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Ein Kompass liegt auf der Wiese

Offizieller Studienführer für Deutschland

Grundsicherung nach dem SGB II

Nicht ausgeschlossen von SGB II-Leistungen sind aber Schüler/-innen, die BAföG tatsächlich erhalten (§7 Abs. 6 SGB II) oder die mangels zwingend notwendiger auswärtiger Unterbringung nicht BAföG-berechtigt sind (§2 Abs. 1a BAföG). Auch Studierende im Haushalt der Eltern, die BAföG erhalten, können ergänzendes Arbeitslosengeld II beantragen. Der Anspruch auf Arbeitslosengeld II ist unter anderem davon abhängig, dass Hilfebedürftigkeit vorliegt.

Sofern BAföG und Arbeitslosengeld II gleichzeitig bezogen werden, gilt bei der Einkommensanrechnung ein Grundabsetzbetrag von 100 Euro für die Ausbildungsförderung.

Für Studierende mit eigener Wohnung und andere Auszubildende, die keinen Arbeitslosengeld II-Anspruch haben, können aber bestimmte Leistungen erbracht werden (§27 SGB II).

Das sind folgende Leistungen:

  • für Mehrbedarfe bei Schwangerschaft, Alleinerziehung, medizinisch erforderlicher kostenaufwendiger Ernährung sowie als Erstausstattung bei Schwangerschaft und Geburt, wenn das eigene Einkommen dafür nicht ausreicht,
  • in besonderen Härtefällen zur Sicherung des Lebensunterhaltes als Darlehen (für Schüler/-innen, die das 30. Lebensjahr vollendet haben, auch als Zuschuss),
  • für den ersten Monat der Ausbildung als Darlehen.

Studierende mit Behinderung können darüber hinaus zur Finanzierung ihres behinderungsbedingten Mehrbedarfs während der Ausbildung (z.B. für technische Hilfen und persönliche Studienassistenzen) ggf. Eingliederungshilfe beantragen (SGB XII).

 

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