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Offizieller Studienführer für Deutschland

Physik

Der Studienbereich im Überblick

Die Physik versucht, Naturphänomene durch quantitative Beobachtung zu erfassen und mit mathematischen Modellen und Theorien zu beschreiben.

Während sich die Experimentalphysik auf die Messungen spezialisiert hat, widmet sich die Theoretische Physik der Modell- und Theoriebildung. Die intensive Zusammenarbeit beider Bereiche führt zu einem fortschreitenden Verständnis der Natur und ermöglicht vielfältige Formen der Anwendung und Nutzung. Jüngere Beispiele für die Umsetzung physikalischer Forschung in technische Anwendungen sind die Halbleitertechnik, die Optoelektronik, die Nanotechnik sowie die Lasertechnik.

Mathematik ist die wichtigste Hilfswissenschaft der Physiker/-innen und stellt vor allem an die Studienanfänger/-innen hohe Anforderungen.

Studienangebot

Das Studium der Physik ist wissenschaftsorientiert. Es soll die theoretischen und experimentellen Grundlagen sowie insgesamt eine breite Allgemeinbildung in Physik vermitteln. Die Studierenden werden an moderne Methoden der Forschung herangeführt, um sie zum selbstständigen wissenschaftlichen Arbeiten zu befähigen. Die zukünftigen Physiker/-innen sollen in der Lage sein, physikalische Kenntnisse und Methoden zu vermitteln.

In den vergangenen Jahren sind im Bereich der Angewandten Physik eine Reihe interdisziplinärer Studiengänge mit wesentlichen Physikanteilen entstanden, um fachliche Spezialisierungen zu ermöglichen.

  • Die Astrophysik bildet mit der physikalischen Erforschung der Himmelskörper (Planetensystem, Sonne, Fixsterne, interstellare Materie) und des Weltraumes den Hauptschwerpunkt der Astronomie.
  • Das interdisziplinäre Studium der Biophysik befasst sich mit der Anwendung physikalischer und physikalisch-chemischer Methoden zur Erforschung elementarer und komplexer Lebensvorgänge. Es kombiniert eine fundierte biologisch-chemische Grundausbildung mit einer umfangreichen physikalisch-mathematischen Ausbildung, einschließlich der Grundlagen der Informatik.
  • Die Medizinische Physik liefert technische Lösungen für Diagnostik und Therapie. Dazu zählen bildgebende Verfahren wie Röntgen, Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) sowie therapeutische Maßnahmen, etwa Strahlentherapie oder der Einsatz von Laser- und UV-Strahlen.
  • Die Bauphysik befasst sich mit den physikalischen Problemen des Bauwesens, z.B. Schall- und Wärmedämmung.
  • Darüber hinaus sind physikalische Methoden auch in anderen Bereichen wichtig, z.B. in der Geophysik oder Metallkunde (Geowissenschaften, -technologie).

Inhalte des Studiums

Im Bachelorstudium erfolgt eine Grundausbildung in experimenteller und theoretischer Physik, in Mathematik und in weiteren physikalischen und nichtphysikalischen Fächern (insbesondere Chemie und Informatik). Hinzu kommen hochschulspezifische Vertiefungsgebiete sowie die Vermittlung experimenteller und theoretischer Arbeitsmethoden (z.B. Umgang mit physikalischen Geräten, Einsatz von Computern, Mess- und Auswertungsverfahren). Neben Vorlesungen stellen Übungen und Praktika die wichtigsten Vermittlungsformen dar.

Das Masterstudium bietet eine Spezialausbildung in mehreren Teilfächern der Physik. Es wird durch das wissenschaftliche Profil der Universität und des Fachbereichs Physik geprägt und gliedert sich in eine fachliche Vertiefungs- und eine Forschungsphase, in der eigenständig eine wissenschaftliche Fragestellung bearbeitet wird.

Berufsmöglichkeiten nach dem Studium

Physiker/-innen arbeiten in Hochschul- und Forschungseinrichtungen sowie in der Industrie, etwa in der Materialforschung, in der Energietechnik, im Maschinen- und Gerätebau, in der Medizin(technik), in der Halbleiterindustrie oder in der optischen/optoelektronischen Industrie. Viele Physiker/-innen sind auch in verwandten technisch-naturwissenschaftlichen Berufen tätig, etwa als Informatiker/-in, Mathematiker/-in oder als Ingenieur/-in. Das Patentwesen und der Wissenschaftsjournalismus bieten weitere Tätigkeitsfelder.

Viele Physiker/-innen sind auch freiberuflich tätig, insbesondere als Gutachter/-innen und Sachverständige.

Astronom(inn)en arbeiten überwiegend im öffentlichen Dienst, insbesondere in astronomischen Forschungseinrichtungen (Universitätssternwarten mit angeschlossenen Instituten, Forschungsinstituten) sowie an Volkssternwarten und Planetarien.

Biophysiker/-innen arbeiten in Einrichtungen der lebenswissenschaftlichen Grundlagen- und angewandten Forschung (Universitäten und Forschungsinstitute) sowie in Forschungsabteilungen der Industrie. Weitere Einsatzmöglichkeiten finden sie in der pharmazeutischen und Lebensmittelindustrie sowie im wissenschaftlichen und medizinischen Gerätebau.

 

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Weitere Informationen

Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG)
www.dpg-physik.de

PhysNet der Universität Oldenburg
Überblick über physikalische Institute
www.physnet.de

ISA
Das Informationssystem Studienwahl & Arbeitsmarkt der Universität Duisburg-Essen gibt Informationen zur Entwicklung in den einzelnen Studienbereichen und Teilarbeitsmärkten.
www.uni-due.de/isa

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