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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Lehramtsausbildung in Baden-Württemberg

Reform der Lehrerausbildung

Zum WS 2015/16 wurden die Lehramtsstudiengänge auf die Bachelor-/Master-Struktur umgestellt. Dabei starteten die lehramtsbezogenen Bachelorstudiengänge zum WS 2015/16, die lehramtsbezogenen Masterstudiengänge starten zum WS 2018/19. Studierende, die ihr Studium vor dem 1. August 2015 aufgenommen haben, können ihr Studium nach der jeweiligen alten Prüfungsordnung noch bis zum 31. Juli 2021 (plus zwei Semester bei Fächerkombinationen mit Kunst oder Musik) abschließen.

Der Zugang zu einem lehramtsbezogenen Masterstudiengang setzt den Nachweis über den Abschluss eines lehramtsbezogenen Bachelorstudiengangs voraus, der Studienanteile von zwei Fachwissenschaften und ihren Fachdidaktiken, Bildungswissenschaften und schulpraktische Studien umfasst.

Inhalte zu Grundfragen der Inklusion werden in jedem Lehramtsstudium (Bachelorstudiengang und Masterstudiengang) in den Bildungswissenschaften mit mindestens sechs ECTS-Punkten studiert.

Übersicht zur Umstellung der Lehramtstudiengänge in Baden-Württemberg auf Bachelor/Master ab WS 2015/2016.

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Lehramt Grundschule

Studienorte: Pädagogische Hochschulen Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Ludwigsburg, Schwäbisch Gmünd, Weingarten.

Ausbildungsdauer:

8 Semester Regelstudienzeit (davon 6 Semester Bachelorstudiengang, 2 Semester Masterstudiengang plus Anrechnung von 60 ECTS aus dem Vorbereitungsdienst auf den Abschluss Master of Education); nach dem Masterabschluss 18 Monate Vorbereitungsdienst.

Europalehramt an Grundschulen: 8 Semester Regelstudienzeit (davon 6 Semester Bachelorstudiengang, 2 Semester Masterstudiengang plus Anrechnung von 60 ECTS aus dem Vorbereitungsdienst auf den Abschluss Master of Education); nach dem Masterabschluss 18 Monate Vorbereitungsdienst.

Praktika während des Studiums (schulpraktische Studien): Begleitetes Orientierungspraktikum (3 Wochen) bis spätestens zum Beginn des 3. Semesters des Bachelorstudiengangs, Integriertes Semesterpraktikum (mind. 12 Wochen) nicht vor dem 3. Semester und ggf. weitere Praktika.

Fachrichtungen und Studienfächer

Das Studium umfasst Grundbildung in Deutsch oder in Mathematik, zwei Fächer (davon ist eines Deutsch oder Mathematik), Studienanteile Deutsch als Zweitsprache, Bildungswissenschaften und schulpraktische Studien; die Grundbildung darf nicht in dem gewählten ersten Fach Deutsch oder Mathematik studiert werden.

Als zweites Fach kann gewählt werden: Englisch, Evangelische Theologie/Religionspädagogik, Französisch, Islamische Theologie/Religionspädagogik, Katholische Theologie/Religionspädagogik, Kunst, Musik, naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht (mit Schwerpunkt in Alltagskultur und Gesundheit, Biologie, Chemie, Physik oder Technik), sozialwissenschaftlicher Sachunterricht (mit Schwerpunkt in Geographie, Geschichte, Politikwissenschaft oder Wirtschaftswissenschaft) oder Sport.

Ein zusätzliches Fach kann als Erweiterungsfach in einem ergänzenden Masterstudiengang mit 60 ECTS-Punkten, davon mindestens 50 ECTS-Punkte im Fach, studiert werden. Die Hochschulen ermöglichen durch entsprechende Studienorganisation den Erwerb von Studienleistungen im Erweiterungsfach ab Beginn des Studiums.

Hinweise:

  • Zu den Bildungswissenschaften gehören Erziehungswissenschaft, Psychologie, und Soziologie.
  • Das Lehramt Grundschule mit der Profilierung Europalehramt (PH Freiburg, PH Karlsruhe) verbindet das Studium für das Lehramt Grundschule mit bilingualem Lehren und Lernen sowie mit kultureller Diversität und schließt ein verbindliches Auslandssemester ein.
    Verpflichtend zu wählen sind die Grundbildung Deutsch und Deutsch als Zweitsprache oder die Grundbildung Mathematik sowie das Fach Englisch oder Französisch und ein bilinguales Sachfach (Evangelische Theologie/Religionspädagogik, Islamische Theologie/Religionspädagogik, Katholische Theologie/Religionspädagogik, Kunst, Musik, naturwissenschaftlich-technischer Sachunterricht, sozialwissenschaftlicher Sachunterricht oder Sport) entsprechend der Studien- und Prüfungsordnung der Hochschule.
  • Die Fächer Evangelische Theologie oder Katholische Theologie kann im Hinblick auf eine Zulassung zum Vorbereitungsdienst in Baden-Württemberg nur wählen, wer der jeweiligen Konfession angehört.
  • Der Integrierte Studiengang für das Lehramt Grundschule wird an der Pädagogischen Hochschule Freiburg und der Université de Haute-Alsace in Mulhouse auf der Basis des deutsch-französischen Kooperationsvertrags in der jeweils geltenden Fassung studiert.

Lehramt Sekundarstufe I

Studienorte: Pädagogische Hochschulen Freiburg, Heidelberg, Karlsruhe, Ludwigsburg, Schwäbisch Gmünd, Weingarten.

Ausbildungsdauer:

10 Semester Regelstudienzeit (davon 6 Semester Bachelorstudiengang, 4 Semester Masterstudiengang); nach dem Masterabschluss 18 Monate Vorbereitungsdienst.

Europalehramt Sekundarstufe I: 10 Semester Regelstudienzeit (davon 6 Semester Bachelorstudiengang, 4 Semester Masterstudiengang); nach dem Masterabschluss 18 Monate Vorbereitungsdienst.

Praktikum während des Studiums: Begleitetes Orientierungspraktikum bis spätestens zum Beginn des 4. Semesters des Bachelorstudiengangs, Integriertes Semesterpraktikum (mind. 12 Wochen zu Beginn des Masterstudiengangs) und ggf. weitere Praktika.

Fächer und Fächerkombinationen

Das Studium umfasst zwei Fächer, Bildungswissenschaften und schulpraktische Studien.

Fachwissenschaften und Fachdidaktiken (Fächer) sind: Alltagskultur und Gesundheit, Biologie, Chemie, Deutsch mit Studienanteilen Deutsch als Zweitsprache, Englisch, Ethik, Evangelische Theologie/Religionspädagogik, Französisch, Geographie, Geschichte, Islamische Theologie/Religionspädagogik, Katholische Theologie/Religionspädagogik, Kunst, Mathematik, Musik, Physik, Politikwissenschaft, Sport, Technik sowie Wirtschaftswissenschaft.

Ein zusätzliches Fach kann als Erweiterungsfach in einem ergänzenden Masterstudiengang mit 90 ECTS-Punkten studiert werden. Die Hochschulen ermöglichen durch entsprechende Studienorganisation den Erwerb von Studienleistungen im Erweiterungsfach ab Beginn des Studiums.

Hinweise:

  • Zu den Bildungswissenschaften gehören Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie).
  • Für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst in Baden-Württemberg ist die Kombination von Katholischer Theologie/Religionspädagogik oder Evangelischer Theologie/Religionspädagogik oder Islamischer Theologie/Religionspädagogik untereinander ausgeschlossen; die Kombination eines dieser Fächer mit Ethik ist nicht möglich.
  • Die Fächer Evangelische Theologie oder Katholische Theologie kann im Hinblick auf eine Zulassung zum Vorbereitungsdienst in Baden-Württemberg nur wählen, wer der jeweiligen Konfession angehört.
  • Das Lehramt Sekundarstufe I mit der Profilierung Europalehramt verbindet das Studium für das Lehramt Sekundarstufe I mit bilingualem Lehren und Lernen sowie mit kultureller Diversität auf der Grundlage der Zielsprache Englisch oder Französisch und schließt ein verbindliches Auslandssemester ein. Zu wählen sind als Fach Englisch oder Französisch und ein bilinguales Sachfach (Alltagskultur und Gesundheit, Biologie, Chemie, Ethik, Evangelische Theologie/Religionspädagogik, Geographie, Geschichte, Islamische Theologie/Religionspädagogik, Katholische Theologie/Religionspädagogik, Kunst, Mathematik, Musik, Physik, Politikwissenschaft, Sport, Technik oder Wirtschaftswissenschaft) entsprechend der Studien- und Prüfungsordnung der Hochschule.

