem Amt ist man als Personal- und Verwaltungschef/-in für den reibungslosen Betriebsablauf an einer Auslandsvertretung verantwortlich. Ein weiteres Amt am Ende der Berufslaufbahn könnte die Leitung eines Rechts- und Konsularreferats einer Auslandsvertretung sein.

Im gehobenen Auswärtigen Dienst wechselt man i.d.R. alle vier Jahre den Dienstort. Insgesamt verbringt man etwa zwei Drittel des Berufslebens im Ausland, die restliche Zeit in der Zentrale des Auswärtigen Amts in Berlin. Mit der Entscheidung für den gehobenen Auswärtigen Dienst ist eine Tätigkeit mit teilweise erheblichem Verwaltungsanteil verbunden. Routineaufgaben gehören mit zum Berufsalltag. Die unterschiedlichen Verhältnisse an den verschiedenen Dienstorten und das breite Aufgabenspektrum sorgen jedoch – im Vergleich zu anderen Berufen – für ein hohes Maß an Abwechslung im Berufsleben.


Weitere Informationen

„Weltweit wir“
Informationsbroschüre über die Ausbildungsmöglichkeiten im Auswärtigen Dienst
www.auswaertiges-amt.de/cae/servlet/contentblob/371240/publicationFile/166457/WeltWeitWir.pdf

Akademie Auswärtiger Dienst
www.diplo.de/gehobenerdienst

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