Logo Stiftung für Hochschulzulassung Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo studienwahl.de
Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Ein Dollarschein und mehrere Münzen aus den USA.
Foto: Jessica Braun
Finanzierung & Förderprogramme

BAföG im Ausland?

Auf die gesetzlichen Förderungsmaßnahmen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) haben Sie auch im Falle eines Auslandsstudiums einen Rechtsanspruch, wenn Sie die Förderungsvoraussetzungen erfüllen. Die höheren Förderungssätze bei einer Ausbildung im Ausland können ggf. dazu führen, dass auch solche Studierende gefördert werden, die im Inland aufgrund der Höhe des Einkommens der Eltern keine Förderung bekommen.

Sie können Ausbildungsförderung für ein vollständig innerhalb der EU oder der Schweiz absolviertes Studium erhalten – vom ersten Semester bis zum Erwerb des ausländischen Ausbildungsabschlusses. Im Anschluss an einen Auslandsaufenthalt können Sie die Ausbildung auch in Deutschland fortführen und beenden. Die Förderungshöchstdauer entspricht jeweils der Regelstudienzeit, die in der Studien- und Prüfungsordnung festgelegt ist.

Für das nicht im Rahmen einer Hochschulkooperation durchgeführte Studium in Nicht-EU-Staaten (mit Ausnahme der Schweiz) beträgt die Förderungsdauer i.d.R. ein Jahr. Sie kann jedoch um weitere drei Semester verlängert werden, wenn das Studium im Ausland für Ihre Ausbildung von besonderer Bedeutung ist. Sie müssen auf Verlangen des Amtes für Ausbildungsförderung eine gutachterliche Stellungnahme Ihrer Ausbildungsstätte beibringen, dass die fachlichen Voraussetzungen für eine Ausbildung im Ausland vorliegen.

Voraussetzungen für die Förderung des Studiums in Nicht-EU-Staaten:

  • Der Auslandsaufenthalt dauert mindestens sechs Monate oder ein Semester bzw. zwölf Wochen (Studium im Rahmen einer Hochschulkooperation).
  • Der Auslandsaufenthalt wird als förderlich angesehen (d.h. es wurden Grundkenntnisse in einem mindestens einjährigen Studium im Inland erworben) und kann zumindest z.T. auf die Studiendauer im Inland angerechnet werden (wird i.d.R. ohne Weiteres angenommen und ist generell entbehrlich bei einem Auslandsstudium im Rahmen einer Hochschulkooperation).

Auch ein Auslandspraktikum im Rahmen eines Studiums sowie im Zusammenhang mit dem Besuch einer Höheren Fachschule, Akademie, Berufsfachschule oder Fachschule kann innerhalb und außerhalb der EU gefördert werden, wenn das Praktikum als solches (nicht notwendigerweise auch als Auslandspraktikum) in den Ausbildungsbestimmungen vorgeschrieben und inhaltlich geregelt ist. Das Praktikum muss mindestens zwölf Wochen dauern.

Daneben gibt es weitere Sonderbestimmungen, über die die Akademischen Auslandsämter gerne Auskunft geben. Eine in eine Inlandsausbildung eingebettete befristete Ausbildung im Ausland (maximal ein Jahr), die nicht schon nach den Ausbildungsbestimmungen zwingend vorgeschrieben ist, wird nicht auf die Förderungshöchstdauer der Inlandsausbildung angerechnet, d.h. die Förderungshöchstdauer verlängert sich faktisch um maximal ein Jahr.

Studierende im Ausland bekommen unter bestimmten Voraussetzungen noch Auslandszuschläge zu ihrem BAföG-Satz. So werden nachweisbar notwendige Studiengebühren für die Dauer bis zu einem Jahr und bis zu einer Höchstgrenze von 4.600 Euro übernommen. Auch Aufwendungen für die Reise zum Ausbildungsort und Zuschüsse zur Krankenversicherung sowie ggf. (abhängig vom Zielland) für höhere Lebenshaltungskosten sind möglich.

Mindestens sechs Monate vor der Ausreise sollten Sie Ihren Antrag bei dem für das jeweilige Land zuständigen Auslandsamt stellen. Unter www.bafög.de finden Sie die Kontaktdaten der Auslandsämter.

Förderprogramme der Europäischen Union

Die Europäische Union fördert im Rahmen des 2015 gestarteten Erasmus+-Programms Auslandsaufenthalte für Studierende in allen Mitgliedstaaten der EU und weiteren Ländern (s.u.). Möglich sind ein oder mehrere Studien- bzw. Praktikumsaufenthalte im Ausland von mind. zwei (für ein Praktikum) bzw. drei und höchstens zwölf Monaten Dauer je Studienphase – also jeweils für Bachelor, Master und Promotion. Auslandsaufenthalte Studierender in einzügigen Studiengängen (z.B. Staatsexamen) können bis zu einer Dauer von 24 Monaten gefördert werden.

Vor einem Studienaufenthalt im Ausland muss man das erste Studienjahr absolviert haben, ein Praktikum ist schon ab Einschreibung für ein Studium möglich. Neu unter Erasmus+ ist die Förderungsmöglichkeit eines kompletten Masterstudiums (ein- oder zweijährig) im Ausland mithilfe eines zinsgünstigen, nicht vom Einkommen abhängigen Kredits. Zudem können mit dem Programm „Mobilität mit Partnerländern“ im Rahmen von Erasmus+ auch Auslandsaufenthalte in Ländern außerhalb Europas gefördert werden.