Lehramt Gymnasium

Studienorte: Alle neun staatlichen Universitäten in Baden-Württemberg, dazu die Kunst- und die Musikhochschulen und die Hochschule für Jüdische Studien Heidelberg.

Ausbildungsdauer: 10 Semester Regelstudienzeit (davon 6 Semester Bachelorstudiengang, 4 Semester Masterstudiengang), 12 Semester Regelstudienzeit (davon 8 Semester Bachelorstudiengang, 4 Semester Masterstudiengang) in Fächerverbindungen mit Musik oder Kunst; nach dem Masterabschluss 18 Monate Vorbereitungsdienst.

Praktikum während des Studiums: Begleitetes Orientierungspraktikum (3 Wochen) im Bachelorstudiengang, Schulpraxissemester (12 Wochen) an allgemein bildenden Gymnasien und an beruflichen Schulen in Baden-Württemberg in einem WS des Masterstudiengangs. Eine vergleichbare sonstige Schulpraxis als Fremdsprachenassistentin oder Fremdsprachenassistent, in einer deutschen Schule im Ausland oder in einem Vorbereitungsdienst aus einem anderen Lehramt kann von der Hochschule auf entsprechenden Antrag als Ersatz für maximal acht Wochen des Schulpraxissemesters anerkannt werden. Die letzten vier Wochen des Schulpraxissemesters müssen an einem baden-württembergischen Gymnasium absolviert werden.

Fächer und Fächerkombinationen

Das Studium umfasst zwei Fächer, Bildungswissenschaften und schulpraktische Studien.

Fachwissenschaften und Fachdidaktiken (Fächer):

Bildende Kunst, Biologie, Chemie, Chinesisch, Deutsch mit Studienanteilen Deutsch als Zweitsprache, Englisch, Evangelische Theologie, Französisch, Geographie, Geschichte, Griechisch, Informatik, Italienisch, Islamische Religionslehre, Jüdische Religionslehre, Katholische Theologie, Latein, Mathematik, Musik, Naturwissenschaft und Technik (NwT), Philosophie/Ethik, Physik, Politikwissenschaft, Russisch, Spanisch, Sport und Wirtschaftswissenschaft.

Die Fächer Bildende Kunst und Musik können mit allen in Satz 2 genannten Fächern verbunden werden, nicht jedoch untereinander. Das Fach NwT kann nur in Verbindung mit einem der Fächer Biologie, Chemie, Physik oder Geographie mit Schwerpunkt Physische Geographie studiert werden.

Ein zusätzliches Fach kann als Erweiterungsfach in einem ergänzenden Masterstudiengang mit 90 ECTS-Punkten oder mit 120 ECTS-Punkten studiert werden. Die Hochschulen ermöglichen durch entsprechende Studienorganisation den Erwerb von Studienleistungen im Erweiterungsfach ab Beginn des Studiums.

Hinweise:

  • Zu den Bildungswissenschaften gehören Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie).
  • Die Fächer Evangelische Theologie oder Katholische Theologie kann im Hinblick auf eine Zulassung zum Vorbereitungsdienst in Baden-Württemberg nur wählen, wer der jeweiligen Konfession angehört.
  • Für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst in Baden-Württemberg ist die Kombination von Katholischer Theologie oder Evangelischer Theologie oder Jüdischer Theologie oder Islamischer Religionslehre untereinander ausgeschlossen; die Kombination eines dieser Fächer mit Philosophie/Ethik ist nicht möglich.
  • In Kombination mit dem Fach Bildende Kunst oder Musik kann als zweites Fach eine Fachwissenschaft gewählt werden. In Kombination mit dem Fach Musik kann das Verbreiterungsfach Musik/Jazz und Popularmusik gewählt werden. In Kombination mit dem Fach Bildende Kunst und einer Fachwissenschaft kann das Erweiterungsfach Bildende Kunst/Intermediales Gestalten im Umfang von 90 ECTS-Punkten nach dem Abschluss Master of Education im Fach Bildende Kunst studiert werden.
  • Die Zulassung zum Musikstudium (Bachelor of Music) oder zum Kunststudium (Bachelor of Fine Arts) für das Lehramt Gymnasium erfolgt durch eine künstlerische Eignungsprüfung vor Beginn des Studiums. Bei Bestehen des Bachelorabschlusses in Musik oder Bildender Kunst mit Lehramtsanteilen und einem Weiterstudium des Masterstudiengangs mit Abschluss Master of Education in Musik oder Bildender Kunst erfolgt keine neuerliche Eignungsprüfung. Der bestandene Bachelorabschluss in Musik oder Bildender Kunst ersetzt diese. Zum Eintritt in einen Masterstudiengang mit dem Abschluss Master of Education in den Fächern Bildende Kunst oder Musik erfolgen künstlerische Eignungsprüfungen, wenn ein Neueintritt in die Hochschule oder in den Studiengang erfolgt.

