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Neun bunte Quadrate auf einem roten Hintergrund.

Offizieller Studienführer für Deutschland

Eine junge dual Studierende an ihrem Arbeitsplatz im Betrieb.
Foto: Nadine Zwingel
Duales Studium

Folgende Typen können unterschieden werden:

  • Ausbildungsintegrierte Studiengänge, bei denen i.d.R. zusätzlich eine berufliche Erstausbildung absolviert wird (z.B. Bachelorstudium der Elektrotechnik in Kombination mit einer Ausbildung zum/r Elektroniker/in – Betriebstechnik).
  • In kooperativen bzw. praxisintegrierenden Studiengängen schließen die Studierenden mit einem Unternehmen einen Vertrag ab und sammeln dort neben ihrem Studium vertiefende Praxiserfahrung. Ziel ist eine stärkere Einbindung der Studierenden in die praktische Tätigkeit.
  • Berufsbegleitende oder berufsintegrierende Studienangebote können neben einer bestehenden Berufstätigkeit absolviert werden oder beziehen die ausgeübte Berufstätigkeit in die hochschulische Ausbildung mit ein. In diesen Fällen ist das Ziel i.d.R. eine Weiterqualifizierung und ein damit verbundener beruflicher Aufstieg im Unternehmen.

Die Kombination aus betrieblicher Praxis und Studium ist an Fachhochschulen, Universitäten und Berufsakademien möglich.

Hinweise und Besonderheiten

Die Vorteile eines dualen Studiums liegen auf der Hand:

  • Zeitersparnis: Da Theorie- und Praxisanteile aufeinander abgestimmt sind, verkürzt sich die Studiendauer, und im Fall von ausbildungsintegrierten Studiengängen werden innerhalb von drei bis fünf Jahren sogar zwei Abschlüsse erworben, der Berufs- und der Hochschulabschluss.
  • Gute Studienbedingungen: Die dualen Studiengänge sind meist zeitlich und inhaltlich sehr gut organisiert und bieten eine optimale Betreuung in kleinen Studiengruppen.
  • Gute Job- und Karrierechancen: Dual Studierende haben in den Praxisphasen i.d.R. bereits wichtige Unternehmenskontakte geknüpft, können meist ohne zusätzliche Einarbeitungszeit einsteigen und werden daher nach dem Abschluss häufig vom kooperierenden Betrieb übernommen. Die Kombination aus Hochschulabschluss und umfangreicher Praxiserfahrung macht sie auch für andere Arbeitgeber attraktiv.

Klar sollte Ihnen jedoch sein, dass Ihnen in einem dualen Studiengang nichts geschenkt wird. Ein duales Studium ist eine Herausforderung. Gefragt sind v.a. Mobilität und Flexibilität:

  • Ihre Hochschule und Ihr Ausbildungsbetrieb befinden sich möglicherweise nicht in direkter räumlicher Nähe. Unter Umständen müssen Sie sich im Tagesrhythmus auf die jeweils andere Umgebung einstellen.
  • Und wenn andere Studierende Semesterferien haben, arbeiten Sie im Betrieb oder müssen in der Berufsschule bzw. Studienakademie die Schulbank drücken.

Finanzielle Vergütung

Wer sich für ein ausbildungsintegriertes Studium entscheidet, erhält für die betriebliche Ausbildung eine Vergütung, mit der die Lebenshaltungskosten gedeckt werden können. Ähnliche Regelungen sind mittlerweile auch in praxisintegrierenden Studiengängen verbreitet. Doch so vielfältig wie die Studienangebote und -formen sind auch die Regelungen zur finanziellen Vergütung und den anfallenden Kosten, über die Sie sich daher im Einzelfall genau beim Anbieter informieren sollten.

Sozialversicherungspflicht

Dual Studierende haben, egal ob sie einen ausbildungsintegrierten oder einen praxisintegrierenden Studiengang absolvieren, in der Sozialversicherung denselben Status wie Auszubildende. Sie sind daher sowohl in den theoretischen Ausbildungs- als auch in den Praxisphasen in der Kranken-, Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung versicherungspflichtig.

Voraussetzungen

Für ein ausbildungsintegriertes Studium ist immer ein abgeschlossener Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen nötig. Bei praxisintegrierenden Studiengängen muss vor der Bewerbung ein entsprechender Praxisvertrag mit einer Firma unterschrieben werden. Und berufsintegrierende Studiengänge setzen natürlicherweise eine bestehende Berufstätigkeit voraus.

Daneben ist wie bei anderen Studiengängen eine Hochschulzulassung notwendig. Welche genau, hängt vom jeweiligen Hochschultyp ab.

Studienmöglichkeiten

Duale Studiengänge werden von Universitäten, Fachhochschulen, Dualen Hochschulen und Berufsakademien angeboten.

Duales Studium an Fachhochschulen oder Universitäten

Insbesondere in Wirtschaftswissenschaften, Informatik, in den Ingenieurwissenschaften und zunehmend auch im Sozialwesen bieten Fachhochschulen und vereinzelt auch Universitäten ausbildungsintegrierte oder praxisintegrierende Studiengänge an.

Duale Hochschulen

In den Bundesländern Baden-Württemberg, Thüringen und Schleswig-Holstein wurden die früheren Berufsakademien in Duale Hochschulen umgewandelt.

Duale Hochschulen bieten Studiengänge aus den Bereichen Wirtschaft, Technik und Sozialwesen an. Kennzeichnend für die dreijährigen Studiengänge ist die enge Verzahnung von theoretischen und praktischen Studienphasen.

Der Studienbeginn ist i.d.R. zum 1. Oktober.

Die Studierenden erhalten mit ihrem Abschluss einen akademischen Grad und können damit auch ein weiterführendes Masterstudium im In- und Ausland aufnehmen.

Beachten Sie: Die Duale Hochschule Schleswig-Holstein befindet sich in privater Trägerschaft, es fallen also Studiengebühren an.


Hinweis

Die Anschriften der Dualen Hochschulen finden Sie über den finder auf www.studienwahl.de zugänglich ist.


Weitere Informationen

"AusbildungPlus" gibt einen aktuellen bundesweiten Überblick über die dualen Studienangebote von Fachhochschulen, Universitäten, Verwaltungs- und Wirtschaftsakademien sowie Berufsakademien. Zudem bietet das Portal ausführliche Informationen zu Inhalt und Ablauf des Studiums sowie Adressen und Ansprechpartner/-innen der beteiligten Ausbildungsbetriebe (www.ausbildung-plus.de).

Auch im Hochschulkompass der HRK (www.hochschulkompass.de) ist eine gezielte Suche nach dualen Studiengängen möglich.

Informations- und Beratungsangebote der Länder

Bayern
www.hochschule-dual.de

Brandenburg
www.duales-studium-brandenburg.de

Hessen
www.dualesstudium-hessen.de

Nordrhein-Westfalen
www.verbundstudium.de

Rheinland-Pfalz
www.dualehochschule.rlp.de

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