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Neun bunte Quadrate auf einem roten Hintergrund.

Offizieller Studienführer für Deutschland

Zu sehen sind bunte Bauklötze.
Foto: Martin Rehm
Studienaufbau und Organisation

Sie studieren ein Studienfach oder eine Kombination von mehreren Einzelfächern. Welche Einzelfächer an einer Hochschule als selbstständige Fächer bzw. Studiengänge angeboten und studiert werden, hängt von der örtlichen Entwicklung des Faches ab. Aufbau und Inhalte der Studiengänge, mögliche Studienschwerpunkte oder -richtungen sowie die Art der Lehrveranstaltungen und Prüfungen sind in Prüfungsordnungen, Studienordnungen, Studienplänen oder Modulhandbüchern geregelt.

Modularisierung und Leistungspunkte (ECTS)

Unter „Modul“ versteht man einen mit Lernzielen versehenen Verbund von inhaltlich und zeitlich aufeinander abgestimmten Stoffgebieten und Lehrveranstaltungen, der eine in sich geschlossene und mit Leistungspunkten ausgewiesene Studieneinheit bildet. Ein Modul wird i.d.R. mit einer Prüfung abgeschlossen, deren Ergebnis in das Abschlusszeugnis eingeht.

Die erbrachten Studienleistungen werden anhand eines europäischen Punktesystems (European Credit Transfer System, ECTS) gemessen. Leistungspunkte (ETCS-Punkte oder Credits) sind ein Maß für die studentische Arbeitsbelastung („Workload“). Sie umfassen sowohl den unmittelbaren Unterricht als auch die Zeit für die Vor- und Nachbereitung des Lehrstoffes, den Prüfungsaufwand und die Prüfungsvorbereitungen einschließlich Abschluss- und Studienarbeiten. Pro Semester werden i.d.R. 30 ECTS-Punkte vergeben, wobei für jeden Leistungspunkt eine Arbeitsbelastung von 25 bis max. 30 Stunden angenommen wird. Das entspricht einem Workload von 750 bis 900 Stunden pro Semester.

Studienaufbau

Zu Beginn des Bachelorstudiums vermitteln Module aus unterschiedlichen Lehrveranstaltungen allgemeine fachliche Grundlagen und Methodenkenntnisse.

In den Modulen der fortgeschrittenen Studienphase werden die Kenntnisse dann vertieft und erweitert sowie fachübergreifende Qualifikationen erworben. Projektarbeiten, Praktika oder Planspiele ermöglichen eine erste praktische Anwendung. Oft erlauben Wahlpflichtmodule/-fächer (davon muss eine bestimmte Anzahl gewählt werden) sowie optionale Wahlmodule/-fächer eine individuelle Schwerpunktbildung.

Sind Praxis- oder Auslandssemester vorgesehen, so werden diese meist im vierten oder fünften Bachelor-Semester absolviert. Zum Ende des Studiums ist eine größere schriftliche und/oder experimentelle Arbeit, zum Beispiel die Bachelorthesis, anzufertigen.

An fast allen Hochschulen ist das Studienjahr in ein Wintersemester (WS) und ein Sommersemester (SS) unterteilt (sehr selten in drei Trimester). Nicht in allen Studiengängen können Sie sich aussuchen, ob Sie im Winter oder im Sommer mit dem Studium starten. In einigen Fächern (z.B. Tiermedizin) ist ein Studienbeginn nur zum Wintersemester möglich.

Studiendauer

Für jeden Studiengang ist in der Prüfungsordnung eine Regelstudienzeit festgelegt. Sie gibt an, in welcher Zeit Sie ein Studium mit der angestrebten Prüfung i.d.R. abschließen können.

In Bachelorstudiengängen kann die Regelstudienzeit sechs bis acht Semester betragen in Masterstudiengängen zwei bis vier Semester. Die Gesamtregelstudienzeit für ein Bachelor- und ein Masterstudium beträgt i.d.R. zehn Semester, wobei natürlich auch Abweichungen möglich sind. Studierende können etwa auch nach einem achtsemestrigen Bachelorstudium einen viersemestrigen Masterstudiengang studieren. In den künstlerischen Kernfächern an Kunst- und Musikhochschulen gibt es konsekutive Bachelor- und Masterstudiengänge mit einer Gesamtregelstudiendauer von bis zu zwölf Semestern im Vollzeitstudium.

Ein Abschluss innerhalb der vorgegebenen Regelstudienzeit ist nicht in jedem Fall möglich. Jedoch sollten Sie Ihre Studienplanung daran orientieren. Insbesondere im Zusammenhang mit einer Förderung nach dem BAföG kann sich eine lange Studiendauer negativ auswirken. In einigen Bundesländern werden zudem bei Überschreitung einer bestimmten Anzahl von Semestern Langzeitstudiengebühren erhoben.

Doch auch die kürzest mögliche Studiendauer ist nicht immer von Vorteil: Ein berufsnahes Praktikum in einem interessanten Projekt bzw. im Ausland oder persönliches Engagement neben dem Studium können ein Plus im Lebenslauf sein.

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