Höheres Lehramt an beruflichen Schulen

Die Ausbildung gliedert sich in das Bachelor-/Masterstudium bzw. den Staatsexamensstudiengang (Gesundheit und Gesellschaft (Care) - U Heidelberg; Sozialpädagogik/Pädagogik - U Tübingen) und den sich daran anschließenden Vorbereitungsdienst. Der Studiengang wird in Baden-Württemberg an Universitäten (U) und für Gewerbelehrerinnen und Gewerbelehrer auch an Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HS) in Kooperation mit Pädagogischen Hochschulen (PH) angeboten.

Bei den beruflichen Schulen werden drei verschiedene Bereiche unterschieden: gewerbliche Schulen; kaufmännische Schulen; hauswirtschaftliche, pflegerische, sozialpädagogische und landwirtschaftliche Schulen.

Zum Höheren Lehramt an beruflichen Schulen führen - je nach fachlicher Richtung - unterschiedliche Studiengänge der Hochschulen.

Studienorte: HS Aalen/PH Schwäbisch Gmünd, HS Esslingen/PH Ludwigsburg, U Heidelberg, U Hohenheim, KIT, U Konstanz, U Mannheim, HS Mannheim/PH Heidelberg, HS Offenburg/PH Freiburg, HS Ravensburg-Weingarten/PH Weingarten, U Stuttgart, U Tübingen.

Ausbildungsdauer:

10 Semester Regelstudienzeit; nach dem Studienabschluss 18 Monate Vorbereitungsdienst.

Fester Bestandteil der Studiengänge in Baden-Württemberg ist ein Praxissemester im Umfang von 10 Wochen (bei Bachelor-/Masterstudiengängen) oder von 13 Wochen (bei den Staatsexamensstudiengängen, Gesundheit und Gesellschaft (Care) an der U Heidelberg, Sozialpädagogik/Pädagogik der U Tübingen).

Hinweise: Die Erste Staatsprüfung für das Lehramt an Gymnasien bzw. der Masterabschluss (Master of Education) in einer für den Gymnasialbereich zulässigen Zwei-Fächer-Verbindung in Fächern, die an den beruflichen Schulen unterrichtet werden, berechtigt zum Vorbereitungsdienst an allen drei Schultypen, wenn ein einschlägiges Betriebspraktikum von drei Monaten Dauer nachgewiesen wird.

Absolvent(inn)en von Diplom- und Bachelor-/Masterstudiengängen oder Staatsexamensstudiengängen mit beruflichen Fachrichtungen müssen für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst mindestens ein Jahr der Fachrichtung und dem Lehramt dienliche Betriebspraxis (52 Wochen) nachweisen.

Kaufmännische Schulen

An der U Mannheim werden der Bachelor- und Masterstudiengang Wirtschaftspädagogik, an der U Hohenheim der Bachelorstudiengang Wirtschaftswissenschaften mit wirtschaftspädagogischem Profil sowie der Masterstudiengang für das wirtschaftswissenschaftliche Lehramt angeboten. An der U Konstanz wird der Bachelorstudiengang "Economics" sowie seit dem WS 2008/2009 der entsprechende konsekutive Masterstudiengang Wirtschaftspädagogik ("Business and Economics Education") angeboten. Diese sowie die Abschlüsse entsprechend ausgestalteter Studiengänge anderer Universitäten werden als Voraussetzung für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst anerkannt. Unter bestimmten Voraussetzungen und bei Bedarf können auch universitäre Abschlüsse in anderen betriebswirtschaftlichen Studiengängen anerkannt werden.

Hauswirtschaftliche, pflegerische,
landwirtschaftliche und sozialpädagogische Schulen

Im Bereich "Pflegerische Schulen" bzw. "Sozialpädagogische Schulen":

  • An der U Heidelberg kann seit dem WS 2010/2011 der Studiengang "Höheres Lehramt an beruflichen Schulen mit der Fachrichtung Gesundheit und Gesellschaft (Care)" studiert werden. Der zehnsemestrige Studiengang schließt mit der Ersten Staatsprüfung ab, die Zulassungsvoraussetzung zum Vorbereitungsdienst für das höhere Lehramt an beruflichen Schulen ist. Neben Pflicht- und Fachdidaktikmodulen in der beruflichen Fachrichtung wird ein allgemeinbildendes Fach studiert.
  • Die U Tübingen bietet den Staatsexamensstudiengang Sozialpädagogik/Pädagogik an. Neben dem beruflichen Fach Sozialpädagogik/Pädagogik wird ein allgemein bildendes Fach studiert.

Für die weiteren Bereiche gibt es keine besonderen Lehramtsstudiengänge. Bei Bedarf können Absolvent(inn)en folgender Studiengänge zum Vorbereitungsdienst zugelassen werden:

  • im Bereich "Hauswirtschaftliche Schulen": Ernährungswissenschaft;
  • im Bereich "Landwirtschaftliche Schulen": Agrarwissenschaften (mit Vertiefungsrichtung Tier- bzw. Pflanzenwissenschaften), Forstwissenschaft oder Gartenbauwissenschaft.

Diplomabschlüsse können unter bestimmten Voraussetzungen ebenfalls für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst anerkannt werden.

Gewerbliche Schulen

Der Abschluss des Bachelor- und Masterstudiengangs Ingenieurpädagogik (Gewerbelehrer/-in) an der U Karlsruhe bzw. der Bachelor- und Master-Studiengänge Technikpädagogik an der U Stuttgart sowie der kooperativen Bachelor-/Masterstudiengänge Gewerbelehrer/-in an der HS Aalen/PH Schwäbisch Gmünd, der HS Ravensburg-Weingarten/PH Weingarten, der HS Mannheim/PH Heidelberg, der HS Offenburg/PH Freiburg und der FH Esslingen/PH Ludwigsburg wird als Voraussetzung für die Zulassung zum Vorbereitungsdienst anerkannt. Unter bestimmten Voraussetzungen und bei Bedarf können Abschlüsse anderer universitärer Studiengänge, z.B. Lebensmitteltechnologie der U Hohenheim oder ingenieurwissenschaftliche Studiengänge, anerkannt werden.

Lehramt Sonderpädagogik

Studienorte: Pädagogische Hochschulen Heidelberg und Ludwigsburg.

Praktika während des Studiums: Begleitetes Orientierungspraktikum (3 Wochen) bis spätestens zum Beginn des 3. Semesters des Bachelorstudiengangs, Integriertes Semesterpraktikum (12 Wochen) nicht vor dem 3. Semester, Blockpraktikum (4 Wochen) oder Schulpraxisveranstaltungen mit Praxisanteilen in der zweiten sonderpädagogischen Fachrichtung im Masterstudiengang, ggf. zusätzlich weitere Praktika.

Interessierte Studienbewerberinnen und Studienbewerber sollten sich vor Stellung eines Zulassungsantrages im Einzelfall bei der in Frage kommenden PH beraten lassen.

1. Studiengang für das Lehramt Sonderpädagogik (grundständig)

Ausbildungsdauer:

10 Semester Regelstudienzeit (davon 6 Semester Bachelorstudiengang, 4 Semester Masterstudiengang); nach dem Masterabschluss 18 Monate Vorbereitungsdienst.

Das Studium umfasst Grundbildung Deutsch oder Grundbildung Mathematik aus dem Studiengang Lehramt Grundschule, ein Fach aus dem Studiengang Lehramt Sekundarstufe I, Studienanteile Deutsch als Zweitsprache, Bildungswissenschaften, sonderpädagogische Grundlagen, sonderpädagogische Handlungsfelder, zwei sonderpädagogische Fachrichtungen und schulpraktische Studien.

Sonderpädagogische Fachrichtungen sind: Lernen, Sprache, Emotional-soziale Entwicklung, Geistige Entwicklung, Körperliche und motorische Entwicklung, Lernen bei Blindheit und Sehbehinderung sowie Hören.

Sonderpädagogische Handlungsfelder sind: Sonderpädagogischer Dienst/Kooperation/inklusive Bildungsangebote; Frühförderung sowie frühkindliche Bildung und Erziehung von Kindern mit Behinderungen; Ausbildung, Erwerbsarbeit und Leben; Religiöse Bildung in der Sonderpädagogik; Kulturarbeit, Gestalten und Lernen; Unterricht mit kranken Kindern und Jugendlichen; Leiblichkeit, Bewegung und Körperkultur; Sprache und Kommunikation.

Hinweise:

  • Das Handlungsfeld Sonderpädagogischer Dienst/Kooperation/inklusive Bildungsangebote ist für alle Studierenden verbindlich.
  • Zwei weitere Handlungsfelder werden gewählt.
  • Das Handlungsfeld Sprache und Kommunikation gliedert sich in die Schwerpunkte Sprachwissenschaften, Unterstützte Kommunikation, Brailleschrift und Gebärdensprache. Von den Studierenden sind ein bis zwei dieser Schwerpunkte zu wählen.
  • Für Studierende der Fachrichtung Sprache ist das Handlungsfeld Sprache und Kommunikation mit dem Schwerpunkt Sprachwissenschaften verbindlich, für Studierende der Fachrichtung Hören das Handlungsfeld Sprache und Kommunikation mit dem Schwerpunkt Gebärdensprache.
  • Weiterführende Regelungen können in den Studienordnungen getroffen werden.
  • Zu den Bildungswissenschaften gehören Erziehungswissenschaft, Psychologie und Soziologie.

Ein zusätzliches Fach mit 60 ECTS-Punkten (davon mindestens 50 ECTS-Punkte im Fach) oder mit 90 ECTS-Punkten oder eine weitere sonderpädagogische Fachrichtung mit 60 ECTS-Punkten (einschl. sonderpädagogischer Grundlagen, Handlungsfelder bezogen auf diese Fachrichtung) kann als Erweiterungsfach in einem ergänzenden Masterstudiengang studiert werden. Die Hochschulen ermöglichen durch entsprechende Studienorganisation den Erwerb von Studienleistungen im Erweiterungsfach ab Beginn des Studiums.

2. Aufbaustudium für das Lehramt Sonderpädagogik

Wer erfolgreich die Erste Staatsprüfung für ein Lehramt oder einen Abschluss eines auf ein Lehramt bezogenen Masterstudiengangs (mindestens 240 ECTS-Punkte) oder die Zweite Staatsprüfung für ein Lehramt absolviert hat, kann den Abschluss Master of Education Sonderpädagogik auch über ein viersemestriges Aufbaustudium erwerben.

Das Aufbaustudium umfasst sonderpädagogische Grundlagen, ein sonderpädagogisches Handlungsfeld sowie die erste und zweite sonderpädagogische Fachrichtung. Die schulpraktischen Studien haben in der Regel einen Umfang von acht Wochen. Die erste und die zweite sonderpädagogische Fachrichtung müssen hierbei gleichermaßen Berücksichtigung finden.

Die schulpraktischen Studien können auf zwei Praktika verteilt werden, um schulpraktische Studien sowohl in der ersten als auch in der zweiten sonderpädagogischen Fachrichtung zu ermöglichen.

Wer vor dem Aufbaustudium eine Zweite Staatsprüfung für ein Lehramt bestanden hat, erwirbt mit dem Abschluss Master of Education Sonderpädagogik zugleich die Befähigung für die Laufbahn des gehobenen Schuldienstes für das Lehramt Sonderpädagogik. Wer eine Erste Staatsprüfung für ein Lehramt bestanden oder erfolgreich einen Abschluss eines auf ein Lehramt bezogenen Masterstudiengangs absolviert hat, erwirbt die Befähigung für die Laufbahn des gehobenen Schuldienstes für das Lehramt Sonderpädagogik mit der Zweiten Staatsprüfung.

Hinweise und Besonderheiten:

Aktuelle Informationen zur Lehramtsausbildung und zu den voraussichtlichen künftigen Einstellungschancen in Baden-Württemberg sind im Internet abrufbar unter www.km-bw.de ("Lehrer/-innen – Berufsziel Lehrerin/Lehrer") und www.lehrer-online-bw.de.

Unter www.bw-cct.de können Sie einen Selbst-Test absolvieren, um zu überprüfen, ob der Beruf Lehrer/-in zu Ihnen passt. Am Ende des Tests erhält man ein Zertifikat, welches für alle Lehrämter als Zulassungsvoraussetzung für eine Bewerbung um einen Studienplatz in Baden-Württemberg vorgelegt werden muss.

Alle Studiengänge anzeigen >>


Weitere Informationen

Studieninformation Baden-Württemberg
www.studieninfo-bw.de

Kultusportal Baden-Württemberg
www.km-bw.de
(Rubrik: Schule > Beruf der Lehrkraft)

Portal für Lehramtsausbildung in Baden-Württemberg
www.bw-cct.de

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