Zu einem Erasmus-Stipendium für Studienaufenthalte im Ausland gehören:

  • Unterstützung bei der Vorbereitung des Auslandsaufenthalts,
  • Befreiung von Studiengebühren an der Gasthochschule,
  • akademische Anerkennung der im Ausland erbrachten Studienleistungen,
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit einer Behinderung,
  • Sonderzuschüsse für im Ausland alleinerziehende Studierende mit Kindern.

Zu einem Erasmus-Stipendium für ein Praktikum im Ausland gehören:

  • Unterstützung bei der Vorbereitung des Auslandsaufenthalts,
  • EU-Praktikumsvertrag zwischen Hochschule, aufnehmender Einrichtung und Studierenden,
  • Begleitung während des Praktikums durch Ansprechpartner an der Heimathochschule und im Unternehmen,
  • akademische Anerkennung der im Ausland erbrachten Leistung,
  • Sonderzuschüsse für Studierende mit besonderen Bedürfnissen oder Kindern.

Die finanzielle Förderung von Erasmus+-Aufenthalten von Studierenden (SMS) orientiert sich an den unterschiedlichen Lebenshaltungskosten in den Zielländern („Programmländer“).

Seit dem Hochschuljahr 2014/2015 gelten europaweit die folgenden Mindesthöhen für drei Ländergruppen für Studienaufenthalte:

  • Gruppe 1 (monatlich 250 bis 500 Euro): Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Liechtenstein, Norwegen, Österreich, Schweden
  • Gruppe 2 (monatlich 200 bis 450 Euro): Belgien, Griechenland, Island, Kroatien, Luxemburg, Niederlande, Portugal, Slowenien, Spanien, Tschechien, Türkei, Zypern
  • Gruppe 3 (monatlich 150 bis 400 Euro): Bulgarien, Estland, Lettland, Litauen, Malta, Mazedonien, Polen, Rumänien, Slowakei, Ungarn

Erasmus+-Praktikanten (SMP) erhalten monatlich 100 bis 200 Euro zusätzlich.

Ausführliche Informationen erhalten Sie in den Akademischen Auslandsämtern/International Offices der Hochschulen und beim Deutschen Akademischen Austauschdienst (www.eu.daad.de/studierende).

Stipendien

DAAD-Stipendien

Neben der Förderung nach dem BAföG und den Förderprogrammen der EU gibt es eine ganze Reihe von Stipendien verschiedener Organisationen, darunter von den Hochschulen selbst. Das größte Kontingent bilden die DAAD-Stipendien: Eine Vielzahl von Programmen – z.B. die „Allgemeinen Jahresstipendien“ und zahlreiche regions- oder fachspezifische Angebote – bieten die Möglichkeit, an einer ausländischen Hochschule zu studieren oder ein Praktikum zu absolvieren.

Bei den Akademischen Auslandsämtern bzw. Internationalen Büros der Hochschulen können Sie die DAAD-Broschüre „Studium, Forschung, Lehre im Ausland. Förderungsmöglichkeiten für Deutsche“ einsehen. Diese gibt einen Überblick über das Stipendienangebot des DAAD zur Individualförderung für Deutsche. Die vollständigen und laufend aktualisierten Ausschreibungen mit weiterführenden Informationen finden Sie in der DAAD-Stipendiendatenbank (www.auslandsstipendien.de).

PROMOS

Mit dem Programm zur Steigerung der Mobilität von deutschen Studierenden (PROMOS) wurde im Kontext des Bologna-Prozesses eine Möglichkeit zur Förderung von kürzeren Auslandsaufenthalten (bis zu sechs Monaten Dauer) entwickelt.

Gefördert werden können Auslandssemester, Praktika, Sprachkurse, Fachkurse sowie Studien- und Wettbewerbsreisen im Ausland. Welche Fördermöglichkeiten an Ihrer Hochschule im Rahmen von PROMOS angeboten werden, erfragen Sie bitte im dortigen Akademischen Auslandsamt/International Office.

GIZ

Die Deutsche Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützt die Bundesregierung in der internationalen Zusammenarbeit für nachhaltige Entwicklung und in der internationalen Bildungsarbeit. So bietet sie u.a. Auslandsprogramme für Studierende an.

Informationen finden Sie unter www.giz.de > Weltweit > Weltweit lernen.

Lernprogramm ASA

Das entwicklungspolitische Lernprogramm ASA bietet Studierenden und jungen Berufstätigen zwischen 21 und 30 Jahren ein Stipendium für einen dreimonatigen Studien- oder Arbeitsaufenthalt in Afrika, Asien, Lateinamerika oder Südosteuropa. Zu dem Programm gehören umfangreiche Vor- und Nachbereitungsseminare in Deutschland.

Finanziert wird ASA aus Zuwendungen des Bundesministeriums für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung sowie mehrerer Bundesländer und weiterer Institutionen. Unter www.asa-programm.de gibt es nähere Informationen und das Bewerbungsformular.


Weitere Informationen

Drucken Versenden
Nach obenNach oben
Signet Finder
Geprüft von den Ländern der Bundesrepublik Deutschland
Bedienungshinweis
17725
Studiengänge
443
Hochschulen
Erweiterte Suche Deutschlandkarte Bedienungshinweis
Suchergebnisfenster schließen
Treffervorschau
Studiengängez.B.:
Buchinhalte:
Aktuelle Beiträge: