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Ein Tablet und ein Apfel liegen auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Abiturienten sitzen auf der Wiese und lesen im Studien- und Berufswahl-Heft
Ein Rollstuhlsymbol auf der Straße.
Foto: Lisa Zirkelbach
Studieren mit Behinderung oder chronischer Erkrankung

Außerdem sind Prüfungsordnungen so zu gestalten, dass die besonderen Belange von Studierenden mit Behinderung/chronischer Erkrankung berücksichtigt werden. Damit sind rechtliche Voraussetzungen geschaffen worden, um Chancengleichheit im Studium zu verwirklichen.

Viele Hochschulen und Studentenwerke bemühen sich seit Jahren erfolgreich darum, durch gezielte Unterstützung Nachteile für Studierende mit Behinderung/chronischer Erkrankung auszugleichen. Trotzdem haben diese neben ihrer individuellen Beeinträchtigung nach wie vor eine Reihe struktureller Defizite im Hochschulbereich zu kompensieren und bestehende Barrieren zu überwinden. Hierzu stehen verschiedene Ansprechpartner zur Verfügung.

Beauftragte an den Hochschulen

Gerade vor und am Anfang eines Studiums sind behinderungsbedingt oft eine Reihe zusätzlicher Fragen hinsichtlich der Studienzulassung und Organisation des Studiums zu klären. Besonders wichtig ist es deshalb, möglichst frühzeitig Kontakt zu kompetenten Berater(inne)n aufzunehmen.

Auskünfte geben insbesondere die Berater/-innen und Beauftragten für die Studierenden mit Behinderung/chronischer Erkrankung der Hochschulen und Studentenwerke. Sie beraten behinderte und chronisch kranke Studieninteressierte in allen Fragen rund ums Studium, z.B.:

  • Welche Zusatzanträge kann ich bei der Bewerbung um einen Studienplatz stellen (z.B. Härtefallantrag trotz Zulassungsbeschränkung)?
  • Wie strukturiere und organisiere ich mein Studium unter Berücksichtigung krankheitsbedingter Fehlzeiten?
  • Wie beantrage ich einen Nachteilsausgleich im Studium und in Prüfungen?
  • Außerdem sind sie bei der Beantragung von Studienassistent(inn)en und technischen Hilfsmitteln behilflich.

Unterstützung finden Interessierte auch bei den Studienberatungsstellen der Hochschulen (siehe dazu die Angaben im FINDER), den Sozialberatungsstellen der Studentenwerke und den regionalen und überregionalen Interessengemeinschaften behinderter und nichtbehinderter Studierender. Nehmen Sie mit diesen Stellen möglichst frühzeitig Kontakt auf.

Unter www.studentenwerke.de/de/beauftragte  finden Interessierte auch die aktuellen Kontaktdaten der Berater/-innen und Beauftragten für beeinträchtigte Studierende an den einzelnen Hochschulen und Studentenwerken.

IBS beim Deutschen Studentenwerk

Beim Deutschen Studentenwerk (DSW) ist die „Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung“ (IBS) angesiedelt. Sie informiert und berät bundesweit.

Kontakt: Monbijouplatz 11, 10178 Berlin, Tel. 030/297727-64,
E-Mail: studium-behinderung@studentenwerke.de.

Die Webseiten der IBS und das von dieser Beratungsstelle herausgegebene Handbuch "Studium und Behinderung" bieten umfangreiche Informationen für Studieninteressierte und Studierende mit Behinderung und chronischen Krankheiten – von Beratungsangeboten bis zum Berufseinstieg. Das Handbuch steht unter: www.studentenwerke.de/de/handbuch-studium-behinderung zum Download bereit.

Übrigens: Einmal jährlich veranstaltet die IBS ein Seminar zum Berufseinstieg für Studierende mit Behinderung/chronischer Erkrankung.

Berufsberatung der Arbeitsagenturen

Ansprechpartner für die individuelle berufliche Beratung von Abiturient(inn)en sowie Studierenden mit Behinderung/chronischer Erkrankung sind die Berufsberater/-innen für akademische Berufe (ggf. in Zusammenarbeit mit einem/-r Reha/SB-Berater/-in) in den Agenturen für Arbeit. Die Fachkräfte beraten und informieren über alle Ausbildungswege und Studienmöglichkeiten und geben Hinweise zur Finanzierung des Studiums und zu weitergehenden Hilfen anderer Beratungsinstitutionen, vgl. auch Kap. 1.4 „Entscheidungshilfen“.

Weitere Informationsmöglichkeiten

Die vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) herausgegebene Broschüre "Ratgeber für Menschen mit Behinderung" gibt umfassend Auskunft über alle Leistungen und Hilfestellungen, auf die Menschen mit Behinderungen Anspruch haben, von der Vorsorge und Früherkennung und die medizinische Rehabilitation über die Schul- und Berufsausbildung und Berufsförderung bis zu steuerlichen Erleichterungen. In Auszügen sind auch die entsprechenden Gesetzestexte enthalten. Diese und weitere Broschüren können kostenlos (auch online) bestellt werden und stehen auch digital zur Verfügung (www.bmas.bund.de; dort: Service > Publikationen).

Gefördert vom BMAS wird auch das Internetportal REHADAT-Bildung des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln e.V. Es enthält Informationen rund um Ausbildung und Beruf für Menschen mit Förderbedarf. Das Portal ist gedacht für junge Menschen mit Handicap, deren Eltern und alle Menschen, die sie bei der Berufsfindung unterstützen.


Weitere Informationen

Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS)
beim Deutschen Studentenwerk (DSW)
www.studentenwerke.de/behinderung

Bundesarbeitsgemeinschaft
Hörbehinderter Studenten und Absolventen (BHSA) e.V.

führt jährlich Seminare für hörbehinderte Abiturient(inn)en und Studierende durch und gibt einen Studienführer sowie einen Newsletter heraus.
Kontakt: Ihringshäuser Str. 10, 34125 Kassel, Tel. 0911/3084499997, info@bhsa.de;
www.bhsa.de

best für Hörgeschädigte
Die berufs- und studienbegleitende Beratungsstelle ist ein Service-Angebot der Samuel-Heinicke-Fachoberschule in München. Sie soll dazu beitragen, dass mehr Hörgeschädigte studieren und sich beruflich bestmöglich qualifizieren können.
www.best-news.de

Deutscher Verein der Blinden und Sehbehinderten
in Studium und Beruf e.V. (DVBS)

Beratungs- und Textservice für blinde und sehbehinderte Studierende. Ein Newsletter informiert über aktuelle Entwicklungen. Kontakt: Frauenbergstraße 8, 35039 Marburg, Tel. 06421/94888-0, Fax 06421/94888-10, ;
www.dvbs-online.de

Bundesweite dreitägige Orientierungsphase
für blinde und sehbehinderte Schüler/-innen der Jahrgangsstufen 11 bis 13 sowie für Studieninteressierte bietet alljährlich im April oder Mai das Studienzentrum für Sehgeschädigte (SZS) der Universität Karlsruhe (KIT).
Kontakt: Engesserstr. 4, 76131 Karlsruhe, Tel. 0721/608-42760, Fax 0721/608-4202,
E-Mail: info@szs.kit.edu; www.szs.uni-karlsruhe.de

www.behinderung-und-studium.de
Ein bundesweites Netzwerk der Selbsthilfegruppen und Interessengemeinschaften behinderter und chronisch kranker Studierender sowie studentischer Behindertenreferate ist über folgende Internetseite zu erreichen:
www.behinderung-und-studium.de

Deutscher Bildungsserver
Bietet u.a. ein umfangreiches Informationsangebot zum Thema Behinderung und Studium.
www.bildungsserver.de/Behinderung-und-studium.-193.html

REHADAT-Bildung
Bildungsportal für Menschen mit Handicap,
gefördert vom Bundesministerium für Arbeit und Soziales.
www.rehadat-bildung.de

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