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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Informatik

Kurzcharakteristik des Studienbereichs

Die Informatik ist eng mit der Mathematik und der Elektrotechnik/Elektronik verbunden, ist aber auch als eine Basis- und Querschnittsdisziplin zu verstehen, die sich sowohl mit technischen als auch mit organisatorischen Problemen bei der Entwicklung und Anwendung informationsverarbeitender Systeme beschäftigt.

Sie erforscht die grundsätzlichen Verfahrensweisen der Informationsverarbeitung und die allgemeinen Methoden der Anwendung solcher Verfahren. Sie geht durch Abstraktion und Modellbildung sowohl über die konkreten technischen Realisierungen informationsverarbeitender Systeme als auch über die Besonderheiten spezieller Anwendungen hinaus und formuliert allgemeine Gesetzmäßigkeiten. Daraus entwickelt sie Standardlösungen für die Praxis, z.B. bei der Bewältigung großer Daten- und Informationsmengen und der Steuerung komplexer Produktionsabläufe.

Hinweise zu Studienangebot und Anforderungen

Informatik wird in Deutschland seit Ende der 60er-Jahre als Studienfach angeboten. Im universitären Bereich spricht man meist vom Studiengang Informatik, dessen Inhalte, vor allem in den Anfangssemestern, unabhängig von speziellen Ausrichtungen vermittelt werden.

Eine Vertiefung in die klassischen Teildisziplinen ...

  • Theoretische Informatik,

  • Praktische Informatik,

  • Technische Informatik,

  • Angewandte Informatik

... erfolgt dann meist in einer fortgeschrittenen Studienphase.

Über diese Disziplinen hinaus geht es in einem Informatikstudium heutzutage immer auch um die Problembereiche Künstliche Intelligenz, Expertensysteme, sprachliche und visuelle Kommunikation sowie Robotik.

Genauso ist eine Studiengangskonzeption nahezu undenkbar geworden, die nicht durch Ergänzungs-, Nebenfächer und Schwerpunktbildungen Einblicke in die Probleme und Anforderungen eines ausgewählten Anwendungsgebietes zulässt. So gibt es auch an Universitäten spezielle Studiengänge, in denen Anwendungsschwerpunkt und Informatik in einem integrativen Lehrangebot eng verzahnt sind, wie dies an Fachhochschulen üblich ist.

Die Studiengänge ...

... gibt es an beiden Hochschultypen.

Daneben findet man meist an den Fachhochschulen weitere Studienangebote, die noch stärker auf ein besonderes Anwendungsfeld zugeschnitten sind, z.B.:

  • Medieninformatik oder Computervisualistik

  • Medizinische Informatik/Pflegeinformatik

  • Bioinformatik

  • Geoinformatik

  • Angewandte Systemwissenschaft, verbunden mit Mathematik und einem Anwendungsfach, bezogen z.B. auf mathematische Modelle für Umweltschutz/Ökologie.

Das Informatikstudium befähigt dazu, Modelle zur Beschreibung komplexer Systeme zu entwickeln, die wesentlichen Einflussgrößen zu erkennen, für Detailprobleme algorithmische Lösungen systematisch zu finden und praktisch einsatzfähige Anwendungssysteme herzustellen.

Das erfordert analytische Fähigkeiten und fundierte Kenntnisse leistungsfähiger Programmiermethoden, ein breites Fundament von Begriffen, Modellen und Verfahren aus Mathematik, Logik und theoretischer Informatik sowie Grundkenntnisse über den logischen und technischen Aufbau von Rechnern.

Die extrem hohe Innovationsgeschwindigkeit in der Informationstechnologie verlangt die ständige Anpassung der Kenntnisse und eine verstärkte Spezialisierung.

Beschäftigungsmöglichkeiten

Beschäftigung finden Informatiker/-innen vor allem bei Unternehmen der Datenverarbeitungs-/Computertechnik (Hardware und Software), bei Herstellern von Systemen der Informations- und Telekommunikationstechnik (IT-Systemen), bei Unternehmen, die Systeme und Dienstleistungen der Informations- und Telekommunikationstechnik anbieten, z.B. bei System- und Softwarehäusern, unternehmensinternen und externen Dienstleistern auf dem IT-Sektor, DV-Beratungsunternehmen sowie in informationstechnischen Abteilungen von DV-Anwenderbetrieben, also den IT-Abteilungen jeder Branche. Tätigkeitsfelder gibt es auch im öffentlichen Dienst. Informatiker/-innen bearbeiten die unterschiedlichsten Aufgabenfelder, z.B. in Forschung und Entwicklung, bei der Produktionsplanung und -steuerung, der Betriebsorganisation, der Administration von Netzwerken u.v.a.m. Daneben gewinnen die Bereiche Gesundheitswesen (E-Health), Verwaltung (E-Government) und Sicherheitstechnik an Bedeutung.

Studium an Universitäten

Studium:

Im Grundlagenstudium (Bachelor) stehen Module zu den Kernbereichen der Informatik und den mathematischen Grundlagen im Vordergrund. Dazu zählen: Analysis, Lineare Algebra, Logik, Grundlagen der Stochastik und Statistik, Algorithmen und Datenstrukturen, Programmieren und Softwaretechnik, Technische Informatik, Betriebssysteme und Netzwerke, Datenbanken, Rechnerarchitektur, Betriebssysteme, Theoretische Informatik.

Im Vertiefungsstudium (Master) erfolgt eine Profilbildung durch die Wahl von Nebenfächern, z.B. Physik, Mathematik, Biowissenschaften, Medizin, Maschinenbau, Betriebswirtschaft, Linguistik, Wirtschaftswissenschaften, bzw. durch anwendungsorientierte Schwerpunkte wie Softwaretechnik, Kommunikationstechnik, Bildverarbeitung, Datenbanksysteme, Signalverarbeitung, Simulation, Parallele und Verteilte Systeme, Medizinische Informatik, Robotik und Prozessinformatik, Wissenschaftliches Rechnen u.Ä. Je nach Hochschule kann das Nebenfach- und Schwerpunktangebot unterschiedlich ausfallen. Zusätzlich gibt es Softwarepraktika, Projektarbeiten (auch als Betriebspraktikum) sowie überfachliche Lehrveranstaltungen, z.B. Gründung und Führung softwareorientierter Unternehmen.

Studium an Fachhochschulen und Dualen Hochschulen

Praktische Tätigkeit:

An Fachhochschulen je nach schulischer/beruflicher Vorbildung meist mehrwöchiges Vorpraktikum. Während des Studiums Praxisphasen von unterschiedlicher Dauer.

Studium:

Grundlagenstudium (Bachelor) mit Modulen aus Mathe und Physik/Technik: Einführung in die Informatik, Theoretische Informatik, Datenverarbeitungssysteme, Programmiersprachen, Betriebssysteme, Mathematik und Wahrscheinlichkeitsrechnung, Physikalische Grundlagen, Wirtschaftsinformatik. Fachwissenschaftliche Vertiefung mit Modulen wie: Software-Engineering, Angewandte Informatik, Angewandte Analysis, elektrotechnische Grundlagen, Betriebssysteme, Kommunikation und Netzwerke, Digitaltechnik, Mikroprozessortechnik und Rechnersysteme, Softwarearchitektur, Algorithmen und Datenstrukturen, Compilerbau, Verteilte Informationssysteme, Informationssicherheit.

Je nach Hochschule sind im Vertiefungsstudium (Master) Schwerpunktsetzungen in Bereichen wie Software-Engineering, Prozess- und Automatisierungstechnik, Autonome intelligente Systeme, Bioinformatik, Wirtschaft und Recht, Umwelt- und Naturwissenschaften, Multimediale Anwendungen, Kommunikationssysteme, Informations- und Kommunikationsmanagement möglich. Daneben Praxisseminare/Projektarbeiten sowie Module mit fachübergreifenden Inhalten wie Grundlagen der Wirtschaftswissenschaften, Vertrags- und Haftungsrecht.

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Weitere Informationen

Portal „Einstieg Informatik“
Informationsportal der Geschäftsstelle der Bundesweiten Informatikwettbewerbe mit Unterstützung des Fakultätentags Informatik.
www.einstieg-informatik.de

Informatik studieren
Informationsseite der Ernst Denert-Stiftung für Software-Engineering.
www.informatik-studieren.de

ISA
Das Informationssystem Studienwahl & Arbeitsmarkt der Universität Duisburg-Essen gibt Informationen zur Entwicklung in den einzelnen Studienbereichen und Teilarbeitsmärkten.
www.uni-due.de/isa

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